ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2013Helge Karch: Ehrung für Verdienste um Krankenhaushygiene

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Helge Karch: Ehrung für Verdienste um Krankenhaushygiene

Dtsch Arztebl 2013; 110(39): A-1797 / B-1589 / C-1563

Siegmund-Schultze, Nicola

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Helge Karch, Foto: dpa
Helge Karch, Foto: dpa

Bevor Helge Karch im Jahr 2001 Direktor des Instituts für Hygiene an der Universität Münster wurde, hatte es auch Skeptiker gegeben: Würde ein Mikrobiologe den Posten an einem der in Deutschland raren universitären Hygieneinstitute gut ausfüllen? Manch einer hatte sich einen Arztkollegen gewünscht.

Prof. Dr. rer. nat. Dr. med. vet. h. c. Helge Karch gilt längst als Glücksgriff: Er arbeitet fachgebiets- und institutionenübergreifend, verbindet exzellente Forschung mit der Weiterentwicklung praktisch umsetzbarer Strategien der Krankenhaushygiene und Infektionsprävention. Dafür hat er von der Robert-Koch-Stiftung den „Preis für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention“ erhalten, dotiert mit 50 000 Euro.

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Das im Münsterland realisierte Modell gilt als beispielhaft: Regionale Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, niedergelassene Ärzte sowie Patientenvertreter sind eng mit dem Universitätsklinikum Münster vernetzt. Schon bei stationärer Aufnahme werden Patienten zum Beispiel auf methicillinresistente Stämme von Staphylococcus aureus getestet und bei positivem Befund so lange behandelt, bis die Verlegung auf eine Normalstation gefahrlos möglich ist. Die Sepsisrate liegt in der Region deutlich unter der von Nordrhein-Westfalen.

Karch stammt aus der Pfalz. Er studierte an der TU Darmstadt Biologie und promovierte am Institut für Mikrobiologie. Er ist international renommiert, unter anderem als Experte für enterohämorrhagische E. coli. Diese Erreger hatten 2011 in Deutschland eine der weltweit schwersten Epidemien ausgelöst. Nicola Siegmund-Schultze

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