ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSSUPPLEMENT: PRAXiS 3/2013Knappschaft: Elektronische Behandlungsinformation

SUPPLEMENT: PRAXiS

Knappschaft: Elektronische Behandlungsinformation

Dtsch Arztebl 2013; 110(39): [2]

Krüger-Brand, Heike E.

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  • Bei der stationären Aufnahme können viele Patienten keine Auskunft über ambulante Therapie und Vorerkrankungen geben. Das Krankenhaus hingegen kann auf die Behandlungsunterlagen der niedergelassenen Ärzte nicht zugreifen. Um den Informationsfluss zwischen den verschiedenen Sektoren des Gesundheitswesens zu verbessern, hat die Knappschaft daher im Juni 2013 ein elektronisches Kommunikationsprojekt gestartet.

Anders als bisher liegt der Fokus dabei nicht auf der innerärztlichen Kommunikation, sondern auf dem Datenaustausch zwischen Knappschaft und Kliniken. Als Informationsgeber will die Krankenkasse dabei die Ärzte darin unterstützen, Informationsdefizite zu beseitigen, indem sie kooperierenden Krankenhäusern behandlungsnotwendige Informationen ihrer Versicherten bei der stationären Aufnahme zur Verfügung stellt. Dies setzt das Einverständnis der Versicherten voraus sowie einen Kooperationsvertrag mit dem Krankenhaus, der die technischen Voraussetzungen, den Datenaustausch und die Qualitätssicherung regelt.

Die Informationen, die das Krankenhaus bei Aufnahme des Patienten über einen sicheren Datenaustausch erhält, umfassen zum Beispiel Angaben zu dessen ambulant behandelnden Ärzten, den verordneten Arzneimitteln, den bekannten Erkrankungen und die Daten früherer Kranken­haus­auf­enthalte. Zusätzlich soll der Krankenhausarzt das Ergebnis einer Prüfung der ambulanten Gesamtmedikation auf potenziell vermeidbare Risiken, etwa durch gefährliche Wechselwirkungen, erhalten.

Das Projekt soll der Knappschaft zufolge keinen Einfluss auf die Behandlung im Krankenhaus und auf die Therapiefreiheit der Ärzte nehmen. Auch ist beabsichtigt, niedergelassene Ärzte miteinzubeziehen und ihnen etwa den konsolidierten Medikationsplan ebenfalls zugänglich zu machen. KBr

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