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Dem ersten Punkt von Dr. Bölükbas, dass eine videoassistierte Thorakoskopie (VATS) mit Ergussentlastung und Talkumpleurodese im Rahmen einer palliativen Therapie ausreichend sein kann, können wir vollständig zustimmen. Dies wird, wenn auch nicht in dieser Deutlichkeit, durch unsere Erwähnung der Thorakoskopie mit Pleurodese zur Symptomkontrolle von Ergüssen und zur Schmerzreduktion im Kontext einer palliativen Therapieoption benannt. Zu den weiteren Punkten möchten wir auf die Arbeit von Bölükbas und Schirren verweisen. In dieser Arbeit werden insbesondere die Möglichkeiten der radikalen Pleurektomie als chirurgische Therapieoption im Detail dargestellt. Unsere Übersichtarbeit sollte den aktuellen Stand bezüglich Diagnostik, Arbeitsmedizin und möglicher Therapieoptionen von Pleuramesotheliomerkrankungen präsentieren. Dabei war eine wertende Beurteilung verschiedener Therapieoptionen nicht Intention dieses Artikels. Vielmehr, und das betonen wir auch in dem Beitrag, müssen bei Patienten mit Pleuramesotheliomen stets alle Therapieoptionen berücksichtigt und geprüft werden. Deshalb ist die Vorstellung der Patienten in spezialisierten Schwerpunktkliniken, die eine enge interdisziplinäre Verzahnung von Onkologie und Chirurgie aufweisen, unabdingbar. Nur dadurch kann gewährleistet werden, dass die Patienten eine bestmögliche Behandlung, bei der aktuelle chirurgische Techniken wie die radikale Pleurektomie vermehrt Einsatz finden, erhalten, und dadurch weitere Erhöhungen der Überlebenszeiten erreicht werden können.

Wir hoffen mit diesen Ausführungen die Bedenken ausgeräumt zu haben. Für die Patienten sollten alle Anstrengungen auf weitere Schritte hin zu einer effektiven und hoffentlich auch dann kurativen Behandlung hin ausgerichtet sein.

DOI: 10.3238/arztebl.2013.0660b

Dipl.-Biol. Volker Neumann, Dr. rer. nat. Stefan Löseke, Prof. Dr. med. Tannapfel
Deutsches Mesotheliomregister am Institut für Pathologie
der Ruhr-Universität Bochum am Berufsgenossenschaftlichen
Universitätsklinikum Bergmannsheil, Bochum
andrea.tannapfel@ruhr-uni-bochum.de

Prof. Dr. med. Dennis Nowak
Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, München

Prof. Dr. med. Felix J. F. Herth
Pneumologie und Beatmungsmedizin – Thoraxklinik am Universitätsklinikum, Heidelberg

Interessenkonflikt
Dipl.-Biol. Neumann, Dr. Löseke, Prof. Nowak und Prof. Tannapfel erhielten Honorare für Gutachtertätigkeit zur pathologisch-anatomischen Diagnostik und Zusammenhangsbeurteilung von Mesotheliomerkrankungen für Unfallversicherungsträger und Gerichte.

Prof. Herth erklärt, dass kein Interessenkonflikt besteht.

1.
Bölükbas S, Schirren J: Malignes Mesotheliom – Radikale Pleurektomie und extrapleurale Pneumektomie im Vergleich. Chirurg 2013; 83: 487–91. CrossRef MEDLINE
2.
Neumann V, Löseke St, Nowak D, Herth FJF, Tannapfel A: Malignant pleural mesothelioma—incidence, etiology, diagnosis, treatment and occupational health. Dtsch Arztebl Int 2013; 110(18): 319–26. VOLLTEXT
1.Bölükbas S, Schirren J: Malignes Mesotheliom – Radikale Pleurektomie und extrapleurale Pneumektomie im Vergleich. Chirurg 2013; 83: 487–91. CrossRef MEDLINE
2.Neumann V, Löseke St, Nowak D, Herth FJF, Tannapfel A: Malignant pleural mesothelioma—incidence, etiology, diagnosis, treatment and occupational health. Dtsch Arztebl Int 2013; 110(18): 319–26. VOLLTEXT

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