ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2013Ärzte ohne Grenzen: Chirurg in Syrien getötet

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Ärzte ohne Grenzen: Chirurg in Syrien getötet

Dtsch Arztebl 2013; 110(37): A-1652 / B-1460 / C-1440

Hillienhof, Arne

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Leben retten unter gefährlichen Bedingungen: Ein 28-jähriger Chirurg hat jetzt seinen Einsatz mit dem Leben bezahlt. Foto: dpa
Leben retten unter gefährlichen Bedingungen: Ein 28-jähriger Chirurg hat jetzt seinen Einsatz mit dem Leben bezahlt. Foto: dpa

Im Norden Syriens ist ein Chirurg von Ärzte ohne Grenzen getötet worden. Die Leiche des 28-jährigen Dr. Muhammad Abyad wurde am 3. September in der Provinz Aleppo gefunden. Der Syrer hatte in einem Krankenhaus der Hilfsorganisation Opfer des Bürgerkriegs behandelt. Die genauen Umstände seines Todes blieben bislang ungeklärt.

„Der Tod von Muhammad Abyad ist ein schrecklicher Verlust für seine Familie, für seine Patienten und für Ärzte ohne Grenzen“, betonte Joan Tubau, Geschäftsführer von Ärzte ohne Grenzen in Spanien. Er sei schockiert über den Angriff auf den „äußerst engagierten Chirurgen, der dafür arbeitete, Opfern des Konflikts in Syrien das Leben zu retten“. Ärzte ohne Grenzen unterstrich die Verpflichtung aller Konfliktparteien, den Schutz humanitärer Helfer zu gewährleisten.

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Teams von Ärzte ohne Grenzen betreiben sechs Krankenhäuser und vier Gesundheitszentren im Norden Syriens. Zwischen Juni 2012 und Juli 2013 haben die Mitarbeiter hier mehr als 66 000 Patienten behandelt, circa 3 400 Operationen durchgeführt und ungefähr 1 400 Geburten begleitet. hil

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