ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2013Delegation: Ärzte und Kassen einigen sich auf Leistungskatalog

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Delegation: Ärzte und Kassen einigen sich auf Leistungskatalog

Dtsch Arztebl 2013; 110(38): A-1708 / B-1512 / C-1488

Gerst, Thomas

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Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband Bund der Krankenkassen haben sich über die grundsätzlichen Anforderungen an die Delegation ärztlicher Leistungen an nichtärztliche Mitarbeiterinnen in der ambulanten Versorgung verständigt. In einem nicht abschließenden Katalog werden solche Leistungen und die spezifischen Anforderungen an deren Erbringung aufgeführt (siehe Bekanntmachung in diesem Heft). Die Vertragspartner kommen damit einem Auftrag des Gesetzgebers in § 28 SGB V nach.

Entlastung für Ärzte: Qualifizierte Praxismitarbeiter werden im ambulanten Bereich immer wichtiger. Foto: picture alliance
Entlastung für Ärzte: Qualifizierte Praxismitarbeiter werden im ambulanten Bereich immer wichtiger. Foto: picture alliance

Die als Anlage zum Bundesmantelvertrag-Ärzte geschlossene Vereinbarung, die zum 1. Oktober in Kraft tritt, hält fest, welche Leistungen des Arztes grundsätzlich nicht delegierbar sind. Präzisiert wird, dass zwischen der nichtärztlichen Mitarbeiterin und dem delegierenden Vertragsarzt ein dienstvertragliches Verhältnis bestehen muss. Der Arzt muss sicherstellen, dass die Mitarbeiterin für die Erbringung der delegierten Leistung geeignet ist. Abhängig von deren Qualifikation hat er sie zur selbstständigen Durchführung der Leistung anzuleiten und regelmäßig zu überwachen.

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Der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. med. Andreas Köhler sieht in der Vereinbarung eine gute Grundlage und Richtschnur für die Betreuung der Patienten im Team von Ärzten und nichtärztlichen Mitarbeitern. „Das Prinzip Delegation statt Substitution ist für uns immer die leitende Orientierung gewesen. Diese spiegelt sich in der Vereinbarung wider.“ TG

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