ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2013Versicherung: Aus Studien zitiert
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. . . Herr Rochell stellt weder die Bürgerversicherungsmodelle von SPD, DGB, Grünen oder Linken vor, noch lässt er einen Befürworter zu Wort kommen, sondern zitiert im Wesentlichen aus – rechtzeitig zum Wahlkampf erschienenen − Studien wie:

  • Prof. Neubauer (IfG München) für die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft
  • Verband der niedergelassenen Fachärzte: Jobkiller Bürgerversicherung
  • Augurzky/Felder, RWI Essen: Volkswirtschaftliche Kosten und Nebenwirkungen einer Bürgerversicherung
  • Pimpertz, Institut der Deutschen Wirtschaft Köln: Bürgerversicherung – kein Heilmittel gegen grundlegende Fehlsteuerungen
  • Kaiser, PVS-Verband: Die Bedrohung der medizinischen Infrastruktur durch die Bürgerversicherung.

Die zuletzt genannte Lobbyorganisation lebt recht üppig von den Privatabrechnungen der Ärztinnen und Ärzte und hat naturgemäß kein Interesse an Änderungen.

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Der Autor Pimpertz vom Arbeitgeberinstitut – die ja zu 50 Prozent in allen Selbstverwaltungsgremien der GKV sitzen, obwohl sie viel weniger als die Hälfte bezahlen – tritt sogar ganz offen wie die FDP für die Abschaffung der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung ein.

Das Gesundheitswesen und damit auch alle Ärztinnen und Ärzte leben zu weit mehr als 90 Prozent von den Ausgaben der GKV: Es bleibt daher das Geheimnis des DÄ, warum seit Jahren so ungeniert das Lied der PKV gesungen wird? . . .

Dr. med. Matthias Albrecht, 44227 Dortmund

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