ArchivDeutsches Ärzteblatt PP9/2013Einblicke: Carmen Weinbrenner, Dipl.-Soz.Päd.

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Einblicke: Carmen Weinbrenner, Dipl.-Soz.Päd.

PP 12, Ausgabe September 2013, U3

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Foto: Murat Türemis
Foto: Murat Türemis

Carmen Weinbrenner, Dipl.-Soz.Päd., Analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin in Berlin-Kreuzberg, arbeitet mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, davon sind viele Patienten mit Essstörungen.

Wie beginnen Sie Ihren Arbeitstag?

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Ich schaue, ob hier alles in Ordnung ist. Die Pflanzen sind immer sehr wichtig für mich, die machen die Atmosphäre aus. Meinen kleinen Urwald hier (deutet auf einen großen, wild wuchernden Weihnachtssternstrauch), den mögen auch meine Patienten sehr.

Was mögen Sie besonders an Ihrer Arbeit?

Mir gefällt es, die Jugendlichen zu befähigen, ihren Weg zu finden, sie ins Leben rauszuschubsen. Das ist oft mit Ängsten besetzt, sie können sich schlecht ablösen von zu Hause. Viele Patientinnen kommen extrem abgemagert zu mir. Zu sehen, wie es ihnen nach einer Weile besser- geht, freut mich sehr. Die meisten schöpfen das Kontingent aus, also 180 Stunden oder mehr. Für wenige Patienten reicht eine Kurzzeittherapie.

Sind die Jugendlichen denn motiviert, eine Therapie zu machen?

Die meisten kommen freiwillig und stehen unter großem Leidensdruck. Viele werden natürlich auch von Ärzten geschickt oder zur ambulanten Behandlung nach stationärem Aufenthalt. Manche auch von den Eltern.

Was mögen Sie nicht?

Ich mag meine Arbeit, und ich mag meine Patienten alle, zu denen ich ganz spezielle Beziehungen habe. Ich wüsste nicht, was mich stört.

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