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Dass die Diagnosestellung einer duralen arteriovenösen Fistel und vor allem ihr zuverlässiger Ausschluss mit wenig invasiven Untersuchungsverfahren möglich ist – auch wir hätten das gern geschrieben. Etliche Arbeiten belegen dieses Ringen um ein nicht belastendes Screeningverfahren (13). Die MRT ist unzureichend und selbst die MRA liefert oft nur subtile und indirekte Zeichen. Herrn Kollegen Arning gebührt Anerkennung dafür, dass alle sonographisch diagnostizierten Fisteln auch in der DSA zu verifizieren waren. Zur Sensitivität der Sonographie kann er aber keine Angaben machen. Gerade das aber wäre bei einem Screeningverfahren interessant.

Die Ultraschalluntersuchung ist in geübten Händen eine hilfreiche ergänzende Methode vor DSA, weil sie im positiven Falle die Nachweiswahrscheinlichkeit einer Fistel erhöht. Dies kann die Entscheidung des Patienten, tatsächlich eine DSA durchführen zu lassen, erleichtern. Allerdings kann der Ultraschall den Ausschluss einer behandlungsbedürftigen Fistel nicht leisten. Als Beispiel sei ein Patient aus dem eigenen Patientengut erwähnt, bei dem wir kürzlich in der DSA eine Durafistel aus einem Ast der A. pharyngea ascendens als Ursache für ein pulssynchrones Ohrgeräusch nachweisen konnten. Die Dopplersonographie war – nicht überraschend – negativ. Herr Arning muss sich mit seinem Konzept „DSA nur bei pathologischem Ultraschallbefund“ kritisch fragen lassen, wie viele Fisteln bei ihm unentdeckt geblieben sind.

Aufgrund der Literaturdaten und der eigenen Erfahrungen können wir von unserer Empfehlung nicht abrücken: Die DSA bleibt leider der Goldstandard.

DOI: 10.3238/arztebl.2013.0734b

Für die Autoren:
Prof. Dr. med. Erich Hofmann
Klinik für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie, Klinikum Fulda
ehofmann.raz@klinikum-fulda.de

Interessenkonflikt
Die Autoren beider Beiträge erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

1.
Cohen SD, Goins JL, Butler SG, Morris PP, Browne JD: Dural arteriovenous fistula: Diagnosis, treatment and outcomes. Laryngoscope 2009; 119: 293–7 CrossRef MEDLINE
2.
Lee CW, Huang A, Wang YH, Yang CY, Chen YF, Liu HM: Intracranial arteriovenous fistulas: Diagnosis and evaluation with 64-detector row angiography. Radiology 2010; 256: 219–28 CrossRef MEDLINE
3.
Narvid J, Do HM, Blevins NH, Fischbein NJ: CT angiography as a screnning tool for dural arteriovenous fistula in patients with pulsatile tinnitus. Feasibility and test characteristics. Am J Neuroradiol 2011; 32: 446–53 CrossRef MEDLINE
4.
Hofmann E, Behr R, Neumann-Haefelin T, Schwager K: Pulsatile tinnitus—imaging and differential diagnosis. Dtsch Arztebl Int 2013; 110(26): 451−8 VOLLTEXT
1.Cohen SD, Goins JL, Butler SG, Morris PP, Browne JD: Dural arteriovenous fistula: Diagnosis, treatment and outcomes. Laryngoscope 2009; 119: 293–7 CrossRef MEDLINE
2.Lee CW, Huang A, Wang YH, Yang CY, Chen YF, Liu HM: Intracranial arteriovenous fistulas: Diagnosis and evaluation with 64-detector row angiography. Radiology 2010; 256: 219–28 CrossRef MEDLINE
3.Narvid J, Do HM, Blevins NH, Fischbein NJ: CT angiography as a screnning tool for dural arteriovenous fistula in patients with pulsatile tinnitus. Feasibility and test characteristics. Am J Neuroradiol 2011; 32: 446–53 CrossRef MEDLINE
4.Hofmann E, Behr R, Neumann-Haefelin T, Schwager K: Pulsatile tinnitus—imaging and differential diagnosis. Dtsch Arztebl Int 2013; 110(26): 451−8 VOLLTEXT

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