ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2013Randnotiz: Was Hänschen schon lernt

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Randnotiz: Was Hänschen schon lernt

Dtsch Arztebl 2013; 110(45): A-2103 / B-1859 / C-1815

Richter-Kuhlmann, Eva

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Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr, heißt ein Sprichwort. Auf Erste-Hilfe-Maßnahmen trifft es sicher nicht zu. Auch Erwachsene können diese selbstverständlich erfolgreich erlernen. Sie sind sogar die Hauptzielgruppe für Schulungen. Gerade Erwachsene, die beruflich mit Kindern umgehen – wie Lehrer und Erzieher – müssen diese regelmäßig absolvieren.

Doch Notfälle treten keineswegs nur bei Kindern auf. Deshalb hat es besonderen Wert, wenn Kinder im umgekehrten Fall auch Erwachsenen helfen können. In Berlin läuft dazu gerade ein Pilotprojekt: Hier werden Kinder zu Ersthelfern ausgebildet, um im Notfall Erwachsenen helfen zu können. „Kinder sind häufig besonders nahe am Geschehen, wenn Erwachsene einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder Schwächeanfall erleiden. Dann bedarf es des schnellen und umsichtigen Ansprechens des Hilfsbedürftigen, des Rufens professioneller Rettungskräfte und erster Hilfs- und Wiederbelebungsmaßnahmen. All dies lernen die Kinder bei uns“, erklärt Dr. Bianca Schemel dem Deutschen Ärzteblatt.

Schemel war es auch, die das „Herzhelfer“-Projekt des Deutschen Herzzentrums Berlin (DHZB) und der Medtronic GmbH konzipierte. Die Kinder lernen altersgerecht Notfallhandgriffe, hören ihre eigenen Herztöne und lernen einen Simulations-OP kennen. Gemeinsam mit Frank Merkle, Leiter der Akademie für Kardiotechnik am DHZB und weiteren Kollegen trainiert Schemel etwa 400 Berliner Kinder im Alter zwischen zehn und 14 Jahren zu den Themen Herz, Reanimation und Notruf nach dem Motto „Was Hänschen schon lernt“. Eine bundesweite Ausweitung des Projekts ist bereits geplant.

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