ArchivDeutsches Ärzteblatt19/1996Die Helicobacter-pylori-Therapie in Großbritannien

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Die Helicobacter-pylori-Therapie in Großbritannien

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LNSLNS Eine Auswertung des zweiten Quartals 1995 hat ergeben, daß in Deutschland nur 9,9 Prozent aller Ulkuspatienten eine Helicobacter-pylori-Eradikationstherapie erfahren. In Großbritannien ist die Situation offensichtlich viel besser: Dort setzen 80 Prozent der Mitglieder der British Society of Gastroenterology eine Anti-Helicobacter-pyloriTherapie beim chronisch rezidivierenden Ulcus duodeni ein, allerdings nur 25 Prozent bei der Erstmanifestation. Auch wenn 75 Prozent der britischen Ärzte nicht glauben, daß H. pylori für eine Reizmagensymptomatik verantwortlich zu machen ist, wird bei 69 Prozent doch bei dieser Indikation eine Anti-Helicobacter-pyloriBehandlung durchgeführt.
69 Prozent der britischen Gastroenterologen setzen eine modifizierte Tripletherapie ein. Nur in 22 Prozent wird der Erfolg der Eradikationstherapie vier Wochen nach Therapieende überprüft. Insgesamt betrachtet scheint die Anti-Helicobacter-pylori-Therapie in Großbritannien eine wesentlich weitere Verbreitung gefunden zu haben als in Deutschland, obwohl der "Kostendruck" in beiden Ländern annähernd gleich sein dürfte. W


Miline R, Logan R P H, Harwood D, Misiewicz J, Forman D: Helicobacter pylori and upper gastrointestinal disease: a survey of gastroenterologists in the United Kingdom. GUT 1995; 37: 314–318
Research Unit, Department of Public Health and Primary Care, Oxford University Radcliffe Infirmary, Oxford, Großbritannien

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