ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2013Gisbert Knichwitz: Arzt aus Berufung

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Gisbert Knichwitz: Arzt aus Berufung

Dtsch Arztebl 2013; 110(44): A-2087 / B-1845 / C-1801

Flintrop, Jens

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Gisbert KnichwitzFoto: MB
Gisbert Knichwitz
Foto: MB

Der Marburger Bund (MB) Landesverband Nordrhein-Westfalen hat nach 22 Jahren einen neuen Vorsitzenden: Die Haupt­ver­samm­lung wählte Prof. Dr. med. Gisbert Knichwitz (52) einstimmig zum Nachfolger von Rudolf Henke. Knichwitz ist Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am Dreifaltigkeits-Krankenhaus in Köln. Vielen Ärzten in Nordrhein dürfte er bekannt sein, weil er für die Kammer durch die Krankenhäuser tourte, um die Konsequenzen der Ergebnisse aus der Evaluation der Weiterbildung zu diskutieren.

Henke war bei den Vorstandswahlen nicht mehr angetreten. Er hatte bereits bei seiner Wahl zum Präsidenten der Ärztekammer Nordrhein 2011 betont, dass er an der Spitze der Kammer die gesamte Ärzteschaft in der Region repräsentiere und nicht mehr für den Vorstand kandidieren wolle. Der MB-Bundesvorsitz kollidiere hingegen nicht mit dem Präsidentenamt.

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Er sei nicht Arzt geworden, um Ingenieur des Menschen zu sein, zitiert Knichwitz in seinem ersten Kommentar als Vorsitzender den Freiburger Medizinethiker Prof. Dr. med. Giovanni Maio. Gemäß dessen Credo, das Arztsein in der Verantwortung gegenüber dem Patienten wieder als Berufung zu verstehen, wolle er den Verband in die Zukunft führen.

In der jetzigen Phase der Regierungsbildung müsse die Ärztegewerkschaft dabei wachsam sein, könne doch das Thema Tarifeinheit in einer Großen Koalition gefährlicher denn je auf die politische Agenda rücken. Jens Flintrop

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