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Wir verstehen die Sorge der Kolleginnen und Kollegen, dass der Begriff der Mitgabe die Herausgabe der Substanzen aus dem Praxisbestand implizieren könnte, und wir begrüßen die Gelegenheit, missverstehbare Formulierungen zu erläutern. Die von uns durchgeführte Untersuchung bezieht sich auf die einzig legale Form der Mitgabe der Substitution, nämlich auf die Substitutmitgabe aus der Apotheke nach ärztlicher Verordnung. Daher haben wir in unserem Artikel auch nicht von einer „Mitgabe aus dem Praxisbestand“ gesprochen. Wenn wir davon berichten, dass ein Teil der Patienten im Krankenhaus „rekrutiert“ wurde, bezieht sich der Begriff „Mitgabe“ auf die zuvor erfolgte ambulante Behandlung (1).

Die in den Leserbriefen dankenswerterweise herausgestellte Rechtslage war auch schon Thema der umfangreichen Arbeit im Deutschen Ärzteblatt von Rainer Ullmann (2), die wir mit Verweis auf die „bestehende Gesetzeslage“ in unserem Artikel zitierten. Ullmann verwendet wie wir in unserem Artikel den Begriff der Mitgabe, statt des Anglizismus „take home“-Vergabe. Der Begriff der Mitgabe und „take home“-Vergabe wird in der Literatur äquivalent verwendet (2,3), daher schreiben wir im Text: „Dieses Verfahren wird als Mitgabe oder „take home“-Vergabe bezeichnet“ (1). Wir stimmen Frau Piekoschowski ausdrücklich zu, dass der Anglizismus „take home“ in Kombination mit den Begriffen -Vergabe/-Verordnung missverständlich ist, weil dadurch der Eindruck entsteht, dass es sich um unterschiedliche Verfahren handelt. Auch deshalb verwenden wir in unserem Artikel durchgehend den Begriff der Substitutmitgabe, um deren legalen Status zu bezeichnen.

Sie verweisen auf die Meldung der Substitution beim BfArM. Die von uns berichtete Zahl von 5 032 substituierten Patienten bezieht sich auf das Antwortschreiben der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin, die uns am 23. 9. 2011 mitteilte, dass „zur Stunde 5 032 Patienten“ in das Substitutionsprogramm „eingeschrieben waren“. In diesem Sinne haben wir erwähnt, dass zum Untersuchungszeitpunkt 5 032 Patienten als substituiert eingeschrieben waren. Wir gehen davon aus, dass die Zahlen von BfArM und KV-Berlin identisch sind. Wir bedauern, dass wir im Text irrtümlicherweise von einer Registrierung dieser Patienten bei der „Ärztekammer“ statt bei der „KV-Berlin“ geschrieben haben.

DOI: 10.3238/arztebl.2013.0688c

Dr. med. Stefan Gutwinski

Universitätspsychiatrie der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus

Stefan.Gutwinski@charite.de

Lena Karoline Bald

Prof. Dr. med. Andreas Heinz

Dr. med. Christian A. Müller

Ane Katrin Schmidt

Corinde Wiers

Prof. Dr. med. Felix Bermpohl

Prof. Dr. med. Jürgen Gallinat

Interessenkonflikt

Die Autoren aller Beiträge erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

1.
Gutwinski S, Bald LK, Heinz A, Müller CA, Schmidt AK, Wiers C, Bermpohl F, Gallinat J: Take home maintenance medication in opiate dependence. Dtsch Arztebl Int 2013; 110(23–24): 405–12 VOLLTEXT
2.
Ullmann R. Substitutionsbehandlung Heroinabhängiger: Behandlung wird wieder kriminalisiert. Dtsch Arztebl 2009; 106(18): 874–6 VOLLTEXT
3.
Scherbaum N. Die Substitutionsbehandlung Opiatabhängiger. Nervenarzt 2007; 78(1): 103–9 CrossRef MEDLINE
1.Gutwinski S, Bald LK, Heinz A, Müller CA, Schmidt AK, Wiers C, Bermpohl F, Gallinat J: Take home maintenance medication in opiate dependence. Dtsch Arztebl Int 2013; 110(23–24): 405–12 VOLLTEXT
2.Ullmann R. Substitutionsbehandlung Heroinabhängiger: Behandlung wird wieder kriminalisiert. Dtsch Arztebl 2009; 106(18): 874–6 VOLLTEXT
3.Scherbaum N. Die Substitutionsbehandlung Opiatabhängiger. Nervenarzt 2007; 78(1): 103–9 CrossRef MEDLINE

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