ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2013Nosokomiale Infektionen und Antibiotika-Anwendung

MEDIZIN: Originalarbeit

Nosokomiale Infektionen und Antibiotika-Anwendung

Zweite nationale Prävalenzstudie in Deutschland

Nosocomial infection and antibiotic use—a second national prevalence study in Germany

Dtsch Arztebl Int 2013; 110(38): 627-33; DOI: 10.3238/arztebl.2013.0627

Behnke, Michael; Hansen, Sonja; Leistner, Rasmus; Diaz, Luis Alberto Peña; Gropmann, Alexander; Sohr, Dorit; Gastmeier, Petra; Piening, Brar

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Hintergrund: 17 Jahre nach der ersten nationalen Prävalenzstudie zu nosokomialen Infektionen (NI) und Antibiotika-Anwendung (ABA) in deutschen Krankenhäusern wurde nach den Vorgaben der European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) 2011 die zweite nationale Prävalenzstudie durchgeführt.

Methode: Das ECDC-Protokoll mit einheitlichen Surveillance-Definitionen und Erfassungsmethoden wurde umgesetzt. Berücksichtigt wurden nur am Untersuchungstag aktive oder unter antibiotischer Behandlung befindliche Infektionen. Neben der vom ECDC geforderten repräsentativen Stichprobe von 46 Krankenhäusern nahmen weitere Krankenhäuser auf freiwilliger Basis teil.

Ergebnisse: Insgesamt konnten die Daten von 132 Krankenhäusern mit 41 539 Patienten in die Analyse einbezogen werden. Die Prävalenz von Patienten mit während des aktuellen Kranken­haus­auf­enthaltes aufgetreten NI betrug 3,8 % in der Gesamtgruppe und 3,4 % in der repräsentativen Stichprobe von 9 626 Patienten in 46 Krankenhäusern. Die Prävalenz der Patienten bezüglich aller NI (einschließlich bereits bei Aufnahme vorhandener NI) betrug 5,1 %, sowohl in der Gesamtgruppe als auch in der repräsentativen Stichprobe. Die Prävalenz der ABA betrug 25,5 % beziehungsweise 23,3 %.

Schlussfolgerung: Während sich die Prävalenz der NI seit 1994 nicht verändert hat, ist es zu einer Zunahme der Prävalenz der ABA gekommen. Bei der Ergebnisinterpretation müssen Confounder mit unterschiedlicher Einflussrichtung beachtet werden: Die durchschnittliche Kranken­haus­auf­enthaltsdauer hat sich seitdem verkürzt, und das Durchschnittsalter der Patienten hat zugenommen.

LNSLNS

Daten zur Häufigkeit von nosokomialen Infektionen (NI) und zur Antibiotika-Anwendung (ABA) sind wichtige Qualitätsindikatoren, und das zunehmende Problem der Antibiotikaresistenz hat entscheidende Konsequenzen: Es reduziert die Therapieoptionen bei infizierten Patienten und verursacht zusätzliche Morbidität, Letalität und Kosten (13). Eine rationale ABA kann den Selektionsdruck für die Resistenzentwicklung reduzieren (4). Prävalenzstudien bieten eine Möglichkeit, sich einen Überblick über die aktuelle Situation im Hinblick auf NI und ABA zu verschaffen (5).

Die erste nationale Prävalenzstudie zu NI und ABA in Deutschland in repräsentativ ausgewählten Krankenhäusern wurde 1994 durchgeführt (NIDEP 1), seitdem keine weitere (6, 7). Auch in vielen anderen europäischen Ländern wurden in den letzten 20 Jahren einmalig oder mehrmals nationale Prävalenzstudien organisiert (7). Inzwischen hat das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) ein einheitliches europäisches Protokoll für die Durchführung von Punkt-Prävalenzstudien (PPS) erarbeitet und alle europäischen Länder aufgefordert, im Zeitraum 2011/12 nationale PPS zum Vorkommen von NI und ABA durchzuführen (8). Mit der Umsetzung des Projektes in Deutschland wurde das Nationale Referenzzentrum (NRZ) für die Surveillance von nosokomialen Infektionen betraut, um die Daten für Deutschland zu erheben und in pseudonymisierter Form an das ECDC zu übermitteln.

Diese nationale Prävalenzstudie hatte vor allem folgende Ziele:

  • Schätzung der Prävalenz von nosokomialen Infektionen (NI) und Antibiotika-Anwendung (ABA) in deutschen Akut-Krankenhäusern
  • Beschreibung der Infektionsarten und der Erreger
  • Beschreibung der eingesetzten Antibiotika und der Indikationen für die ABA
  • Weiterleitung der Daten an das ECDC.

Methode

Durch das ECDC wurde für die Durchführung der Untersuchung ein einheitliches Protokoll vorgegeben, das ins Deutsche übertragen wurde (9, 10). Das ECDC hat die verschiedenen europäischen Länder auch gebeten, eine repräsentative Stichprobe von Patienten zu untersuchen. Die Repräsentativität sollte durch eine Zufallsstichprobe von Krankenhäusern unter Berücksichtigung der Bettenzahl erreicht werden. Entsprechend der Einwohnerzahl der Länder und der Krankenhausstruktur wurden vom ECDC unterschiedliche Vorgaben für die einzuschließende Anzahl von Krankenhäusern gemacht. In Deutschland sollten 46 Akut-Krankenhäuser eingeschlossen werden.

Durch das Nationale Referenzzentrum wurde auf der Basis des deutschen Krankenhausverzeichnisses 2008 eine entsprechende Zufallsstichprobe ermittelt und die ausgewählten Krankenhäuser zur Teilnahme eingeladen. Darüber hinaus wurden mit Hilfe einer Publikation im „Epidemiologischen Bulletin“ die Punkt-Prävalenzstudie vorgestellt und alle interessierten Krankenhäuser zur Teilnahme an der Studie eingeladen (11). Auch alle am Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System (KISS) teilnehmenden Krankenhäuser erhielten ein Informationsschreiben, mit dem sie auf die Möglichkeit zur Teilnahme hingewiesen wurden. Im Falle eines nicht an der Teilnahme interessierten, nach dem Zufallsprinzip ausgewählten Krankenhauses, wurde aus der Gruppe der nicht zur repräsentativen Stichprobe gehörenden teilnehmenden Krankenhäuser das in der Bettenzahl folgende Krankenhaus in die repräsentative Stichprobe eingeschlossen. Eine detaillierte Beschreibung der Auswahlmethode findet man im Internet-Supplement „Methodenbeschreibung zur Bildung der Zufallsstichprobe deutscher Krankenhäuser für die europäische Prävalenzstudie zum Vorkommen von nosokomialen Infektionen und zur Antibiotikaanwendung“ (eMethodenteil).

Die Punkt-Prävalenzstudie hatte drei wesentliche Endpunkte: Entsprechend den Vorgaben des ECDC war die Prävalenz der nosokomialen Infektionen primärer Endpunkt der Studie. Darunter wurden alle nosokomialen Infektionen zusammengefasst, unabhängig davon, ob sie im untersuchten Krankenhaus aufgetreten sind oder der Patient bereits mit dieser nosokomialen Infektion aufgenommen wurde. Ziel war es, die Gesamtbelastung eines Landes mit nosokomialen Infektionen zu erfassen. Zusätzlich wurde die Prävalenz der nosokomialen Infektionen bestimmt, die sich auf den aktuellen Kranken­haus­auf­enthalt bezog, da diese Information für den Vergleich zwischen Krankenhausgruppen relevant ist. Schließlich wurde die Prävalenz der Antibiotika-Anwendung erfasst.

Die europäischen Definitionen für postoperative Wundinfektionen, Pneumonie, Harnwegsinfektionen und Sepsis wurden genutzt (1215). Sie unterscheiden sich nur geringfügig von den im Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System verwendeten Definitionen (16). Im Übrigen wurden die der Centres for Disease Control and Prevention (CDC) für nosokomiale Infektionen verwendet (17). Berücksichtigt wurden ausschließlich am Untersuchungstag aktive oder unter antibiotischer Behandlung befindliche Infektionen. Nur Untersuchungsergebnisse, die am Tag der Prävalenzuntersuchung vorlagen, wurden für die Studie berücksichtigt. Für die Dokumentation der Antibiotika-Anwendung wurde die „Anatomical Therapeutic Chemical“(ATC)-Klassifikation der World Health Organization (WHO) verwendet (18). Antivirale Medikamente und Tuberkulostatika wurden nicht erfasst.

Die Mitarbeiter der teilnehmenden Krankenhäuser (in der Regel das Hygieneteam) wurden in sechs bundesweit durchgeführten eintägigen Einführungskursen mit dem Studienprotokoll, der Diagnostik von NI und der Erfassung der ABA nach den ECDC-Vorgaben vertraut gemacht. Die Erhebung wurde im Zeitraum von September bis Oktober 2011 durchgeführt. Dabei besuchten das Hygieneteam beziehungsweise andere trainierte Mitarbeiter des Krankenhauses sukzessive die Stationen des jeweiligen Krankenhauses (mindestens eine komplette Station pro Tag), um durch Akteneinblick und Rückfragen an das Personal der Stationen die erforderlichen Daten zu erheben. Zusätzliche klinische Untersuchungen der Patienten erfolgten nur im Ausnahmefall zusammen mit dem Stationsarzt.

Für die Datenerhebung wurden nach den ECDC-Vorgaben drei maschinenlesbare Fragebögen erstellt, ein Krankenhausbogen, Stationsbögen und Patientenbogen, der für jeden Patienten mit ABA am Untersuchungstag beziehungsweise mit Symptomen für NI angelegt werden musste.

Für die Antibiotika-Anwendung wurde die Art des Antibiotikums, die Gabe (zum Beispiel parenteral oder oral), die Indikation, und ob die Indikation in der Patientenakte dokumentiert war, erfasst. Lag eine nosokomiale Infektion vor, wurde unter anderem die Art dieser, der Infektionsbeginn und der „Device“-Bezug (zum Beispiel ob ein Harnwegkatheter vor Infektionsbeginn vorlag) abgefragt. Weiterhin wurden die Information, ob die nosokomiale Infektion schon bei Aufnahme vorhanden war oder beim aktuellen Kranken­haus­auf­enthalt erworben wurde und die infektionsbezogenen Erreger aufgenommen. Für die meisten Antworten standen Auswahllisten mit vorgegebenen Antwortmöglichkeiten zur Verfügung.

Nachdem das jeweilige Krankenhauspersonal die Erfassungsbögen ausgefüllt hatte, wurden sie im Studienzentrum über eine Optical-Character-Recognition(OCR)-Technik (Teleform) in eine Datenbank eingelesen und validiert. Anschließend konnten die Mitarbeiter der teilnehmenden Krankenhäuser ihre Daten über eine webbasierte Oberfläche kontrollieren und validieren. Nach weiteren Validierungen im Studienzentrum wurden die Analysen erstellt. Bei der Berechnung der Konfidenzintervalle (95-%-KI) wurde der durch die Krankenhäuser als Cluster hervorgerufene Effekt berücksichtigt, indem ein Faktor für die „Overdispersion“ in die Berechnung einbezogen wurde.

Ergebnisse

Insgesamt beteiligten sich 132 Krankenhäuser mit einer Gesamtmenge von 41 539 eingeschlossenen Patienten. Das sind etwa 8 % der Akutkrankenhäuser in Deutschland (19). Die repräsentative Stichprobe umfasste 46 Krankenhäuser mit 9 626 Patienten. 53,8 % der 132 Krankenhäuser waren Krankenhäuser der Regelversorgung, 16,7 % Krankenhäuser der Maximalversorgung.

Es wurden 2 248 nosokomiale Infektionen (NI) bei 2 109 Patienten erfasst, also 1,07 NI pro nosokomial infiziertem Patienten. Während des aktuellen Kranken­haus­auf­enthaltes waren 1 666 NI bei 1 560 Patienten aufgetreten. Die Zahl der Patienten, die am Untersuchungstag Antibiotika erhielten, betrug 10 607. Tabelle 1 zeigt die Ergebnisse im Vergleich zur Studie aus dem Jahr 1994.

Prävalenz aller Patienten mit nosokomialen Infektionen und der Patienten mit während des aktuellen Kranken­haus­auf­enthaltes erworbenen nosokomialen Infektionen
Prävalenz aller Patienten mit nosokomialen Infektionen und der Patienten mit während des aktuellen Kranken­haus­auf­enthaltes erworbenen nosokomialen Infektionen
Tabelle 1
Prävalenz aller Patienten mit nosokomialen Infektionen und der Patienten mit während des aktuellen Kranken­haus­auf­enthaltes erworbenen nosokomialen Infektionen

Die weiteren Daten beziehen sich auf die Gesamtmenge der 132 teilnehmenden Krankenhäuser und alle nosokomialen Infektionen, die nicht nur während des aktuellen Aufenthaltes erworbenen wurden. Nach Stationsart wurde die höchste Prävalenz mit 18,6 % für die nosokomialen Infektionen und 50,5 % für die Antibiotika-Anwendung (ABA) auf den Intensivstationen beobachtet. In Tabelle 2 sind die Prävalenz der NI und der ABA nach Fachrichtungen zu erkennen.

Prävalenz der nosokomialen Infektionen (NI) und der Antibiotika-Anwendung nach Fachrichtungen
Prävalenz der nosokomialen Infektionen (NI) und der Antibiotika-Anwendung nach Fachrichtungen
Tabelle 2
Prävalenz der nosokomialen Infektionen (NI) und der Antibiotika-Anwendung nach Fachrichtungen

Postoperative Wundinfektionen (Anteil 24,3 %), Harnwegsinfektionen (23,2 %) und untere Atemwegsinfektionen (Anteil 21,7 %) waren die häufigsten nosokomialen Infektionen, gefolgt von Clostridium-difficile-Infektion (6,4 %) und primärer Sepsis (5,7 %) (Tabelle 3).

Die häufigsten nosokomialen Infektionen
Die häufigsten nosokomialen Infektionen
Tabelle 3
Die häufigsten nosokomialen Infektionen

Für die Diagnose von NI ist nicht immer der mikrobiologische Erregernachweis notwendig. Wenn am Tag der Untersuchung zwar schon Material zur mikrobiologischen Untersuchung abgenommen war, aber der Befund noch nicht vorlag, wurde dieses Ergebnis nach ECDC-Protokoll nachträglich nicht berücksichtigt, um den Zeitaufwand für die Studie zu minimieren. Das bedeutet, dass die mikrobiologischen Befunde hier nicht vollständig dargestellt werden können. Die häufigsten Erreger von nosokomialen Infektionen waren E. coli (Anteil 18,0 %), Enterokokken (E. faecalis und E. faecium) (Anteil 13,2 %), S. aureus (13,1 %) und C. difficile (Anteil 8,1 %).

Tabelle 4 zeigt die Indikationen für die ABA im Vergleich zur Studie 1994. Für die Patienten, bei denen am Prävalenzuntersuchungstag keine Infektionen vorlagen und als Indikation Prophylaxe angegeben war, wurden auch die Gründe für die Prophylaxe erfragt. Bei den operativen Indikationen (perioperative Prophylaxe) fällt der sehr hohe Anteil von „perioperativen Prophylaxen“ über den Operationstag hinaus auf (Tabelle 5).

Vergleich der Indikationen der Antibiotika-Anwendung in der NIDEP-1-Studie und der aktuellen Studie
Vergleich der Indikationen der Antibiotika-Anwendung in der NIDEP-1-Studie und der aktuellen Studie
Tabelle 4
Vergleich der Indikationen der Antibiotika-Anwendung in der NIDEP-1-Studie und der aktuellen Studie
Anteil der Indikationen für die prophylaktische Antibiotikagabe
Anteil der Indikationen für die prophylaktische Antibiotikagabe
Tabelle 5
Anteil der Indikationen für die prophylaktische Antibiotikagabe

Zu einem relativ großen Teil der Antibiotika-Anwendungen (27 %) war in den Patientenunterlagen nicht dokumentiert, warum die Applikation erfolgte. Die Indikation konnte aber im Rahmen der Studie auf anderem Wege ermittelt werden. Der häufigste Weg der Antibiotika-Anwendung war parenteral (63,9 %), gefolgt von oraler Gabe mit 35,5 %.

Die fünf am häufigsten eingesetzten Antibiotika-Klassen waren die Zweitgenerations-Cephalosporine (15,1 %), gefolgt von den Fluorchinolonen (13,8 %), den Penicillinen mit Betalaktamase-Inhibitoren (12,5 %), Drittgenerations-Cephalosporinen (10,4 %) und den Carbapenemen (5,9 %) (Tabelle 6).

Die am häufigsten eingesetzten Antibiotika-Klassen für Therapie oder Prophylaxe
Die am häufigsten eingesetzten Antibiotika-Klassen für Therapie oder Prophylaxe
Tabelle 6
Die am häufigsten eingesetzten Antibiotika-Klassen für Therapie oder Prophylaxe

Diskussion

132 der Akut-Krankenhäuser waren auf freiwilliger Basis bereit, an der Punkt-Prävalenzstudie (PPS) teilzunehmen. Deren Daten konnten in die Datenbank eingeschlossen werden. Neben den meisten nach dem Zufallsprinzip ausgewählten und speziell angeschriebenen Krankenhäusern waren viele weitere Krankenhäuser interessiert und in der Lage, an der PPS teilzunehmen, darunter 10 Universitätskliniken. Im Jahr 1994 war die Bereitschaft an derartigen Untersuchungen teilzunehmen noch sehr gering, so dass eine nationale Prävalenzstudie nur durch den Einsatz von externen Erfassern möglich war. Das ist ein sehr wichtiges Ergebnis, weil es nicht nur das inzwischen entwickelte Interesse an der Fragestellung, sondern auch die Machbarkeit solcher Untersuchungen mit einem relativ guten Aufwand-Nutzen-Verhältnis in Deutschland unterstreicht. Deshalb könnte man darüber nachdenken, regelmäßig (zum Beispiel alle drei oder fünf Jahre), wie zum Beispiel in Frankreich, Norwegen oder Spanien, solche nationalen Prävalenzstudien durchzuführen und sie als zusätzliches Instrument des internen Qualitätsmanagements für die Krankenhäuser zu etablieren (2022).

Die vorliegenden Daten aus Deutschland können zurzeit noch nicht mit den Daten der anderen europäischen Länder verglichen werden, weil das ECDC die zusammenfassende Analyse noch nicht abgeschlossen hat. Eine vorab durchgeführte europäische Pilotstudie mit 66 teilnehmenden Krankenhäusern aus 23 Ländern erbrachte eine Prävalenz aller NI von 7,1 %, 34,6 % der Patienten erhielten mindestens ein Antibiotikum am Tag der Prävalenzuntersuchung (8).

Die Gesamtprävalenz der NI betrug im Rahmen dieser PPS 5,1 %. Etwa 74 % davon waren während des aktuellen Kranken­haus­auf­enthaltes aufgetreten (Prävalenz 3,8 %). Dabei gab es keine Unterschiede zwischen allen teilnehmenden Krankenhäusern und den repräsentativ ausgewählten und ebenfalls keine Unterschiede zur Studie 1994 (7).

Beim Vergleich mit 1994 ist allerdings zu beachten, dass durch die ECDC-Vorgaben kein identisches Studienprotokoll angewendet werden konnte. Außerdem wurde bei der aktuellen PPS die Infektionserfassung durch das Personal der jeweiligen Krankenhäuser vorgenommen, während bei der Studie 1994 speziell trainierte Ärzte die Erfassung in den Krankenhäusern vor Ort durchgeführt haben. Bei NIDEP 1 wurden nur die NI erfasst, die erstmals im jeweiligen Krankenhaus aufgetreten waren. Deshalb ist der Vergleich nur für diese Prävalenz möglich.

Man kann davon ausgehen, dass die Risikofaktoren für das Entstehen von NI bei den Patienten in den Jahren zwischen 1994 und 2011 zugenommen haben, denn das Durchschnittsalter der deutschen Krankenhauspatienten, ein wichtiger Risikofaktor für viele nosokomiale Infektionen, ist seitdem gestiegen (2325). Gleichzeitig ist es zu einer relevanten Reduktion der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer der Patienten im Krankenhaus von mehr als vier Tagen gekommen (19). Beide Aspekte mit wahrscheinlich entgegengesetzter Einflussrichtung müssen bei der Interpretation der Studienergebnisse beachtet werden.

Die Verteilung der NI nach ihrer Häufigkeit hat sich nur wenig verändert. Bemerkenswert ist der hohe Anteil der Clostridium-difficile-Infektionen, die bei der Untersuchung 1994 kaum eine Rolle spielten. Zweifellos muss dieser Infektion und ihrer Prävention in Zukunft eine größere Bedeutung beigemessen werden. Auch bei den Erregern der NI gab es nur geringe Veränderungen im Vergleich zur Prävalenzstudie 1994.

Bei der Interpretation des Anstieges der Prävalenz der ABA müssen die oben genannten Punkte in gleicher Weise beachtet werden. Die Indikationen für die ABA haben sich in ihrem prozentualen Anteil seit 1994 kaum verändert. Bei den ABA fällt vor allem der hohe Anteil im Zusammenhang mit über den Operationstag hinaus prolongierter „perioperativer Prophylaxe“ auf. Wenn man konsequent auf diese nichtevidenzbasierte Anwendung verzichten würde, könnte man ad hoc einen großen Anteil der Antibiotika-Anwendungen in Deutschland von 10–20 % einsparen (26). Während der ersten nationalen Prävalenzstudie wurden keine Daten zu den verabreichten Antibiotikaklassen erhoben, so dass hier erstmals entsprechende Ergebnisse vorgelegt werden können. Zweitgenerations-Cephalosporine sind mit einem Anteil von 15,1 % die häufigste angewendete Antibiotika-Klasse, vor allem, weil sie vorrangig für die perioperative Prophylaxe verwendet werden. Allein die beiden Breitspektrum-Antibiotika-Klassen Fluorchinolone und Cephalosporine der dritten Generation machen mehr als 24 % aller Antibiotika-Anwendungen aus.

Diese Punkt-Prävalenzstudie hat selbstverständlich zunächst die Limitationen, die sich allgemein aus dem Design von Prävalenzstudien ergeben. Insbesondere muss erwähnt werden, dass Patienten mit Risikofaktoren für NI in der Regel längere Krankenhaus-Aufenthaltsdauern haben und im Vergleich zu einer prospektiven Surveillance von nosokomialen Infektionen (wie zum Beispiel im nationalen Surveillance-System KISS) somit auch eine höhere Wahrscheinlichkeit existiert, die bei diesen Patienten auftretenden NI zu erfassen. Darüber hinaus existiert eine größere Chance, solche Infektionen zu erfassen, die eher mit längerer Krankenhausverweildauer assoziiert sind wie zum Beispiel postoperative Wundinfektionen. Prävalenzdaten zu nosokomialen Infektionen und Antibiotika-Anwendung können deshalb nicht in Inzidenzraten umgerechnet werden und entsprechende nationale Hochrechnungen sind somit auch nicht ohne weiteres möglich.

Eine weitere Limitation ist die Erhebung durch eine große Anzahl von verschiedenen Erfassern. Alle Erfasser wurden während eines Einführungskurses trainiert, und es bestand die Möglichkeit zur Abstimmung mit dem Studienzentrum im Falle schwieriger Fälle. Trotzdem ist davon auszugehen, dass sich die Sensitivität und Spezifität der Erfasser unterscheiden. Durch das ECDC wurde parallel zur Prävalenzstudie 2011 eine Validierungsstudie durchgeführt, an der auch zwei deutsche Krankenhäuser teilnahmen und in deren Verlauf 200 Fälle evaluiert wurden. Danach betrug die Sensitivität der Erfasser vor Ort im Vergleich zum Goldstandard-Erfasser, der durch das Validierungsstudienteam geschult worden war, 100 % (95-%-KI: 81–100), die Spezifität 91 % (95-%-KI: 84–94).

Die Patienten wurden im allgemeinen nicht klinisch auf Infektionssymptome untersucht, dadurch können im Falle ungenügender Dokumentation Fälle von infizierten Patienten übersehen worden sein. Ebenfalls limitierend ist die Berücksichtigung von mikrobiologischen Befunden. In vielen Krankenhäusern lagen am Untersuchungstag noch keine Befunde zum Krankheitsbild vor. Da bei vielen nosokomialen Infektionen der Erregernachweis ein wichtiges Kriterium für die Diagnose der nosokomialen Infektionen ist, ist davon auszugehen, dass ein Teil der in der Realität vorhandenen Infektionen deshalb nicht erfasst werden konnte, die ermittelte Prävalenz also eher eine Unterschätzung darstellt.

Danksagung

Die Studie wurde durch das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium finanziert; das Robert-Koch-Institut, insbesondere Prof. Dr. med. Martin Mielke, hat die Umsetzung sehr unterstützt. Diese Untersuchung wäre nicht möglich gewesen ohne die freiwillige Teilnahme viele deutscher Krankenhäuser und ihrer für die Prävalenzstudie engagierten Mitarbeiter, denen wir hiermit herzlich danken.

Interessenkonflikt

Dr. Behnke, Dr. Hansen, Dr. Leistner, Dipl.-Inform. Peña Diaz, Stud.-Inform. Gropmann, Dr. Sohr, und Dr. med. Piening erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Prof. Gastmeier erhielt Honorare für die Vorbereitung von wissenschaftlichen Fortbildungsveranstaltungen von Pfizer, Siemens und Roche.

Manuskriptdaten
eingereicht: 10. 1. 2013, revidierte Fassung angenommen: 29. 5. 2013

Anschrift für die Verfasser
Dr. rer. medic. Michael Behnke
Institut für Hygiene und Umweltmedizin
Charité Berlin
Hindenburgdamm 27
12203 Berlin

michael.behnke@charite.de

Zitierweise
Behnke M, Hansen S, Leistner R, Peña Diaz LA, Gropmann A, Sohr D, Gastmeier P, Piening B: Nosocomial infection and antibiotic use—a second national prevalence study in Germany. Dtsch Arztebl Int 2013; 110(38): 627–33. DOI: 10.3238/arztebl.2013.0627

@eSupplement:
www.aerzteblatt.de/13m0627

The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

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Dr. rer. medic. Behnke, Dr. med. Hansen, Dr. med. Leistner, Dipl.-Inform.
Peña Diaz, Stud.-Inform. Gropmann, Dr. rer. nat. Sohr, Prof. Dr. med. Gastmeier, Dr. med. Piening
Prävalenz aller Patienten mit nosokomialen Infektionen und der Patienten mit während des aktuellen Kranken­haus­auf­enthaltes erworbenen nosokomialen Infektionen
Prävalenz aller Patienten mit nosokomialen Infektionen und der Patienten mit während des aktuellen Kranken­haus­auf­enthaltes erworbenen nosokomialen Infektionen
Tabelle 1
Prävalenz aller Patienten mit nosokomialen Infektionen und der Patienten mit während des aktuellen Kranken­haus­auf­enthaltes erworbenen nosokomialen Infektionen
Prävalenz der nosokomialen Infektionen (NI) und der Antibiotika-Anwendung nach Fachrichtungen
Prävalenz der nosokomialen Infektionen (NI) und der Antibiotika-Anwendung nach Fachrichtungen
Tabelle 2
Prävalenz der nosokomialen Infektionen (NI) und der Antibiotika-Anwendung nach Fachrichtungen
Die häufigsten nosokomialen Infektionen
Die häufigsten nosokomialen Infektionen
Tabelle 3
Die häufigsten nosokomialen Infektionen
Vergleich der Indikationen der Antibiotika-Anwendung in der NIDEP-1-Studie und der aktuellen Studie
Vergleich der Indikationen der Antibiotika-Anwendung in der NIDEP-1-Studie und der aktuellen Studie
Tabelle 4
Vergleich der Indikationen der Antibiotika-Anwendung in der NIDEP-1-Studie und der aktuellen Studie
Anteil der Indikationen für die prophylaktische Antibiotikagabe
Anteil der Indikationen für die prophylaktische Antibiotikagabe
Tabelle 5
Anteil der Indikationen für die prophylaktische Antibiotikagabe
Die am häufigsten eingesetzten Antibiotika-Klassen für Therapie oder Prophylaxe
Die am häufigsten eingesetzten Antibiotika-Klassen für Therapie oder Prophylaxe
Tabelle 6
Die am häufigsten eingesetzten Antibiotika-Klassen für Therapie oder Prophylaxe
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    Behnke, Michael

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