ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2013Honorarreform: Hausarzt-EBM tritt wie geplant in Kraft

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Honorarreform: Hausarzt-EBM tritt wie geplant in Kraft

Dtsch Arztebl 2013; 110(39): A-1767 / B-1559 / C-1535

Korzilius, Heike

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Der neue Einheitliche Bewertungsmaßstab (EBM) kann wie geplant am 1. Oktober in Kraft treten. Das hat die Ver­tre­ter­ver­samm­lung (VV) der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) am 20. September in Berlin beschlossen. Voraussetzung ist aber, dass der KBV-Vorstand bestimmte Neuerungen wie den Chronikerzuschlag und Gesprächsleistungen mit den Krankenkassen nachverhandelt, hieß es aus der VV. Werden hier keine Verbesserungen erzielt, soll der neue EBM zum 1. Januar 2014 wieder ausgesetzt werden.

Einige Kassenärztliche Vereinigungen sowie der Deutsche Hausärzteverband hatten sich in den vergangenen Wochen zunehmend kritisch über die geplanten Änderungen am EBM geäußert und eine Überarbeitung gefordert. Einen von den Hausärzten in der KBV-VV eingebrachten Kompromissantrag lehnte diese ab. Der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, kritisierte, die fachärztliche Fraktion habe dies mit ihrer Mehrheit verhindert. Dabei sei es in dem Antrag um den Hausarzt-EBM gegangen, „also um eine rein hausärztliche Angelegenheit“. Weigeldt forderte, dass in Zukunft die haus- und fachärztlichen Versorgungsebenen ihre Bereiche eigenständig verantworten und damit auch das alleinige Stimmrecht haben sollten.

Entgegen dieser Forderung wird sich am 8. November nach Angaben von Teilnehmern der KBV-Ver­tre­ter­ver­samm­lung eine Sondersitzung mit der Arbeitsteilung im KBV-Vorstand befassen. Der Ressortzuschnitt getrennt nach Hausarzt/Facharzt erscheine vielen nicht mehr zeitgemäß. HK

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