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Kurz informiert

Dtsch Arztebl 2013; 110(43): A-2033

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Risiko einer Hypermagnesiä

mie bei Numeta G 16 % E® Baxter informiert, dass die Gabe der parenteralen Nährstofflösung Numeta G 16 % E® mit dem Risiko einer Hypermagnesiämie bei der Verabreichung an reife Neugeborene und Kinder bis zu einem Alter von zwei Jahren verbunden sein kann – insbesondere bei eingeschränkter Nierenfunktion und bei Neugeborenen, deren Mütter vor der Geburt zusätzlich Magnesium erhielten.

Im Juni hatte Baxter Numeta G 13 % E® freiwillig vom Markt genommen, da dem Hersteller Fälle von Hypermagnesiämie bei Frühgeborenen berichtet worden war. Numeta G 16 % E® ist ausdrücklich nicht für Frühgeborene zugelassen.

Numeta enthält neben Glukose, Lipiden und Aminosäuren auch Magnesium, das normalerweise über die Nieren ausgeschieden wird. Die bei Frühgeborenen noch nicht voll entwickelte Nierenfunktion ist deshalb die wahrscheinlichste Erklärung für die Hypermagnesiämie.

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Wichtige Einschränkungen zur Anwendung

des Wehenhemmers Partusisten®Boehringer Ingelheim informiert über folgende Einschränkungen im Zusammenhang mit kurzwirksamen Beta-Agonisten (SABA) einschließlich Fenoterol (Partusisten®) zur Hemmung vorzeitiger Wehentätigkeit:

  • Oral und rektal anzuwendende SABAs dürfen nicht mehr in geburtshilflichen Indikationen angewendet werden.
  • Die Anwendung parenteraler SABAs ist in allen zugelassenen geburtshilflichen Indikationen auf maximal 48 Stunden unter Kontrolle eines Facharztes zu begrenzen.
  • SABAs werden mit schwerwiegenden, manchmal letalen, kardiovaskulären Nebenwirkungen bei der Mutter und dem Fetus/Neugeborenen assoziiert.
  • Parenteral anzuwendende SABAs dürfen nicht bei Frauen mit einer Herzerkrankung angewendet werden.

Vismodegib: Therapie des fortgeschrittenen Basalzellkarzinoms – Der Hedgehog-Signalweg-Inhibitor Vismodegib (Erivedge®, Roche) wurde für die Behandlung des lokal fortgeschrittenen Basalzellkarzinoms sowie des symptomatischen metastasierten Basalzellkarzinoms zugelassen. Die Zulassung gilt für Erwachsene, bei denen eine Operation oder Strahlentherapie nicht geeignet ist.

Neuer Impfstoff TdaP-IMMUN – Baxter führt mit TdaP-IMMUN einen neuen Impfstoff gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis ein, der zur Auffrischimpfung für Kinder ab vier Jahren, Jugendliche sowie Erwachsene indiziert ist. Diese Vakzine enthält eine deutlich höhere Menge an Pertussis-Toxoid im Vergleich zu den derzeit auf dem deutschen Markt befindlichen TdaP-Impfstoffen. Das Präparat erwies sich als nebenwirkungsarm und gut verträglich und enthält keine Konservierungsstoffe wie Thiomersal.

Differenzialdiagnose des Lungenkarzinoms – Roche gibt die Markteinführung seines neuen Tests Elecsys ProGRP bekannt. Er weist Tumormarker in Serum oder Plasma nach und dient zur Unterscheidung zwischen den beiden Haupttypen von Lungenkrebs: kleinzelligem Lungenkrebs (SCLC) und nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC). Die korrekte Differenzialdiagnose ist wichtig, da sich die beiden Krebsarten in ihrer Prognose unterscheiden und unterschiedlich behandelt werden müssen: Nicht-kleinzelliger Lungenkrebs im Frühstadium kann chirurgisch geheilt werden, während kleinzelliger Lungenkrebs mit Chemo- und Strahlentherapie behandelt wird.

Neue Immundefekt-Therapie – Mit HyQvia® (Baxter) ist jetzt eine innovative, subkutane Behandlungsform für Patienten mit primären und sekundären Immundefekten verfügbar. Das Produkt besteht aus normalem Immunglobulin vom Menschen (10 %) und rekombinanter humaner Hyaluronidase. Das Therapiekonzept beansprucht weniger Zeit und kann vom Patienten selbst zu Hause angewendet werden, so Baxter.

Bisher standen Patienten vor den Alternativen der Gabe von intravenösem Immunglobulin (IVIg) alle drei bis vier Wochen und der Therapie mit subkutanen Immunglobulinen (SCIg) einmal oder mehrmals pro Woche. Zu Beginn der Therapie mit HyQvia empfiehlt es sich, die Infusionsintervalle schrittweise von einmal wöchentlich auf alle drei bis vier Wochen zu verlängern.

Neue Broschüre „Impfschutz für Risikopatienten – Dürfen sich Schwangere impfen lassen? Für wen ist eine Pneumokokken-Impfung sinnvoll? Was müssen Patienten mit einer chronischen Erkrankung wie Diabetes oder Asthma in Sachen Impfen beachten? Diese und andere Fragen rund um das Thema Impfen beantwortet eine neue Broschüre des Bundesverbands für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz e.V. Die Broschüre beschreibt, welche Personengruppen ein erhöhtes Risiko für eine Infektion oder einen folgenschweren Krankheitsverlauf tragen und erklärt, wo es möglicherweise Einschränkungen gibt.

Die Broschüre, die mit Unterstützung der Pfizer Deutschland GmbH realisiert wurde, kann kostenfrei im Internet oder auf dem Postweg bestellt werden: BGV e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn; www.bgv-impfen.de.

COPD-Therapeutikum Ultibro® Breezhaler®Für Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) bietet Novartis ab Mitte November eine neue Therapieoption an: Der Ultibro® Breezhaler® (QVA149) ist die erste Fixkombination zweier langwirksamer Bronchodilatatoren, die eine duale Bronchodilatation über 24 Stunden ermöglicht. Der Beta2-Agonist Indacaterol und der Muskarinrezeptor-Antagonist Glycopyrronium wirken komplementär, so dass ein Effekt erzielt werden kann, der über die Wirksamkeit der Monosubstanzen hinausgeht. EB

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