ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2013MDK: Noch ein Ausschuss
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Seit nunmehr elf Jahren streiten Krankenhäuser und Krankenkassen in zunehmendem Maße darüber, ob die DRG-Abrechnungen korrekt sind. Die sogenannten Selbstverwaltungspartner konnten sich in vielen Bereichen in der Ausgestaltung des DRG-Systems – beispielhaft seien die Deutschen Kodierrichtlinien sowie die Fallpauschalen-Vereinbarungen genannt – in den vergangenen Jahren nicht einigen und es mussten daher vermehrt die Sozialgerichte bemüht werden.

Die jeweiligen Positionen sind so konträr wie noch nie, und da schlägt die Politik allen Ernstes vor, GKV-Spitzenverband und Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) sollen bis Ende 2014 Regelungen finden, mit denen „Konflikte zwischen den Vertragspartnern bei der Abrechnungsprüfung im Krankenhausbereich“ vermieden werden können. Ganz abgesehen davon, dass die diese Thematik betreffende Gesetzgebung in den vergangenen Jahren mehr als schlampig erfolgte und mehr Probleme aufgeworfen statt gelöst hat, erscheint es schon aberwitzig, die Kontrahenten GKV-Spitzenverband und DKG erneut in den „Ring der Selbstverwaltung“ zu schicken, nachdem diese in der Vergangenheit genau bei diesen Punkten gescheitert sind. Und nachdem es ja im Gesundheitswesen noch nicht genügend Bürokratie gibt, soll auch noch ein „Schlichtungsausschuss“ etabliert werden, der es dann richten soll. Die einzige Institution, die über diesen Vorschlag jubelt ist die DKG, kann sie doch dann in den Schlichtungsausschüssen auf Landes- und Bundesebene wieder neue Pöstchen besetzen . . .

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Dr. med. Helmut Müller, 94505 Bernried

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