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Als ambulant tätiger PP kann ich die Klagen von Psychiatern nicht nachvollziehen. Immer wieder liest man das Argument, sie (die Psychiater) würden für wenig Geld sehr viele und sehr schwierige psychisch erkrankte Patienten behandeln, während sich die Psychologischen Psychotherapeuten die eher leichten Fälle herauspicken würden, um diese sodann mit viel Geld im Rücken zu behandeln.

Auch wenn ich nicht weiß, wie dies in anderen Regionen läuft, kann ich für unsere Gegend nur sagen: Ich erlebe es genau umgekehrt. Patienten und Bekannte teilen mir immer wieder mit, dass die Psychiater hier die sogenannten schweren Fälle gern ganz schnell weiter an die Psychologen schicken, während sie sich selbst um die eher leichten Fälle kümmern; wobei kümmern dann so aussieht, dass man diese mit kurzen Gesprächen behandelt, in denen es meistens nur darum geht, die Wirkung verschriebener Medikamente nachzufragen, um dann neue Rezepte auszustellen. Dass diese Patientenkontakte dann in der Regel auch nur einmal im Quartal geschehen, macht die Sache nicht gerade besser. Wobei natürlich jedem, der ein wenig rechnen kann, klar ist, warum dies so läuft: Wenn man zwischen 40 und 60 Euro pauschal pro Quartal erhält, dann kann man es sich gar nicht leisten, viel mehr als einmal im Quartal eine stützende Sitzung zu verabreichen . . .

Dipl.-Psych. Eckart Warnecke, 29525 Uelzen

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