ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2013Qualitätsreport: Präzise Daten zur stationären Versorgung

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Qualitätsreport: Präzise Daten zur stationären Versorgung

Dtsch Arztebl 2013; 110(39): A-1768 / B-1560 / C-1536

Gerst, Thomas; Rieser, Sabine

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Angaben zur Behandlungs- und Ergebnisqualität etwa eines Viertels der stationären Krankenhausfälle liegen dem Qualitätsreport 2012 zugrunde, dessen Veröffentlichung der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) am 19. September beschlossen hat.

Wie gut ist die Behandlung? Der Report soll die Ergebnisqualität der Krankenhäuser vergleichbar machen. Foto: mauritius images
Wie gut ist die Behandlung? Der Report soll die Ergebnisqualität der Krankenhäuser vergleichbar machen. Foto: mauritius images

Das gesetzlich verpflichtende Verfahren umfasst 30 Leistungsbereiche, die der G-BA festlegt. Der Qualitätsreport 2012 zeige die große Leistungsfähigkeit und ein hohes Qualitätsniveau der deutschen Krankenhäuser, sagte Dr. med. Regina Klakow-Franck, unparteiisches Mitglied im G-BA, bei der Vorstellung des Qualitätsreports: „Im Vergleich mit den Ergebnissen des Vorjahres weisen 57 Indikatoren auf eine Verbesserung der Versorgung hin. Erfreulicherweise hat sich insbesondere die Zahl der nosokomialen Infektionen bei Neugeborenen verringert.“

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Es gibt allerdings auch bei 21 Indikatoren im Vorjahresvergleich eine rechnerisch auffällige Verschlechterung. „Ob und welche qualitativen Mängel damit verbunden sind, wird im strukturierten Dialog mit den einzelnen Krankenhäusern aufgeklärt werden“, betonte Klakow-Franck. Sie wies darauf hin, dass mit dem aktuellen Qualitätsreport die Risikoadjustierung der Indikatoren verbessert worden sei, um eine Vergleichbarkeit der Behandlungs- und Ergebnisqualität zu ermöglichen. Dies müsse weiter vorangetrieben werden, da nicht ausgeschlossen sei, dass die Qualitätsdaten in Zukunft einmal vergütungsrelevant werden.

Der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, wandte sich gegen solche Überlegungen. TG/Rie

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