ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2013Randnotiz: Obamas Rauchstopp

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Randnotiz: Obamas Rauchstopp

Dtsch Arztebl 2013; 110(41): A-1887 / B-1667 / C-1635

Schmedt, Michael

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Wie viele Raucher sind schon an dem Versuch gescheitert, ihr Laster aufzugeben . . . mit einem kalten Entzug per selbst auferlegter Disziplin sowieso. Aber die Möglichkeiten, dem Glimmstengel ade zu sagen, nehmen immer mehr zu: Nikotinersatzpräparate zum Kauen, Lutschen, Kleben oder Schlucken, Hypnose, Yoga, Selbsthilfeprogramme, E-Zigaretten, Apps und so weiter. Richtig (und erfolgreich) durchgesetzt hat sich bislang allerdings keine Maßnahme. Dabei gibt es doch ein Mittel, das offensichtlich selbst den mutmaßlich mächtigsten Mann der Welt dazu gebracht hat, das Rauchen ad acta zu legen: Seine Frau! Ja, Michelle Obama konnte sich gar nicht an die schlechte Angewohnheit ihres Gatten gewöhnen, abgesehen vom öffentlichen Druck, der einen US-amerikanischen Präsidenten dazu drängt, gesund, lasterlos und sportlich zu sein. Erst recht im Wahlkampf.

Barack Obama verriet jetzt am Rande der UN-Vollversammlung einigen Gesprächspartnern (was weltweit bekannt wurde, weil ein Mikrofon des US-Fernsehsenders CNN versehentlich noch an war), warum er seit etwa sechs Jahren kaum noch geraucht habe: „Weil ich Angst vor meiner Frau habe.“ Bevor man nun zu sehr darüber spekuliert, wie es bei den Obamas zuhause zugeht, bleibt die Frage, was man als Raucher daraus lernen kann?

US-Präsident zu werden, ist mehr als unrealistisch, Michelle Obama zu engagieren noch unrealistischer, . . . bleibt wohl „nur“ die Erkenntnis, dass allen Hilfsmitteln zum Trotz auch die zwischenmenschlichen „Hilfsmittel“ Wirkung zeigen können. Es muss ja nicht immer Angst sein und wenn, dann am besten die um die eigene Gesundheit.

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