ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2013Kulturkalender: Bilder auf Leben und Tod

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Kulturkalender: Bilder auf Leben und Tod

Dtsch Arztebl 2013; 110(40): A-1870 / B-1650 / C-1618

Schuchart, Sabine

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Jeden Monat stellt das Deutsche Ärzteblatt eine Auswahl von herausragenden Ausstellungen vor, die Sie nicht verpassen sollten.

Berlin

Bis 12. Januar 2014:

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Picasso – Frauen, Stiere, Alte Meister

Das Kupferstichkabinett besitzt eine der weltweit wichtigsten Grafiksammlungen, darunter ein umfangreiches Konvolut von Picasso-Arbeiten auf Papier. In den mehr als sieben Jahrzehnten seines Schaffens hatte der Künstler neben Gemälden und Skulpturen auch ein exzeptionelles, die Kunst des 20. Jahrhunderts revolutionierendes Œuvre an Zeichnungen und Grafiken hervorgebracht. Mit 120 eigenen Exponaten sowie 40 Leihgaben thematisiert die Schau das Menschenbild Picassos.

Kupferstichkabinett, Matthäikirchplatz, Di.–Fr. 10–18, Sa./So. 11–18 Uhr

Dresden/München

Bis 5. Januar 2014:

© Gerhard Richter, Köln 2013
© Gerhard Richter, Köln 2013

Gerhard Richter

Die neuen abstrakten Werkgruppen der Streifen- und Glasbilder, die Richter in einer Genese aus Zufall und ordnender Gestaltung entwickelt, stehen im Mittelpunkt der Ausstellung im Albertinum. Die abgebildete 210 × 230 Zentimeter große Arbeit gehört zu den Streifenbildern, die seit 2011 entstehen. Wie konzeptionell Richter arbeitet, illustriert vom 23. Oktober an eine Schau des Münchener Lenbachhauses zum „Atlas“, einem Kompendium seiner Bildideen seit 1962. Der Atlas besteht aus etwa 800 Tafeln mit Fotos, Zeitungsausschnitten, Skizzen und Collagen.

Albertinum Dresden, Georg-Treu-Platz; Kunstbau München, U-Bahnhof Königsplatz, Zwischengeschoss; jeweils Di.–So. 10–18 Uhr

Essen

Bis 12. Januar 2014:

Thomas Schütte – Frauen

Erstmals in Deutschland ist Thomas Schüttes faszinierende Serie „Frauen“ vollständig zu sehen: 18 überlebensgroße weibliche Akte jeweils in Bronze, Stahl und Aluminium, die auf Stahltischen liegen (Bild: „Aluminiumfrau Nr. 4“, 2004). Schütte beschäftigt sich darin mit verschiedenen emotionalen und physischen Zuständen des weiblichen Körpers. Die Skulpturen sind aus Mini-Keramikstudien des Künstlers hervorgegangen, von denen einige ebenfalls in Essen ausgestellt sind.

Museum Folkwang, Museumsplatz 1, Di.–So.10–18, Fr. 10–22.30 Uhr

Frankfurt/M.

18. Oktober 2013 bis 26. Januar 2014:

Géricault. Bilder auf Leben und Tod

Stillleben von abgeschnittenen menschlichen Köpfen, vom Körper abgetrennten Gliedmaßen, Porträts von Geisteskranken, von Wahnsinn und Schmerz – das physische und psychische Leiden des Menschen steht im Mittelpunkt des Œuvres von Théodore Géricault (1791–1824). Die Schirn widmet dem großartigen Franzosen, der zum Schöpfer einer zugleich romantisierenden und wissenschaftlich exakten Darstellungsweise wurde, die erste Einzelausstellung in Deutschland.

Schirn Kunsthalle, Römerberg, Di. + Fr.–So. 10–19, Mi./Do. 10–22 Uhr

Hamburg

3. Oktober bis 12. Januar 2014:

Dionysos – Rausch und Ekstase

Der griechische Gott des Weines, der Freude und Fruchtbarkeit inspirierte von der Antike bis hin zur Moderne unzählige Künstler. Die Gemeinschaftsausstellung mit den Kunstsammlungen Dresden (dort vom 6. Februar bis 10. Juni 2014 zu sehen) thematisiert anhand von mehr als 100 Exponaten, unter anderem aus dem Prado, den Vatikanischen Museen und der National Gallery London, die zeitübergreifende Begeisterung für die rauschhafte, wilde Sphäre des Dionysischen.

Bucerius Kunst Forum, Rathausmarkt 2, tgl. 11–19, Do. 11–21 Uhr

München

Bis 26. Januar 2014:

Traum-Bilder

Der 1983 verstorbene Textilunternehmer Theo Wormland hinterließ eine bedeutende Privatsammlung des Surrealismus und der Neuen Figuration, in der 70 Künstler, darunter Ernst, Dalí, Picasso, Corinth und Grosz, vertreten sind. Seit diesem Jahr sind die Meisterwerke nicht mehr als Dauerleihgabe, sondern als Schenkung in der Pinakothek der Moderne beheimatet.

Pinakothek der Moderne, Barer Straße 40, Di.–So.10–18, Do. 10–20 Uhr

Sabine Schuchart

Der besondere Tipp

Foto: Tom Starzinski
Foto: Tom Starzinski

Vom Reiz der Outsider Art

Aus Anlass des Welttags der Seelischen Gesundheit am 13. Oktober 2013 eröffnet im Psychiatrischen Zentrum Nordbaden (PZN), einer mehr als 110 Jahre alten Fachklinik, eine Kunstausstellung mit Patientenarbeiten. Dass die Werke psychisch Kranker und geistig Behinderter nicht nur eine wichtige therapeutische Ressource darstellen, sondern als „Outsider Art“ auch eine eigene Kunstkategorie von großem Reiz sind, wurde insbesondere durch die Heidelberger Sammlung Prinzhorn bekannt. Am PZN hat die Arbeitsgruppe Patientenkunst um die Ärztin und Künstlerin Dr. med. Elke Weickelt Tausende von Patientenarbeiten aus den letzten 30 Jahren der Gestaltungs- und Klinischen Kunsttherapie gesichtet und eine Auswahl für die Ausstellung zusammengestellt. Bei der Vernissage (13. Oktober, 11 Uhr) führt Dr. Thomas Röske, Leiter des Museums Sammlung Prinzhorn, in die Thematik ein.

„Einblick – Anblick – Ausblick“: Psychiatrisches Zentrum Nordbaden, Zentralgebäude, Foyer, Heidelberger Straße 1 a, 69168 Wiesloch; tgl. 7–20 Uhr (13. Oktober 2013 bis 31. März 2014).

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