Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Die Mitgabe des Substituts ist keinesfalls erlaubt! Die zitierten Richtlinien der Bundes­ärzte­kammer (Punkt 9 „Verschreibung zur eigenverantwortlichen Einnahme des Substitutionsmittels“) regeln die Take-Home-Verordnung. Die Richtlinien der Bundes­ärzte­kammer weisen klar darauf hin, dass eine Mitgabe von Substitutionsmedikamenten aus dem Praxisbestand strafbar ist.

Eine Mitgabe verstößt außerdem unter anderem gegen § 43 Arzneimittelgesetz, in dem das Apothekermonopol festgeschrieben ist. Der § 29 Betäubungsmittelgesetz sieht die Mitgabe von Betäubungsmitteln als „unbefugtes in Verkehrbringen eines BtM“ und als Straftat (siehe hierzu auch das Urteil des VWG-Köln vom 24. 4. 2012, AZ: 7 K 7253/10).

Der substituierende Arzt darf bei „take home“-Fähigkeit des Patienten daher nur die Verordnung zur Take-Home-Vergabe an den Patienten persönlich aushändigen, auf keinen Fall aber das Substitut. Leider führt die Begrifflichkeit „take home“-Vergabe/Verordnung“ häufig zu diesem Missverständnis.

DOI: 10.3238/arztebl.2013.0688a

Angela Piekoschowski

Angela.Piekoschowski@kvwl.de

Interessenkonflikt

Die Autorin erklärt, dass kein Interessenkonflikt besteht.

1.
Gutwinski S, Bald LK, Heinz A, Müller CA, Schmidt AK, Wiers C, Bermpohl F, Gallinat J: Take home maintenance medication in opiate dependence. Dtsch Arztebl Int 2013; 110(23–24): 405–12 VOLLTEXT
1.Gutwinski S, Bald LK, Heinz A, Müller CA, Schmidt AK, Wiers C, Bermpohl F, Gallinat J: Take home maintenance medication in opiate dependence. Dtsch Arztebl Int 2013; 110(23–24): 405–12 VOLLTEXT

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Anzeige