ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2013Pneumokokken-Impfrate bei Erwachsenen

MEDIZIN: Originalarbeit

Pneumokokken-Impfrate bei Erwachsenen

Analyse von mehr als 850 000 Versicherten einer gesetzlichen Krankenkasse

Pneumocccal vaccination rates in adults in Germany—an analysis of statutory health insurance data on more than 850 000 individuals

Dtsch Arztebl Int 2013; 110(44): 743-50; DOI: 10.3238/arztebl.2013.0743

Theidel, Ulrike; Kuhlmann, Alexander; Braem, Anja

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Hintergrund: Die Ständige Impfkommission empfiehlt eine Standardimpfung gegen Pneumokokken für Senioren ≥ 60 Jahre sowie altersunabhängig eine Indikationsimpfung bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung. Es ist nicht bekannt, wie viele Personen der Zielgruppe in Deutschland geimpft sind.

Methode: Anhand von Routinedaten der Deutschen BKK wurde die Impfrate nach Alter und Risiko für die Pneumokokken-Impfungen für den Zeitraum 1. 7. 2008–30. 6. 2009 errechnet. Zum Vergleich wurden die Zahl der Influenza-Impfungen im gleichen Zeitraum analysiert. Da die Pneumokokken-Impfung keine jährliche Impfung ist, unterschätzen die errechneten Raten den Anteil geimpfter Personen. Ein Simulationsmodell soll den Anteil geimpfter Personen aus Vorperioden entsprechend korrigieren. Die Impfraten wurden auf Basis verschiedener Szenarien geschätzt.

Ergebnisse: Es wurden Daten von 867 683 Personen ≥ 18 Jahre erfasst. Die optimistischste Schätzung ergab einen Anteil der Pneumokokken-Impfungen in der Gesamtpopulation von 3,75 % (Alter 18–59 Jahre) beziehungsweise 50,89 % (Alter ≥ 60 Jahre) (Influenza: 8,80 %/41,15 %). In der Risikopopulation betrugen die Raten bei Vorliegen von mindestens einem Risikofaktor 12,66 %/54,67 % (Influenza: 15,66 %/39,96 %) Bei einem mittleren Risiko lagen sie bei 16,02 %/56,75 % (Influenza: 18,54 %/40,61 %) und bei einem hohen Risiko bei 8,93 %/52,21 % (Influenza: 7,37 %/37,78 %). Der kurze Studienzeitraum und die nicht eindeutig bestimmbare Risikopopulation schränken die Aussagen ein.

Schlussfolgerung: Die Raten der Pneumokokken-Impfung sind bei Erwachsenen zu niedrig und im besten Fall so hoch wie die der Influenza-Impfung. Es sollte eine Ergebnisvalidierung durch ein deutschlandweites Monitoring der Pneumokokken-Impfprogramme erfolgen. Beispielsweise könnte die Pneumokokkenimpfung im Rahmen der GEDA-Studie des Robert-Koch-Instituts mit abgefragt werden.

LNSLNS

Die ambulant erworbene Pneumonie (CAP) ist die häufigste Form von Pneumokokken-Erkrankungen bei Erwachsenen. Rund 40 % der Infektionen werden durch Streptococcus pneumoniae hervorgerufen (1). Die Inzidenz der CAP liegt in Deutschland bei circa 3 Fällen je 1 000 Einwohner für alle Altersklassen und circa 8/1 000 für die Klasse ≥ 60 Jahre (2). Bakteriämische CAP und Sepsis sind Komplikationen einer CAP und gehören zur Gruppe der invasiven Pneumokokken-Erkrankungen (IPD) (3). Daten des PneumoWeb belegen für die IPD bei Senioren (≥ 60 Jahre) eine Fallzahl von über 900 Fällen pro Jahr im Vergleich zu weniger als 100 Fällen pro Jahr in den jüngeren Altersgruppen (4). In Abhängigkeit von Alter und Anzahl der Komorbiditäten (Risiko) liegt die Sterblichkeit im Krankenhaus aufgrund einer CAP in Deutschland zwischen 2 % (niedriges Risiko) und 35 % (hohes Risiko) (2); für die IPD werden Werte zwischen 5 % und 35 % (5) berichtet.

Zur Prävention von Pneumokokken-Erkrankungen empfiehlt in Deutschland die Ständige Impfkommission (STIKO) (6) eine Standardimpfung für alle Personen ab 60 Jahre. Altersunabhängig wird eine Indikationsimpfung bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung empfohlen. Hierzu zählen Personen mit chronischen Erkrankungen (zum Beispiel Diabetes mellitus, Niereninsuffizienz) und Personen mit angeborenen oder erworbenen Immundefekten (zum Beispiel Sichelzellanämie, HIV-Infektion). Da die Mortalität und Morbidität von Pneumokokken-Erkrankungen aufgrund von Antibiotikaresistenzen einiger Pneumokokken-Stämme weiterhin hoch ist (7, 8), erscheint es sinnvoll, insbesondere Personen der zuvor benannten Gruppen gegen Pneumokokken-Erkrankungen zu impfen.

Für die Personengruppen der Indikationsimpfung gibt es keine gesicherten Daten zur Inzidenz und Prävalenz. Die vom Kompetenznetz Ambulant Erworbene Pneumonie (CAPNetz) ermittelten dominierenden Grunderkrankungen (9) sind:

  • Atemwegserkrankungen (9,4 %),
  • Diabetes mellitus (18,0 %) und
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen (16,7 %).

Für die Indikations- und Standardimpfung ist seit 1998 ein 23-valenter Polysaccharidimpfstoff (10) von der STIKO empfohlen (11). Hinsichtlich des Einsatzes des 13-valenten Konjugatimpfstoffs (12) verweist die aktuelle STIKO-Empfehlung auf die Mitteilung vom 20. 2. 2012 (6). Demnach können Personen, bei denen die wiederholte Impfung gegen Pneumokokken aufgrund einer Immundefizienz oder einer chronischen Nierenkrankheit indiziert ist, sowohl mit dem 13-valenten Konjugatimpfstoff als auch mit dem 23-valenten Polysaccharidimpfstoff geimpft werden. Bei bisher ungeimpften Personen sollte die Impfung zuerst mit dem Konjugatimpfstoff erfolgen. Eine nach fünf Jahren anstehende Wiederholungsimpfung bei bereits mit dem 23-valenten Polysaccharidimpfstoff geimpften Personen, kann mit dem 13-valenten Konjugatimpfstoff erfolgen.

Eine empfohlene Impfrate für die Pneumokokken-Impfung gibt es nicht. Angaben zu Impfraten der Pneumokokken-Impfung bei Erwachsenen liegen bislang nur aus dem CAPNetz vor. Von den dort im Zeitraum 07/2002–12/2008 erfassten und bestätigten Fällen mit einer Pneumokokken-CAP (CAP-P) waren 11,4 % gegen Pneumokokken geimpft (9).

Personen, bei denen eine Pneumokokken- und eine saisonale Influenza-Impfung empfohlen wird, sollen beide Impfungen erhalten (13). Für die Influenza-Impfung bei älteren Menschen und Personen mit hohem Risiko hat die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) bereits im Jahr 2005 eine Impfrate von 75 % (14) als Ziel gesetzt. Beide Impfungen dürfen in Deutschland bei Personen ab 60 Jahren und bei Personen mit Risiko verabreicht werden. Daher wäre zu erwarten, dass der Anteil geimpfter Personen für beide Impfungen ähnlich hoch ist.

Ziel dieser Arbeit war es deshalb, die Höhe der Impfraten für die Pneumokokken-Impfung bei Erwachsenen mit Hilfe von Routinedaten zu ermitteln. Zu Vergleichszwecken wurde die Impfrate der Influenza-Impfung bestimmt sowie der Anteil der Pneumokokken-Impfung, der mit der Influenza-Impfung zum selben Zeitpunkt (Quartals- oder Tagesbezug) verabreicht wurde. Eine Hochrechnung der Daten war nicht vorgesehen.

Methode

Um die Größe der Risikopopulation und die Impfraten bestimmen zu können, wurde eine Routinedatenanalyse als retrospektive Kohortenstudie ohne direkte Patientenansprache durchgeführt.

Dafür stand ein Datensatz der Deutschen BKK für den Abrechnungszeitraum (= Studienzeitraum) 1. 7. 2008–30. 6. 2009 zur Verfügung. Zu diesem Zeitraum lagen bereits die Abrechnungsdaten der seit 1. 7. 2008 bundesweit und definitiv gültigen Dokumentationsnummern (= Impfziffern, Abrechnungsziffern) (Tabelle 1) für Impfleistungen vor (15). Diese dienten als Grundlage für die Identifizierung der Impfleistungen (eKasten [16–19] ).

Dokumentationsnummern gemäß Schutzimpfungsrichtlinie (SI-RL) 2008
Dokumentationsnummern gemäß Schutzimpfungsrichtlinie (SI-RL) 2008
Tabelle 1
Dokumentationsnummern gemäß Schutzimpfungsrichtlinie (SI-RL) 2008
Dokumentationsnummern gemäß Schutzimpfungsrichtlinie (SI-RL) 2008
Dokumentationsnummern gemäß Schutzimpfungsrichtlinie (SI-RL) 2008
eKasten
Dokumentationsnummern gemäß Schutzimpfungsrichtlinie (SI-RL) 2008

Ergebnisse

Studienpopulation

Im Studienzeitraum waren 86,04 % der Versicherten im übermittelten Datensatz ≥ 18 Jahre alt. Die dominierenden Grunderkrankungen in der Altersklasse 18–59 beziehungsweise ≥ 60 Jahre waren Herz-Kreislauf-Erkrankungen (2,93 %/30,03 %), Diabetes mellitus oder andere Stoffwechselerkrankungen (4,33 %/25,32 %) und Krankheiten der blutbildenden Organe (5,32 %/10,53 %) (Tabelle 2).

Anteil Versicherter mit mindestens einem Risiko je Alters- und Krankheitsklasse
Anteil Versicherter mit mindestens einem Risiko je Alters- und Krankheitsklasse
Tabelle 2
Anteil Versicherter mit mindestens einem Risiko je Alters- und Krankheitsklasse

24,27 % der Versicherten im Datensatz wiesen mindestens ein vordefiniertes Risiko auf, davon 68,21 % in der Altersklasse der ≥ 60-Jährigen.

Impfraten der Pneumokokken-Impfung

16 116 Impfleistungen wurden für die Dokumentationsnummern 89 119–89 120R bei allen Versicherten ≥ 18 Jahre identifiziert, 95,06 % aller übermittelten Impfleistungen zur Pneumokokken-Impfung. Davon entfielen 12 018 auf die Nummer 89 119. Das mittlere Alter für die verabreichten Impfungen im Erwachsenenalter betrug 70 Jahre (± 11 Jahre). Die Grafik zeigt, dass Senioren 97,99 % (11 777/12 018) der verabreichten Standardimpfungen (Nummer 89 119) und 60,24 % (2 471/4 102) der verabreichten Indikationsimpfungen (Nummern 89 120–89 120R) erhielten.

Anzahl identifizierter (verabreichter) Pneumokokken-Impfungen im Datensatz
Anzahl identifizierter (verabreichter) Pneumokokken-Impfungen im Datensatz
Grafik
Anzahl identifizierter (verabreichter) Pneumokokken-Impfungen im Datensatz

Die errechnete Impfrate für die Pneumokokken-Impfung (Nummern 89 119–89 120R) lag in der Altersklasse 18–59 bei 0,34 % (1 872/547 607) und für die Altersklasse ≥ 60 bei 4,45 % (14 244/320 076). In der Kohorte mit mindestens einem vordefinierten Risiko betrugen die Raten 1,08 % (773/71 776) beziehungsweise 4,35 % (7 267/166 921) (Tabelle 3).

Übersicht zu abgerechneten (= verabreichten) Dosen für die Pneumokokken-Impfung
Übersicht zu abgerechneten (= verabreichten) Dosen für die Pneumokokken-Impfung
Tabelle 3
Übersicht zu abgerechneten (= verabreichten) Dosen für die Pneumokokken-Impfung

Durch Eingabe in das Simulationsmodell (17) wurden die ermittelten Raten für einen 12-Monatszeitraum geschätzt (Tabelle 4).

Geschätzter Anteil geimpfter Personen für die Pneumokokken-Impfung (Simulation)
Geschätzter Anteil geimpfter Personen für die Pneumokokken-Impfung (Simulation)
Tabelle 4
Geschätzter Anteil geimpfter Personen für die Pneumokokken-Impfung (Simulation)

Die besten Ergebnisse lieferte das Szenario mit einer Rate von 30 % für die Auffrischungsimpfung und zwar unabhängig davon, wie lange eine Person als geimpft gilt. Nach diesem Szenario lag der geschätzte Anteil geimpfter Personen für die Gesamtkohorte bei 3,75 % (Altersklasse 18–59) beziehungsweise 50,89 % (Altersklasse ≥ 60). Für die Kohorte mit mindestens einem vordefinierten Risiko lag der Anteil bei 12,66 % beziehungsweise 54,67 %.

Impfraten der Influenza-Impfung

179 905 (96,09 %) der verabreichten, abgerechneten Influenza-Impfungen (Dokumentationsnummern 89 111–89 112) entfielen auf die Altersjahrgänge ≥ 18 Jahre (mittleres Alter der Erwachsenen: 66 Jahre [± 15 Jahre]).

Für die Standardimpfung (Nummer 89 111) lag der Anteil der Erwachsenenimpfungen, der in der Altersklasse 65 bis < 75 Jahre verabreicht wurde, bei 44,36 %. Für die Influenza-Impfung wurde für die Altersklasse 18–59 eine Rate von 8,80 % (48 196/547 607), für die Altersklasse ≥ 60 eine Rate von 41,15 % (131 709/320 076) ermittelt. In der Kohorte mit mindestens einem vordefinierten Risiko betrug die Rate 15,66 % beziehungsweise 39,96 %. Weitere Informationen liefert Tabelle 5.

Übersicht zu abgerechneten (= verabreichten) Dosen für die Influenza-Impfung
Übersicht zu abgerechneten (= verabreichten) Dosen für die Influenza-Impfung
Tabelle 5
Übersicht zu abgerechneten (= verabreichten) Dosen für die Influenza-Impfung

Insgesamt wurden bei den Erwachsenen 3 453 (28,73 %) aller Pneumokokken-Impfungen (Nummer 89 119) zusammen mit der Influenza-Impfung (Nummer 89 111) am selben Tag verabreicht, 6 091 (50,68 %) im selben Quartal. Bezüglich der Risikopopulation (Nummern 89 120 und 89 112) ergibt sich ein ähnliches Bild: 508 (20,56 %) aller verabreichten Pneumokokken-Impfung erfolgten tagesgleich mit der Influenza-Impfung, 1 117 (45,20 %) im selben Quartal.

Diskussion

Ziel dieser Arbeit war es zu untersuchen, in welchem Ausmaß die Pneumokokken-Impfung bei Erwachsenen im Zeitraum 1. 7. 2008–30. 6. 2009 verabreicht wurde. Dafür standen die Abrechnungsdaten einer bundesweit tätigen gesetzlichen Krankenkasse (Deutsche BKK) zur Verfügung.

Da die Pneumokokken-Impfung keine jährliche Impfung ist, musste der genaue Anteil der geimpften Personen mit Hilfe eines bestehenden Simulationsmodells für diesen Zeitraum geschätzt werden. Die Ergebnisse (Tabelle 4) des Simulationsmodells zeigen, dass sich Risikostatus und Zahl der Auffrischungsimpfungen auf die Ergebnishöhe auswirken. Aber auch der Aspekt, ob eine Person im Betrachtungszeitraum noch als geimpft gilt, stellt einen wesentlichen Einflussfaktor dar. Die Ergebnisse belegen, dass die Impfung abhängig vom vordefinierten Risiko verabreicht wurde.

Entgegen den Erwartungen lagen die Raten in der Risikopopulation für die Altersklasse 18–59 deutlich unter denen für die Altersklasse ≥ 60. Auch wurde in der Kohorte „Personen mit mittlerem Risiko“ offenbar stärker geimpft als bei Personen mit hohem Risiko. Der für die Risikopopulation ermittelte höhere Anteil geimpfter Personen in der Altersklasse ≥ 60 wäre darauf zurückzuführen, dass

  • Personen ohne Risiko erst in der Periode mit Impfung ein Risiko ausbilden und
  • Risikopatienten in der Altersklasse ≥ 60 noch über eine Impfung vor Erreichen des 60. Lebensjahres verfügen.

Allerdings ist zu beachten, dass nicht geimpfte Personen, die im Verlauf ihres Lebens ein Risiko entwickeln, den Anteil nicht geimpfter Personen in der Risikogruppe erhöhen. Werden die Ergebnisse mit denen der Influenza-Impfung verglichen, sind die geschätzten Raten für die Pneumokokken-Impfung in der Gesamtschau (Ergebnisse aller Szenarien) als ähnlich hoch anzusehen.

Die Impfungen in der Kohorte „kein Risiko“ in der Altersklasse 18–59 lassen sich möglicherweise durch eine zu enge Risikodefinition oder Unregelmäßigkeiten in der Anwendung der Dokumentationsnummern erklären. Dies könnte zu Fehleinschätzungen auch in den anderen Kohorten geführt haben.

Nicht zufriedenstellende Impfrate

Aus den Ergebnissen lässt sich ableiten, dass auch bei Vorhandensein aller Faktoren keine zufriedenstellende Durchimpfung für die Erwachsenen erreicht wird. Auch die ermittelten Raten der Influenza-Impfung sind, im Vergleich zum WHO-Ziel für die Influenza-Impfung von 75 % Durchimpfungsrate bei älteren Menschen, nicht zufriedenstellend. Mit der eingangs erwähnten Arbeit von Pletz et al. (2012) (9) sind die Raten für die Pneumokokken-Impfung nicht vergleichbar, da in der vorliegenden Untersuchung ein größerer Personenkreis (keine Einschränkung auf CAP) in einem anderen Betrachtungszeitraum analysiert wurde. Der Vergleich zur Rate für die Influenza-Impfung aus der GEDA-Studie 2009 (57 % für die Saison 2007/2008) (20) ist nur eingeschränkt möglich. Bei der GEDA-Studie handelt es sich um einen telefonischen Gesundheitssurvey, bei dem 21 262 zufällig ausgewählte, ausschließlich deutschsprachige Personen ab 18 Jahren befragt wurden. Die Stichprobe für diese Querschnittsbefragung basiert auf einer repräsentativen Zufallsstichprobe aus einem Festnetz-Stichprobensystem des ADM (Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute e. V.) (21).

Die Impfraten in anderen Ländern zeigen folgendes Bild: Gemäß den Angaben der Centers for Disease Control and Prevention betrug die Impfrate für die Pneumokokken-Impfung in den USA im Jahr 2011 62,3 % (Influenza: 64,9 %) bei Personen ab 65 Jahren, bei den unter 65-jährigen Hochrisikopatienten 20,1 % (Influenza: Alter 18–49 Jahre: 28,6 %/Alter 50–64 Jahre: 42,7 %) (22, 23). Das Department of Health ermittelte für die Saison 2007/08 in Großbritannien (UK) eine Impfrate zur Pneumokokken-Impfung von 69 % (24) für Personen 65 Jahre und älter (73,5 % Influenza [25]). Die Raten in Schweden lagen für das Jahr 2005 bei 28 % für die Pneumokokken-Impfung und 39 % für die Influenza-Impfung (26).

Die niedrigen Impfraten der Pneumokokken-Impfung könnten möglicherweise an einem mangelnden Bewusstsein über die Gefährlichkeit von Infektionskrankheiten liegen. Aber auch die Skepsis im Hinblick auf Wirksamkeit und/oder Sicherheit des Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoffs könnte einen Einfluss haben (9, 27, 28). Nach einer häufig zitierten Metaanalyse gibt es keinen Schutz bei nichtbakteriämischer Pneumonie und nur einen relativen Schutz (Odds Ratio [OR]: 0,26) bei IPD (28). Dieses OR (0,28) wurde auch für bakteriämische Pneumokokken-Pneumonien aus Deutschland berichtet (9). Lediglich eine einzige klinische Studie (27) belegt eine bessere Effektivität. Schätzungen zur Effektivität gegenüber spezifischen Pneumokokken-Erkrankungen lassen sich dem dieser Arbeit zugrundeliegenden Modell von Kuhlmann et al. (2012) (17) entnehmen. Polysaccharidimpfstoffe gelten als kaum oder wenig geeignet, ein immunologisches Gedächtnis durch die Verabreichung einer Auffrischungsimpfung auszubilden (Hyporesponsitivitätssyndrom) (29), daher wird die Auffrischungsimpfung von der STIKO seit 2009 nur noch für ausgewählte Indikationen empfohlen (30).

Seit Ende 2012 ist ein 13-valenter Pneumokokken-Konjugatimpfstoff für die Impfung von Erwachsenen ab 50 Jahren zugelassen (12). Die eingeschränkte Empfehlung der STIKO zum Einsatz des Pneumokokken-Konjugatimpfstoffs bei der Erwachsenenimpfung wird von medizinischen Experten äußerst kritisch gesehen (31), sind doch die Erfolge der Konjugatimpfung bei Kindern offenkundig (4, 32). Die am 14. 3. 2013 in Kraft getretene Schutzimpfungs-Richtlinie SI-RL (33) ermöglicht die Erstattung des Konjugatimpfstoffs auch für die Standardimpfung bei Erwachsenen.

Aber auch unzureichend genutzte Arzt-Patienten-Kontakte zur Überprüfung und Auffrischung des Impfschutzes könnten weitere Gründe für niedrige Impfraten sein (6, 34). Deshalb scheint es sinnvoll, jeden Patientenkontakt/Ereignisbezug zu nutzen, um den Patienten auf den Impfschutz aktiv anzusprechen und eine Steigerung der Impfraten zu erreichen. Weitere mögliche Maßnahmen wären die Einführung eines Bonussystems für Ärzte und Patienten oder die Zertifizierung über Impffortbildungen, wie auch Erinnerungsanrufe für Versicherte (35, 36).

Ökonomische Konsequenzen geringer Impfraten

Die ökonomischen Folgen einer Nicht-Impfung ergeben sich aus den Einsparungen der Impfkosten (Impfstoff und Verabreichung) und den Ausgaben für die durch eine Nicht-Impfung ausgelösten Pneumokokken-Erkrankungen (Arztbesuche, Kranken­haus­auf­enthalte, Arzneimittel-, Pflegekosten). Das Ausmaß dieser Effekte hängt dabei im Wesentlichen von der Wirksamkeit des Impfstoffs unter Alltagsbedingungen, der Höhe der Impfrate sowie den Impfstoffkosten und Kosten der vermiedenen Fälle von Pneumokokken-Erkrankungen ab.

Limitationen

Routinedaten sind schneller und kostengünstiger abzurufen als Primärdaten. Dennoch unterliegen sie einigen Limitationen, auf die im Folgenden eingegangen werden soll.

Die Diagnosen für die Bestimmung der Risikopopulation waren aus der Risikodefinition der STIKO nicht eindeutig ableitbar. Dies könnte zu einer Fehleinschätzung der Ergebnisse in den einzelnen Risikogruppen geführt haben. Bezogen auf die gesamte Versicherungskohorte ist allerdings nur von einer sehr geringen Abweichung der Impfraten auszugehen, da sich die Gesamtzahl der verimpften Dosen nicht verändert und die unterschiedlichen Impfschemata in den Risikogruppen (Rate der Auffrischungsimpfungen) lediglich bei der unrealistischen Annahme eines nicht nachlassenden Schutzes der Impfung zu deutlichen Ergebnisunterschieden führen. Zudem entspricht der errechnete Anteil der Risikopopulation ungefähr den Angaben des European Centre for Disease Prevention and Control. Hiernach beträgt der Anteil der Bevölkerung in Deutschland mit mindestens einem Risiko insgesamt 28,1 %, davon 19,8 % für die Altersgruppe der ≥ 65-Jährigen und 8,3 % für Altersklasse < 65 Jahre (37).

Die Altersverteilung im Datensatz ist im Vergleich zur gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) durchschnittlich und es sind keine Abweichungen bekannt (Persönliche Mitteilung: Braem, A: Versichertenverteilung im Vergleich zu anderen gesetzlichen Krankenkassen; 15. 2. 2012). Gemessen an den Anteilen in den vorliegenden Altersklassen war die Altersverteilung in der Versichertenkohorte mit der für die Gesamtbevölkerung Deutschlands vergleichbar (eGrafik). Folglich scheint es wahrscheinlich, dass die vorliegenden Ergebnisse der allgemeinen Impfpraxis in Deutschland entsprechen. Eine diesbezügliche Testung und Hochrechnung war nicht vorgesehen. Aussagen zur Bedarfsgerechtigkeit lassen sich deshalb nur mit größter Vorsicht ableiten.

Verteilung der Altersklassen im Datensatz im Vergleich zur deutschen Bevölkerung
Verteilung der Altersklassen im Datensatz im Vergleich zur deutschen Bevölkerung
eGrafik
Verteilung der Altersklassen im Datensatz im Vergleich zur deutschen Bevölkerung

Seit dem 1. 7. 2008 gelten die bundeseinheitlichen Dokumentationsnummern (15) als Folge des zum 1. 4. 2007 in Kraft getretenen neuen § 20d SGB V (38). Im untersuchten Datensatz wurde dennoch der Einsatz unterschiedlicher Dokumentationsnummern für die Abrechnung der Impfungen im Bundesgebiet beobachtet. Dies könnte einerseits auf eine Latenzzeit für den Einsatz der neuen Dokumentationsnummern zurückzuführen sein, andererseits wäre auch eine Falschanwendung (im Sinne von Kodierfehlern) möglich (39, e1e3).

Insbesondere aber gilt der kurze Studienzeitraum von insgesamt vier Quartalen als limitierender Faktor. Die hier beobachteten Impfraten liefern nur einen kleinen Ausschnitt des Pneumokokken-Impfstatus bei Erwachsenen.

Aufgrund der genannten Limitationen ist eine Ergebnisvalidierung zu den Impfraten durch weitere Forschungsarbeiten anzustreben. Erhebungen zur Wirksamkeit der Impfung in der Routineversorgung sollten ebenfalls durchgeführt werden. Darüber hinaus können qualitative Untersuchungen zum Impfverhalten Aufschluss geben, warum die Impfraten so gering ausfallen.

Resümee

Die Impfraten der Pneumokokken-Impfung bei Erwachsenen sind, verglichen mit denen der Influenza-Impfung, im besten Fall vergleichbar hoch. Gemessen an der WHO-Zielsetzung zur Influenza-Impfung bei älteren Menschen fallen beide Impfraten geringer aus. Entgegen den Erwartungen zeigt die vorliegende Analyse, dass die Pneumokokken-Impfung in der Altersklasse 18–59 Jahre der Risikopopulation weniger in Anspruch genommen wurde als bei der Altersklasse ≥ 60 Jahre. Mögliche Maßnahmen zur Steigerung von Impfraten wären zum Beispiel ein Bonussystem für Patienten und Ärzte, aktive Ansprache der Patienten, Nutzung des Ereignisbezugs für die Impfberatung oder die Zertifizierung der Ärzte über Impffortbildungen.

Interessenkonflikt
Theidel, M.Sc., hat im Rahmen ihrer Tätigkeit bei der Herescon GmbH Honorare für Beratertätigkeiten erhalten von der Firma Pfizer. Darüber hinaus erhielt sie Studienunterstützung (Drittmittel), Vortrags- und Autorenhonorare sowie Kongressgebührenerstattung von der Firma Pfizer.

Kuhlmann, M.Sc., wurde honoriert für Autorentätigkeit und erhielt Kongressgebühren- sowie Reisekostenerstattung von der Firma Pfizer. Zudem bekam er Studienunterstützung (Drittmittel) von der Firma Pfizer.

Dr. Braem erklärt, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 19. 12. 2012, revidierte Fassung angenommen: 22. 7. 2013

Anschrift für die Verfasser
Ulrike Theidel, M.Sc.
Herescon GmbH
Königsworther Straße 2
30167 Hannover
theidel@herescon.com

Zitierweise
Theidel U, Kuhlmann A, Braem A: Pneumocccal vaccination rates in adults in Germany—an analysis of statutory health insurance data on more than 850 000 individuals. Dtsch Arztebl Int 2013; 110(44): 743–50.
DOI: 10.3238/arztebl.2013.0743

@Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit4413

eTabelle, eKasten, eGrafik:
www.aerzteblatt.de/13m0743

Risikodefinition auf Basis der ICD-10-Kategorien
Risikodefinition auf Basis der ICD-10-Kategorien
eTabelle
Risikodefinition auf Basis der ICD-10-Kategorien

The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

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Anzahl identifizierter (verabreichter) Pneumokokken-Impfungen im Datensatz
Anzahl identifizierter (verabreichter) Pneumokokken-Impfungen im Datensatz
Grafik
Anzahl identifizierter (verabreichter) Pneumokokken-Impfungen im Datensatz
Dokumentationsnummern gemäß Schutzimpfungsrichtlinie (SI-RL) 2008
Dokumentationsnummern gemäß Schutzimpfungsrichtlinie (SI-RL) 2008
Tabelle 1
Dokumentationsnummern gemäß Schutzimpfungsrichtlinie (SI-RL) 2008
Anteil Versicherter mit mindestens einem Risiko je Alters- und Krankheitsklasse
Anteil Versicherter mit mindestens einem Risiko je Alters- und Krankheitsklasse
Tabelle 2
Anteil Versicherter mit mindestens einem Risiko je Alters- und Krankheitsklasse
Übersicht zu abgerechneten (= verabreichten) Dosen für die Pneumokokken-Impfung
Übersicht zu abgerechneten (= verabreichten) Dosen für die Pneumokokken-Impfung
Tabelle 3
Übersicht zu abgerechneten (= verabreichten) Dosen für die Pneumokokken-Impfung
Geschätzter Anteil geimpfter Personen für die Pneumokokken-Impfung (Simulation)
Geschätzter Anteil geimpfter Personen für die Pneumokokken-Impfung (Simulation)
Tabelle 4
Geschätzter Anteil geimpfter Personen für die Pneumokokken-Impfung (Simulation)
Übersicht zu abgerechneten (= verabreichten) Dosen für die Influenza-Impfung
Übersicht zu abgerechneten (= verabreichten) Dosen für die Influenza-Impfung
Tabelle 5
Übersicht zu abgerechneten (= verabreichten) Dosen für die Influenza-Impfung
Verteilung der Altersklassen im Datensatz im Vergleich zur deutschen Bevölkerung
Verteilung der Altersklassen im Datensatz im Vergleich zur deutschen Bevölkerung
eGrafik
Verteilung der Altersklassen im Datensatz im Vergleich zur deutschen Bevölkerung
Dokumentationsnummern gemäß Schutzimpfungsrichtlinie (SI-RL) 2008
Dokumentationsnummern gemäß Schutzimpfungsrichtlinie (SI-RL) 2008
eKasten
Dokumentationsnummern gemäß Schutzimpfungsrichtlinie (SI-RL) 2008
Risikodefinition auf Basis der ICD-10-Kategorien
Risikodefinition auf Basis der ICD-10-Kategorien
eTabelle
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  • Schlusswort
    Dtsch Arztebl Int 2014; 111(14): 250; DOI: 10.3238/arztebl.2014.0250b
    Theidel, Ulrike

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