ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2013Influenzaprophylaxe: Für jeden den richtigen Zeitpunkt wählen

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Influenzaprophylaxe: Für jeden den richtigen Zeitpunkt wählen

Dtsch Arztebl 2013; 110(42): A-1938 / B-1714 / C-1678

Zylka-Menhorn, Vera

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In Deutschland sind verschiedene Impfstoffe zur Influenzaprophylaxe zugelassen. „Mit der Wahl des richtigen Impfstoffes zum richtigen Zeitpunkt lässt sich ein besserer Schutz erreichen“, sagt der Präsident der Gesellschaft für Virologie, Prof. Dr. med. Thomas Mertens.

Im Alter entwickeln sich nach einer Influenza-Immunisierung zwar Antikörper, ihre Zahl nimmt aber rascher ab als bei jüngeren Menschen. Deshalb sollte die Impfung nicht zu früh erfolgen. „Sinnvoll ist die Zeit zwischen Ende Oktober und Anfang November“, sagt Mertens, der auch Mitglied der Ständigen Impfkommission (STIKO) ist.

Die Grippeimpfung wird von der STIKO für bestimmte Personengruppen empfohlen. Foto: Your Photo Today
Die Grippeimpfung wird von der STIKO für bestimmte Personengruppen empfohlen. Foto: Your Photo Today
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Nach einer Stammzell- oder einer Organtransplantation spricht sich die STIKO für eine Influenzaimpfung erst nach sechs Monaten aus, bei Aids oder Leberzirrhose wird zu einer jährlichen Impfung im Herbst geraten. Dies gilt auch für Patienten, die bei einer Chemotherapie oder einer chronischen Erkrankung wie Rheuma Medikamente einnehmen, die das Immunsystem unterdrücken. Es sollte auch daran gedacht werden, Haushaltskontaktpersonen von Immunsupprimierten zu impfen, so Mertens. Für über 65-Jährige haben Forscher einen Impfstoff entwickelt, der durch das sogenannte Adjuvanz MF 59 verstärkt wurde.

Für Kinder zwischen zwei und sechs Jahren empfiehlt die STIKO in diesem Jahr erstmals einen Influenza-Lebendimpfstoff. Er wird in die Nase gesprüht und vermittelt eine gute Immunantwort. zyl

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