ArchivDeutsches Ärzteblatt PP10/2013Hypnotherapie: Klare Positionierung
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Eberwein hat in seinem sehr lesenswerten Artikel das Katathyme Bilderleben, heute: die Katathym Imaginative Psychotherapie KIP als psychodynamische Hypnotherapie bezeichnet. Das ist eine neue, anregende und sicherlich zu diskutierende Wortschöpfung. Nach heutigem Stand ist sie aber irreführend.

KIP ist von Hanscarl Leuner entwickelt worden als tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie – ganz im Kontext der psychodynamischen Psychotherapie. Sie ist heute eine „besondere Methode der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie“ im Sinne der Psychotherapie-Richtlinien (1), sowohl als Einzeltherapie (Kap. 3.2.5., S. 42) als auch als Gruppentherapie (Kap. 3.6.1, S. 49). Sie ist als tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie auch Bestandteil der Beihilfevorschriften (§ 18 [4], S. 172).

Diese Einstufung der KIP als „besondere Methode der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie“ wird wissenschaftlich gerechtfertigt unter anderem durch zwei aktuelle Lehrbücher (2, 3). Selbstverständlich gibt es zwischen den modernen psychotherapeutischen Techniken, Methoden und Verfahren stets Berührungspunkte und Überschneidungen, denn alles ist auf wenige Ursprünge zurückzuführen, und alle Psychotherapien lernen voneinander. In dieser aktuellen Situation ist eine klare Positionierung aber umso wichtiger, um eine eindeutige Orientierung zu geben.

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Prof. Dr. med. Ulrich Sachsse, 37124 Rosdorf

1.
Rüger U, Dahm A, Kallinke D: Faber/Haarstrick. Kommentar Psychotherapie-Richtlinien. 9., aktualisierte und ergänzte Auflage. München: Urban & Fischer 2012.
2.
Ullmann H, Wilke E (Hrsg.): Handbuch Katathym Imaginative Psychotherapie. Bern: Huber 2012.
3.
Bahrke U, Nohr K: Katathym Imaginative Psychotherapie. Lehrbuch der Arbeit mit Imaginationen in psychodynamischen Psychotherapien. Berlin, Heidelberg: Springer 2013.
1.Rüger U, Dahm A, Kallinke D: Faber/Haarstrick. Kommentar Psychotherapie-Richtlinien. 9., aktualisierte und ergänzte Auflage. München: Urban & Fischer 2012.
2.Ullmann H, Wilke E (Hrsg.): Handbuch Katathym Imaginative Psychotherapie. Bern: Huber 2012.
3.Bahrke U, Nohr K: Katathym Imaginative Psychotherapie. Lehrbuch der Arbeit mit Imaginationen in psychodynamischen Psychotherapien. Berlin, Heidelberg: Springer 2013.

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