ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2013Frage der Woche an . . . Reinhold Keil, Kaufmännischer Direktor des Universitätsklinikums Freiburg

ÄRZTESTELLEN: Frage der Woche

Frage der Woche an . . . Reinhold Keil, Kaufmännischer Direktor des Universitätsklinikums Freiburg

Was planen Sie, um die Arbeitsplätze im Universitätsklinikum Freiburg für die Mitarbeiter attraktiver zu gestalten?

Dtsch Arztebl 2013; 110(40): [4]

Flintrop, Jens

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Reinhold Keil, Kaufmännischer Direktor des Universitätsklinikums Freiburg
Reinhold Keil, Kaufmännischer Direktor des Universitätsklinikums Freiburg

Im Gesundheitswesen wird es zunehmend schwieriger, qualifiziertes Personal zu finden und zu halten. Vor diesem Hintergrund hat der Vorstand des Universitätsklinikums Freiburg eine Reihe von Maßnahmen zur Personalentwicklung beschlossen, um seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern langfristig attraktive Arbeitsplätze bieten zu können.

Was planen Sie, um die Arbeitsplätze im Universitätsklinikum Freiburg für die Mitarbeiter attraktiver zu gestalten?

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Keil: Priorität hat die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. So planen wir, uns im nächsten Jahr in puncto Familienfreundlichkeit von der gemeinnützigen Hertie-Stiftung zertifizieren zu lassen. Deren Audit „Beruf und Familie“ bietet als strategisches Managementinstrument die Möglichkeit, überprüfbare Ziele festzulegen und umzusetzen. Im Geschäftsbereich Personal und Recht wurde zudem eine neue Anlaufstelle für Familien eingerichtet: Die Koordinierungsstelle Familienservice kümmert sich um alle Angelegenheiten, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie betreffen, und informiert kompetent über bestehende Angebote wie Kleinkindbetreuung, Kinder- und Ferienbetreuung.

Darüber hinaus soll im Rahmen einer stärker systematisierten Personalentwicklung auch der Ausbau von Betreuungsplätzen und kurzfristigen Angeboten für Notfälle vorangetrieben werden. Zu weiteren Themen entwickeln Arbeitsgruppen Konzepte für sorgfältig geplante und evaluierbare Maßnahmen. Unter anderem sollen flexiblere Arbeitszeitmodelle gefunden werden, die den Wiedereinstieg nach der Elternzeit erleichtern und Teilzeitbeschäftigung auch für Ärzte ermöglichen. Das Spektrum an Weiter- und Fortbildungen soll erweitert werden, spezielle Trainings Führungskräfte in ihrer Arbeit unterstützen und Nachwuchskräfte fördern.

Auch die Etablierung einer zielgerichteten und wertschätzenden Kommunikation steht im Fokus einer Arbeitsgruppe. Zusätzlich sollen optimierte Angebote für Praktikanten, Auszubildende und Quereinsteiger die Anwerbung neuer Mitarbeiter erleichtern. Auch die bestehenden Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements werden ausgebaut, um die Belastungen der Beschäftigten zu verringern und ihre persönlichen Ressourcen zu stärken. Die Abteilung für Personalentwicklung soll sukzessive weiter ausgebaut werden.

Angemessene Möglichkeiten zur Weiterbildung, aber auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind wichtige Faktoren, um qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig zu halten. Nur so ist es möglich, auf Dauer Patientenversorgung, Forschung und Lehre auf hohem Niveau zu gewährleisten. JF

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