ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2013Ulla Schmidt: Neue Vizepräsidentin des Bundestages

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Ulla Schmidt: Neue Vizepräsidentin des Bundestages

Dtsch Arztebl 2013; 110(45): A-2147 / B-1893 / C-1843

Hibbeler, Birgit

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Ulla Schmidt, Foto: Bundesregierung/Steffen Kugler
Ulla Schmidt, Foto: Bundesregierung/Steffen Kugler

Für den scheidenden Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Daniel Bahr (FDP) könnte Ulla Schmidt (SPD) ein ermutigendes Beispiel sein: Mit dem Ende eines Ministeramts muss ein Politiker keinesfalls von der Bildfläche verschwinden. So wurde seine Vorvorgängerin Schmidt Ende Oktober zur Vizepräsidentin des neuen Deutschen Bundestages gewählt. Insgesamt stehen Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) sechs Stellvertreter zur Seite.

Nun ist Bahr – so wie die gesamte FDP – nicht mehr im Bundestag vertreten. Doch es gibt auch Ämter außerhalb des Parlaments, wie Schmidt beweist. Die 64-Jährige ist Vorsitzende der Lebenshilfe, einem Verband, der sich für Menschen mit geistiger Behinderung einsetzt. 2011 wurde sie außerdem in den Aufsichtsrat der Berliner Charité gewählt. Im Streit um die Vergütung häuslicher Pflege in Mecklenburg-Vorpommern fungierte Schmidt als Mediatorin.

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In ihrer Funktion als „normale Abgeordnete“ stand sie weniger im Rampenlicht. Nur in der Diskussion um die Präimplantationsdiagnostik (PID) bezog sie öffentlichkeitswirksam Position. Gemeinsam mit Abgeordneten aller Fraktionen – darunter auch Johannes Singhammer (CSU) und Katrin Göring-Eckardt (Grüne) – setzte sie sich für ein generelles PID-Verbot ein.

Schmidt wurde 1949 in Aachen geboren, wo sie bis heute lebt. Sie hat ein Lehramtsstudium für Grund- und Hauptschule absolviert. Darüber hinaus erwarb sie einen Abschluss für das Lehramt zur Rehabilitation lernbehinderter und erziehungsschwieriger Schüler. Schmidt ist seit 30 Jahren Mitglied der SPD. Birgit Hibbeler

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