ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2013Ambient Assisted Living: Sprachgestütztes Pflegesystem

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Ambient Assisted Living: Sprachgestütztes Pflegesystem

Dtsch Arztebl 2013; 110(39): A-1804 / B-1595

Krüger-Brand, Heike E.

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Ein sprachgestütztes Pflegesystem namens „Aaladin“ (Anwendung von akustischen und lautbasierten Erkennertechnologien zur Unterstützung pflegender Dienstleister; www.aaladin.de) soll künftig Senioren und Pfleger unterstützen sowie Rufe von Hilfebedürftigen zuverlässig erkennen und automatisch den Notruf auslösen. Das Ziel des Ende 2012 gestarteten Projekts: mehr Zeit für die persönliche Zuwendung und mehr Sicherheit für ältere Menschen zu Hause.

Das System soll über in der Wohnung verteilte Mikrofone kritische Ereignisse oder Rufe von Menschen erkennen, die – etwa nach einem Sturz – keinen Notruf mehr über das Telefon oder andere Auslöser starten können. Über die akustische Ereigniserkennung werden dann automatisch der Hausserviceruf ausgelöst und die angeschlossene Hausnotruf-Zentrale alarmiert.

Die Projektpartner untersuchen zudem, wie dieses Verfahren die Pflegekräfte bei der Dokumentation für die Abrechnung unterstützen kann. Derzeit geschieht das oft handschriftlich oder mit mobilen Computern. Wenn diese Aufgabe mit Spracherkennung erledigt wird, bleibt mehr Zeit für den Einzelnen – so der Projektansatz.

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Partner des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit circa 2,3 Millionen Euro unterstützten Projekts sind unter anderem die Robert Bosch Healthcare als Konsortialführer, die Johanniter-Unfall-Hilfe und das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie. Die wissenschaftliche Evaluation übernimmt die Arbeitsgruppe Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement der Universität Bielefeld. Das auf drei Jahre angelegte Projekt zählt zum Forschungsbereich von Ambient Assisted Living, in dem Lösungen für ein selbstbestimmtes Leben im Alter entwickelt werden. KBr

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