ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2013Arzneimittel: Einsparpotenzial von 3,7 Milliarden Euro

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Arzneimittel: Einsparpotenzial von 3,7 Milliarden Euro

Dtsch Arztebl 2013; 110(38): A-1709 / B-1513 / C-1489

Osterloh, Falk

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Für Medikamente geben die Krankenkassen jährlich etwa 30 Milliarden Euro aus. Foto: Fotolia/nikesidoroff
Für Medikamente geben die Krankenkassen jährlich etwa 30 Milliarden Euro aus. Foto: Fotolia/nikesidoroff

Die Arzneimittelausgaben sind im vergangenen Jahr um 2,6 Prozent auf 30,6 Milliarden Euro gestiegen, das sind 16 Prozent der gesamten Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen. Das geht aus dem Arzneiverordnungs-Report (AVR) 2013 vor.

Zwar seien die Preise wegen gesetzlicher Maßnahmen um 1,3 Prozent gesunken, sagte einer der Autoren des AVR, Dr. Dieter Paffrath. Zugleich seien 2012 jedoch 1,3 Prozent mehr Arzneimittel (+385 Millionen Euro) sowie teurere Darreichungsformen, Stärken und Packungsgrößen (+678 Millionen Euro, +2,3 Prozent) verordnet worden.

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Wären konsequent Generika verordnet und wäre auf patentgeschützte Analogpräparate sowie Arzneimittel mit umstrittenem Nutzen verzichtet worden, hätten den Autoren zufolge bei den Arzneimittelausgaben 3,7 Milliarden Euro eingespart werden können: 2,5 Milliarden bei Analogpräparaten, 500 Millionen bei umstrittenen Arzneimitteln, 1,2 Milliarden Euro bei patentgeschützten Arzneimitteln, 38 Millionen Euro bei Biosimilars sowie 1,6 Milliarden Euro bei Generika. Durch hauptsächlich für Generika abgeschlossene Rabattverträge hätten die Krankenkassen mit 2,1 Milliarden Euro indes höhere Einsparungen erzielt als von den AVR-Autoren berechnet, sagte Paffrath. Daher müsse dieser Betrag noch vom errechneten Einsparpotenzial abgezogen werden. fos

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