ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2013Off-label-Gebrauch: Abseits der Versorgungsrealität
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Herrn Gaßners eher formaljuristischer Ansatz verkennt die Realität der ambulanten augenärztlichen Versorgung völlig. Während der augenärztliche Versorgungsbedarf der Bevölkerung morbiditätsbedingt immer größer wird, ist der augenärztliche Leistungskatalog auf dem Niveau der Siebzigerjahre stehen geblieben – dasselbe gilt auch für die entsprechende „Flatrate-Pauschale“ für die Behandlung GKV-Versicherter. Eine Aufnahme der Behandlung mit Lucentis in den EBM ist bei den bisherigen Vergütungsbedingungen obsolet, zumal die Krankenkassen die extremen Kosten für das Medikament bei den Ärzten wieder einsparen wollen; für 20 Euro im Quartal kann man keine sechs bis acht Kontrollen nach intravitrealer Injektion inklusive bildgebender Diagnostik etc. leisten.

Hier rächt sich, dass man seit Jahren versäumt hat, moderne Diagnostik (OCT etc.) in den Leistungskatalog aufzunehmen, die jetzt als Standard etabliert ist und benötigt wird. Eine evidenzbasiert gesichert gleichwertige Behandlung mit Avastin im Rahmen von Verträgen zur integrierten Versorgung ist nicht als rechtswidrig zu disqualifizieren!

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Im Gegenteil ist dies derzeit die beste Möglichkeit, Patienten zeitnah und lege artis zu vertretbaren Kosten zu versorgen; der Artikel von Prof. Kirchhof (DÄ 15/2013) hat das klar und eindeutig dargestellt . . .

Dirk Paulukat, 65520 Bad Camberg

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