ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2013Arzneimittelausgaben: Zwei Milliarden Euro mehr im nächsten Jahr

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Arzneimittelausgaben: Zwei Milliarden Euro mehr im nächsten Jahr

Dtsch Arztebl 2013; 110(44): A-2048 / B-1812 / C-1772

Korzilius, Heike

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Die Arzneimittelausgaben dürfen im nächsten Jahr um knapp zwei Milliarden Euro steigen. Das entspricht einem Plus von 6,6 Prozent. Darauf haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) geeinigt, wie die beiden Organisationen mitteilten. Die Anpassungen sind Teil der Rahmenvorgaben für Arzneimittel für 2014.

Die Vertragspartner haben sich außerdem auf rückwirkende Änderungen am Ausgabenvolumen für 2013 verständigt. Statt um drei Prozent dürfen die Ausgaben in diesem Jahr um 3,6 Prozent steigen. Grund seien Anpassungen beim Apothekenabschlag, einem Rabatt, den die Apotheken den Kassen einräumen müssen, sowie die Einführung einer Notdienstpauschale für Apotheken. Sie beträgt 16 Cent je abgegebener Packung eines verschreibungspflichtigen Medikaments. Nach Berechnungen von KBV und Kassen verteuert das die Versorgung der Versicherten im Vergleich zu 2012 um circa eine Milliarde Euro. 2012 gaben die Kassen nach eignen Angaben 28,1 Milliarden Euro für Arzneimittel aus.

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Für 2014 erwarten KBV und GKV-Spitzenverband weiter steigende Preise. Neben der Notdienstpauschale sei das hauptsächlich auf das auslaufende Preismoratorium für die Pharmaindustrie und die Senkung des Herstellerabschlags für patentgeschützte Arzneimittel zurückzuführen. Allein die beiden letzten Punkte verursachten Mehrkosten von gut einer Milliarde Euro. HK

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