ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2013Verena Keitel-Anselmino: Junge Spitzenforscherin

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Verena Keitel-Anselmino: Junge Spitzenforscherin

Dtsch Arztebl 2013; 110(40): A-1867 / B-1647 / C-1615

Klinkhammer, Gisela

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Verena Keitel-Anselmino, Foto: Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste
Verena Keitel-Anselmino, Foto: Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste

Dass Nachwuchswissenschaftler aus Nordrhein-Westfalen häufig zu besonderen Forschungsleistungen beitragen, möchte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) auch einer breiteren Öffentlichkeit mitteilen. Mitte August stellte sie deshalb fünf junge Forscherinnen und Forscher vor, die als herausragende Beispiele gelten könnten. Eine von ihnen ist die Düsseldorfer Medizinerin Priv.-Doz. Dr. med. Verena Keitel-Anselmino (36). Sie hat als Erstautorin eine neue Cholestase-Form erstmalig beschrieben, die autoimmune BSEP-Defizienz.

Das erste Kind mit dieser seltenen Erkrankung, mit dessen Schicksal Keitel konfrontiert wurde, konnte trotz dreier Transplantationen nicht gerettet werden. „Es war vollkommen unklar, was da passierte“, berichtet Keitel-Anselmino. Dank ihrer Forschung ist die Düsseldorfer Universitätsklinik inzwischen eine Kapazität für diese Krankheit. „Aus der ganzen Welt werden uns Leberproben und Blut zugeschickt, damit wir die Diagnostik machen.“ Derzeit seien weltweit acht Kinder bekannt, die an dieser Krankheit litten. Ihnen konnte mit immunsuppressiver Therapie beziehungsweise Plasmapheresen geholfen werden. Keitel-Anselmino wurde Anfang 2013 in das Junge Kolleg der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste aufgenommen. Sie studierte in Heidelberg, Durham und London Medizin. Seit 2004 ist sie Mitarbeiterin an der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie am Universitätsklinikum Düsseldorf. Gisela Klinkhammer

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