ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2013Substitution: Wichtig für HIV-infizierte Opiatabhängige
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

In ihrem Artikel zur Substitutionsbehandlung in Deutschland geben die Autoren einen wertvollen Hinweis auf die rückläufigen Zahlen von HIV-Neuinfektionen unter Opiatkonsumenten innerhalb der letzten zehn Jahre. Für Menschen mit HIV-Infektion steht ein noch wichtigerer Effekt im Vordergrund: Erst die Substitutionsbehandlung schafft die Voraussetzung, um die klinischen Erfolge der antiretroviralen Therapie (ART) von HIV-infizierten Opiatabhängigen zu ermöglichen. Die ART ist zur Verhinderung von Aids und anderen klinischen Ereignissen sowie zur Verbesserung der Lebensqualität und Lebenserwartung von Menschen mit HIV-Infektion unentbehrlich und sehr erfolgreich. Die Substitutionstherapie ermöglicht opiatabhängigen Patienten unter ART die erforderliche hohe Adhärenz und verhindert die Resistenzentwicklung von HIV. Regelmäßige medizinische Betreuung und ART fördern zudem die Prävention anderer Erkrankungen in dieser Patientengruppe und reduzieren über die Absenkung der HI-Viruslast im Blut auch die Infektiosität der Patienten. Die Kombination von Substitutionstherapie und ART ist somit Voraussetzung für den klinischen Erfolg der HIV-Therapie. Diese Botschaft gilt für Deutschland und noch mehr für osteuropäische Länder mit einer hohen Prävalenz von drogenabhängigen Menschen mit HIV.

Prof. Dr. Georg Behrens, Präsident der Deutschen AIDS-Gesellschaft e.V., Klinik für Immunologie und Rheumatologie, Medizinische Hochschule Hannover, 30625 Hannover

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema