ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2013Patientenblut: Verworfen
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Vor knapp einem Jahr wurde ich wegen eines akuten Verschlusses der rechten Vena temporalis in einer renommierten süddeutschen Universitäts-Augenklinik stationär behandelt. Zur Hämodilution bekam ich mehrere Infusionen und zusätzlich erfolgten zwei Aderlässe von je 500 ml Venenblut. Auf meine Anfrage, was mit diesem Blut geschehe, wurde mir geantwortet, dass es „verworfen“ würde. Meine Bitte um Verwendung zu therapeutischen Transfusionen wurde mit dem Argument abschlägig beschieden, dass das aus organisatorischen Gründen nicht möglich sei.

Es will mir bis heute nicht einleuchten, dass organisatorische Schwierigkeiten zwangsläufig dazu führen, ein „wertvolles Gut“ im Ausguss zu entsorgen.

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Da Aderlässe vermutlich in vielen Kliniken vorgenommen werden, sollte man Wege finden, um eine rasche und unbürokratische Nutzung der anfallenden Blutmengen in Zusammenarbeit mit den örtlichen Blutspendediensten zu ermöglichen.

Dr. med. Karl-Ludwig Petersohn, 73431 Aalen

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