ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2013Modellprojekt: Kostenlose Pille in Mecklenburg-Vorpommern

AKTUELL

Modellprojekt: Kostenlose Pille in Mecklenburg-Vorpommern

Dtsch Arztebl 2013; 110(44): A-2050

Hillienhof, Arne

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Verhütungsmittel sind für sozial Schwache kaum bezahlbar. Foto: dpa
Verhütungsmittel sind für sozial Schwache kaum bezahlbar. Foto: dpa

Frauen, die Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe beziehen, können ab November in der Stadt Schwerin und der Region Demmin in Mecklenburg-Vorpommern unentgeltlich Verhütungsmittel beziehen. „Finanzielle Probleme dürfen kein Grund dafür sein, auf sichere Verhütung zu verzichten“, sagte die Sozialministerin des Bundeslandes, Manuela Schwesig (SPD). Erfahrungen der Schwangerschaftsberatungsstellen hätten gezeigt, dass viele Frauen keine Verhütungsmittel nutzten, weil sie sich diese nicht leisten könnten.

Das Modellprojekt richtet sich an Frauen zwischen 20 und 35 Jahren. Nach einem Termin bei einem Frauenarzt und einem anschließenden Gespräch in einer Schwangerschaftsberatungsstelle können die Frauen entweder kostenfrei in einer Apotheke die Pille beziehen oder sich bei einem Gynäkologen die Spirale oder einen Verhütungsring einsetzen lassen.

Anzeige

Das Projekt ist zunächst bis Ende 2015 angelegt. Frauen können maximal über einen Zeitraum von zwölf Monaten kostenfrei die genannten Verhütungsmittel beziehen. In Jahr 2012 gab es in Mecklenburg-Vorpommern 2 970 Schwangerschaftsabbrüche. hil

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema