ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2013Klaus Eyrich †: Ein Vorkämpfer der Anästhesiologie

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Klaus Eyrich †: Ein Vorkämpfer der Anästhesiologie

Dtsch Arztebl 2013; 110(38): A-1743 / B-1539 / C-1515

Richter-Kuhlmann, Eva

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Klaus Eyrich, Foto: UKB
Klaus Eyrich, Foto: UKB

„Alle seine fachlichen und menschlichen Verdienste zu würdigen, ist praktisch nicht möglich“, sagt Prof. Dr. med. Claudia Spies, Anästhesistin und Prodekanin für Lehre der Charité – Universitätsmedizin Berlin, über Prof. Dr. med. Klaus Eyrich. Der bekannte Anästhesiologe verstarb im Juli im Alter von 85 Jahren. Sein Wirken habe der Anästhesiologie zu großer Anerkennung verholfen, nicht zuletzt, weil er früh erkannt habe, dass Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie eine wissenschaftliche und fachliche Einheit bilden, erläutert Spies. Er habe die Säulen des Faches errichtet, beziehungsweise gefestigt.

Eyrich erhielt 1978 den Ruf auf den Lehrstuhl für Anästhesiologie am Klinikum Steglitz der Freien Universität Berlin und wurde 1991/92 zum Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin gewählt, deren Präsidium er bereits seit 1977 angehörte. „In der Zeit der politischen Wende setzte er sich besonders intensiv für eine fachliche Kooperation mit den Anästhesiologen der neuen Länder ein“, erinnert sich Prof. Dr. med. Konrad Reinhard vom Universitätsklinikum Jena.

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Aber auch berufspolitisch engagierte sich Eyrich: „Neben Klinik und Forschung arbeitete er über viele Jahre in der Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen der norddeutschen Ärztekammern“, berichtet Prof. Dr. med. Walter Schaffartzik vom Unfallkrankenhaus Berlin. Herausragend seien zudem seine Kenntnisse in der Literatur und Kunst gewesen. Eva Richter-Kuhlmann

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