Medizin

Kasuistik

Deutsches Ärzteblatt Studieren.de, 4/2013: 29

Geddert, Helene

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Ein 63-jähriger Patient bemerkt beim Zähneputzen gelbe Stippchen an der Mundschleimhaut. Seinem Hausarzt gegenüber verneint er die Frage nach Schmerzen, Brennen oder sonstigen Beschwerden.

Abbildung 1 zeigt die Wangenschleimhaut, bevor hieraus Gewebe mittels Biopsie entnommen wurde.

Makroskopischer Befund enoral
Makroskopischer Befund enoral
Abbildung 1
Makroskopischer Befund enoral

Den korrespondierenden histologischen Befund zeigt Abbildung 2.

Histopathologischer Befund
Histopathologischer Befund
Abbildung 2
Histopathologischer Befund

Auflösung

Es handelt sich um eine Talgdrüsenheterotopie der Mundschleimhaut, genannt Fordyce-Anomalie.

Hintergrund

Der Nachweis von normal aufgebautem Gewebe (hier Talgdrüsen) an falscher Stelle (hier Mundschleimhaut) wird als Heterotopie bezeichnet. Wegen des Fettgehaltes im Talg erscheint die Veränderung makroskopisch gelblich.

Es handelt sich um eine häufige, aber harmlose Anomalie, die keiner Therapie bedarf.

Priv.-Doz. Dr. med. Helene Geddert, St.-Vincentius-Kliniken Karlsruhe

Makroskopischer Befund enoral
Makroskopischer Befund enoral
Abbildung 1
Makroskopischer Befund enoral
Histopathologischer Befund
Histopathologischer Befund
Abbildung 2
Histopathologischer Befund

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema