ArchivDeutsches Ärzteblatt PP10/2013Deutscher Psychologie Preis 2013: Praxisnahe Forschung zu PTBS

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Deutscher Psychologie Preis 2013: Praxisnahe Forschung zu PTBS

PP 12, Ausgabe Oktober 2013, Seite 437

Bühring, Petra

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Anke Ehlers, Oxford, forscht zur Entstehung und Behandlung der PTBS. Foto: privat
Anke Ehlers, Oxford, forscht zur Entstehung und Behandlung der PTBS. Foto: privat

Unter posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) leiden Betroffene von sexueller und körperlicher Gewalt, Überlebende von Katastrophen oder Verkehrsunfällen, aber auch die Augenzeugen wie Polizisten und Rettungskräfte. Obwohl die Symptome seit mehr als 100 Jahren bekannt sind, fand die PTBS erst 1980 Eingang in die wissenschaftliche Klassifikation psychischer Erkrankungen. Diagnostische und therapeutische Konzepte wurden ebenso erst relativ spät entwickelt.

Die Oxforder Professorin für experimentelle Psychopathologie, Anke Ehlers, gehört zu den renommiertesten Erforschern der Entstehung und Behandlung von PTBS. Die in Kiel geborene Psychologin, die vor ihrem Ruf nach Oxford unter anderem an der Freien Universität Berlin und an der Georg-August-Universität Göttingen tätig war, hat Antworten gefunden auf die Fragen: Wer erkrankt nach einem traumatischen Erlebnis an einer PTBS und wer nicht? Was passiert im Gedächtnis eines traumatisierten Menschen, dass das erlebte Grauen immer wieder mit zerstörerischer Wucht zurückkehrt? Wie können Psychotherapeuten am wirksamsten helfen?

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Für ihre Arbeit erhielt Anke Ehlers am 7. Oktober den Deutschen Psychologie Preis 2013. Der mit 20 000 Euro dotierte Preis wird jährlich vom Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen, der Bundes­psycho­therapeuten­kammer, der Christoph-Dornier-Stiftung und der Deutschen Gesellschaft für Psychologie verliehen. pb

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