ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSSUPPLEMENT: PRAXiS 3/2013Patienten profitieren vom Stroke-Einsatzmobil

SUPPLEMENT: PRAXiS

Patienten profitieren vom Stroke-Einsatzmobil

Dtsch Arztebl 2013; 110(39): [2]

Krüger-Brand, Heike E.

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  • Das von der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Berliner Feuerwehr gemeinsam mit zwei Industriepartnern entwickelte Stroke-Einsatz-Mobil (STEMO) hat sich bei der präklinischen Notfallversorgung von Schlaganfallpatienten bewährt und ist damit auch interessant für die Regelversorgung. In einer repräsentativen Vergleichsstudie werteten die Forscher um Projektleiter Prof. Dr. med. Heinrich Audebert, Klinik für Neurologie, die Daten von 7 000 Patienten über einen Zeitraum von 21 Monaten aus. Dabei wurde das STEMO im wöchentlichen Wechsel mit einem regulären Rettungsfahrzeug eingesetzt. Im Vergleich der Kontrollwochen ergaben sich eine Verkürzung der Zeit vom Notruf bis zur Einleitung der Behandlung um 25 Minuten und eine deutliche Erhöhung der Lyse-Häufigkeit um 50 Prozent. Die Behandlungsrate stieg damit von 21 auf 33 Prozent. Die Behandlung erwies sich dabei als genauso sicher wie im Krankenhaus.

In dem Versorgungskonzept fungiert die Leitstelle des Rettungsdienstes als Filter. Die Neuentwicklung einer mobilen Schlaganfallbehandlungseinheit ermöglicht es, die Lysetherapie nach dem Ausschluss von Gegenindikationen bereits in der frühen Phase der präklinischen Notfallversorgung zu beginnen. Die technische Herausforderung bestand unter anderem darin, ein mobiles CT-Röntgengerät einerseits extrem stabil und sicher unterzubringen und andererseits für die Notfallanwendung schnell verfügbar zu machen. Außerdem mussten die hohen Strahlenschutzanforderungen erfüllt werden. Die hochverfügbare telemedizinische Infrastruktur umfasst eine Teleradiologielösung nach Röntgenverordnung, eine Behandlungsdokumentation und eine audiovisuelle Kommunikation zwischen den Ärzten des STEMO-Fahrzeuges und der Charité. Alle medizinischen Daten wurden verschlüsselt übertragen. Hierfür wurde das LTE- beziehungsweise HSPA-Mobilfunknetz von zwei Mobilfunknetzbetreibern simultan genutzt. Infos: www.schlaganfallforschung.de KBr

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