ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2013Rhön-Klinikum AG: B. Braun will Anteile aufstocken

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Rhön-Klinikum AG: B. Braun will Anteile aufstocken

Dtsch Arztebl 2013; 110(37): A-1651 / B-1459 / C-1439

Flintrop, Jens

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Das Pharma- und Medizinbedarfs-Unternehmen B. Braun Melsungen AG will seinen Anteil am börsennotierten Klinikkonzern Rhön-Klinikum AG auf 25 Prozent aufstocken. Das geht aus der Liste laufender Zusammenschlussverfahren beim Bundeskartellamt hervor, die der Internetseite der Bonner Wettbewerbsbehörde zu entnehmen ist. Ebenso wie der Rhön-Konkurrent Asklepios hält B. Braun bislang fünf Prozent an der MDax-Gesellschaft. Diese Anteile nutzten beide Unternehmen im Sommer 2012, um eine Übernahme von Rhön durch den Gesundheitskonzern Fresenius SE, zu dem auch die Helios-Kliniken GmbH gehört, zu verhindern.

Bis zur Rhön-Haupt­ver­samm­lung am 12. Juni 2013 reichte für die Blockade einer Rhön-Übernahme ein Anteil von zehn Prozent der Aktien plus eine Stimme. Doch auf der Versammlung wurde diese Regelung gekippt. Nun beträgt die Sperrminorität 25 Prozent. Gegen diesen Beschluss liegen jedoch Anfechtungsklagen vor. Bis diese entschieden sind, tritt die Regelung nicht in Kraft.

B. Braun und Asklepios wollen die Sperrminorität erhalten und dadurch verhindern, dass mit einem Zusammenschluss von Rhön und Fresenius ein zu mächtiger Klinikbetreiber entsteht. B. Braun fürchtet, dass ein fusionierter Konzern von B. Braun- auf Fresenius-Produkte umsteigt. Asklepios will wiederum selbst einen zu dominanten Konkurrenten verhindern. JF

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