ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2013Frage der Woche an . . . Dr. med. Peter H. Kilian, Geschäftsführer der (S)tegdoc GmbH

ÄRZTESTELLEN: Frage der Woche

Frage der Woche an . . . Dr. med. Peter H. Kilian, Geschäftsführer der (S)tegdoc GmbH

Was sind das für Ärztinnen und Ärzte, die sich als „Ärzte auf Zeit“ bei (S)tegdoc bewerben?

Dtsch Arztebl 2013; 110(43): [4]

Flintrop, Jens

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Seit etwa zehn Jahren entscheiden sich auch in Deutschland immer mehr Ärztinnen und Ärzte für eine Tätigkeit als Honorararzt in wechselnden Kliniken und Praxen. Viele dieser Ärzte organisieren sich die verschiedenen Einsätze selbst. Andere suchen die Kooperation mit einer Vermittlungsagentur. Die Facharztagentur (S)tegdoc vermittelt sowohl freiberuflich tätige Honorarärzte als auch bei der Agentur fest angestellte Ärzte an Einrichtungen im Gesundheitswesen.

Was sind das für Ärztinnen und Ärzte, die sich als „Ärzte auf Zeit“ bei (S)tegdoc bewerben?

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Kilian: Ärztinnen und Ärzte sind Individualisten mit einer ausgeprägten Leidenschaft für ihren Beruf. Die berufliche Wirklichkeit ist aber oft schwierig. Auf der Suche nach beruflichen Alternativen nutzen Kolleginnen und Kollegen (S)tegdoc als Plattform:

Da gibt es die Kolleg/inn/en kurz nach der Facharzt-Prüfung. Die einen möchten nicht „die Katze im Sack kaufen“; es wird von Vorstellungsgesprächen berichtet, in denen alles Mögliche versprochen wurde, was in der Realität dann ganz anders aussah. Die anderen wollen sich noch nicht fest binden, weder an eine Klinik, noch an eine Niederlassung; vielmehr wollen sie ihre fachliche Kompetenz erweitern, oder vielleicht für einige Monate bei Ärzte ohne Grenzen arbeiten.

Etwa ein Drittel unserer (fest angestellten) Ärztinnen und Ärzte wollen auch gar nicht das ganze Jahr arbeiten. Acht Monate Vollzeit und vier Monate frei bieten Krankenhäuser heute nicht an; unser Blockmodell „8+4“ ermöglicht das – bei durchgehender Bezahlung. Es lassen sich nicht nur berufliche Pläne vorbereiten oder umsetzen, sondern auch Träume erfüllen, wie zum Beispiel vier Monate durch Australiens Outback zu reisen. Das kann vor der Familienphase, vor der Niederlassung oder auch mit zunehmendem Lebensalter interessant sein.

Weitere Beispiele (jeweils männlich/weiblich) sind: der Ende 40-jährige „Immer-noch-Facharzt“, für den im eigenen Haus keine Oberarzt-Position frei ist. Oder der „Unruheständler“, der doch nicht ganz ohne seine Berufung leben will. Schließlich auch der Arzt, der vom kassenärztlichen System und der Niederlassung enttäuscht ist.

Fachlich sind es Fachärzte aus allen großen medizinischen Gebieten; dabei hat sich das Spektrum in den letzten Jahren von den operativen Fächern weg zu der sprechenden Medizin hin verschoben. Die sehr guten und guten Feedbacks der Chefärzte spiegeln die hohe Qualifikation wider.

Alle genannten Gruppen können über uns mehrere Häuser, Sektoren oder auch Regionen kennenlernen. Dabei sind sie weniger in Verwaltung und ungeliebte Nebenjobs eingebunden. Je nachdem, welcher Grad an Freiheit oder Sicherheit gewünscht wird, entscheiden sich die Ärztinnen und Ärzte dann für eine Festanstellung in unserem Team, für eine Tätigkeit als Honorararzt oder für eine Karriereberatung, gegebenenfalls mit Vermittlung in eine Festanstellung. Viele gehen nach ein paar Einsätzen den nächsten beruflichen Schritt. JF

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Avatar #672360
doktorstrich
am Samstag, 26. Oktober 2013, 14:22

Ein Fall für den Presserat

Begründung In Verbindung mit der halbseitigen Anzeige des Interviewten (Ärztestellen Seite 9), welcher sonst maximal 1/8 Seite kauft, ist hier eine - redaktionell gewollte - Vermengung von journalistischer Objektivität und Selbstdarstellung erfüllt: "Acht Monate Vollzeit und 4 Monate frei bieten Krankenhäuser heute nicht an, aber unser Blockmodell 8+4 ermöglicht das". Wenn ein Unternehmen auf 1/2 Seite - übrigens ist das "DÄ" ein in 400.000 Auflage erscheinendes bezahltes Pflichtabonnement, welches die deutsche Ärzteschaft durch ihre Kammerbeiträge bezahlt - sein Leistungsverzeichnis abdruckt und ein paar Seiten weiter noch ein paar Schachfiguren, so fragt man sich, hätte das nicht in eine einzige Anzeige hineingepaßt ?
Unbestreitbar handelt es sich um eine Goodwill-Pseudoanzeige im Rahmen der Inserentenpflege.
Die "Frage der Woche... stellen Sie mal Ihr Geschäftsmodell vor" ist denn die Überschrift für den gelungenen Scherz.
Normalerweise ist die Rubrik so gestaltet, daß zwar ein Einzelner über einen Gegenstand seines Kompetenzhorizontes spricht, dabei aber keine so derart plumpe und ausschließliche Selbstdarstellung abliefert wie es in diesem Pamphlet der Fall ist.
Ziffer(n) des Kodex Ziffer7
Sicherheitsabfrage kawao