ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2013Gerhardt Nissen: Nestor der Kinder- und Jugendpsychiatrie

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Gerhardt Nissen: Nestor der Kinder- und Jugendpsychiatrie

Dtsch Arztebl 2013; 110(44): A-2087 / B-1845 / C-1801

Trott, Götz-Erik

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Gerhardt NissenFoto: privat
Gerhardt Nissen
Foto: privat

Am 21. September feierte einer der herausragendsten Vertreter der deutschen Kinder- und Jugendpsychiatrie, Prof. Dr. med. Gerhardt Nissen, Emeritus für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie der Universität Würzburg, seinen 90. Geburtstag.

Gerhardt Nissen wurde 1923 als Sohn deutscher Eltern in Tondern, in Nordschleswig (Dänemark) geboren. Er studierte Medizin, Philosophie und Psychologie. Neben seiner Weiterbildung zum Nervenarzt wurde er auch Psychotherapeut und Psychoanalytiker. Zunächst leitete er die Abteilung für Kinder und Jugendliche der Landesnervenklinik Bremen, dann die traditionsreiche Nervenklinik für Kinder und Jugendliche Wiesengrund in Berlin. Er habilitierte sich an der Freien Universität Berlin über „Depressive Syndrome im Kindes- und Jugendalter“. 1973 wurde er zum außerordentlichen Professor ernannt. Schließlich folgte er dem Ruf nach Würzburg, wo er den ersten Lehrstuhl in Bayern für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie etablierte. Von 1988 bis 1991 war er Präsident des Gesamtverbandes Deutscher Nervenärzte.

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Mehr als 30 Bücher gab er heraus und war an mehr als 90 weiteren Büchern als Mitautor tätig. Circa 550 wissenschaftliche Arbeiten hat er verfasst. Für seine herausragenden Verdienste erhielt Nissen zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen. So verlieh ihm unter anderem die Königliche Universität Madrid eine Ehrenprofessur.

Viele Freunde, Schüler, frühere Mitarbeiter und Wegbegleiter gratulierten ihm zu seinem Geburtstag, den er im Kreise seiner Familie feierte. Prof. Dr. med. Götz-Erik Trott

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