ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2013Frage der Woche an . . . Dr. med. Rolland Rosniatowski, Medizinischer Direktor und Geschäftsführender Gesellschafter, Externe Krankenhaus Akademie GmbH

ÄRZTESTELLEN: Frage der Woche

Frage der Woche an . . . Dr. med. Rolland Rosniatowski, Medizinischer Direktor und Geschäftsführender Gesellschafter, Externe Krankenhaus Akademie GmbH

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge finanziert Fachsprachenkurse für internationale Ärztinnen und Ärzte. Wie können Krankenhäuser von dieser Förderung profitieren?

Dtsch Arztebl 2013; 110(45): [4]

Flintrop, Jens

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Gemeinsam mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge organisiert die Externe Krankenhaus Akademie Fachsprachenkurse zur berufsbezogenen Deutschförderung von ausländischen Ärztinnen und Ärzten.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge finanziert Fachsprachenkurse für internationale Ärztinnen und Ärzte. Wie können Krankenhäuser von dieser Förderung profitieren?

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Rosniatowski: Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ist bundesweit mit der berufsbezogenen Deutschförderung betraut und setzt Qualitätsstandards (ESF-BAMF-Programm). In Zusammenarbeit mit der Externen Krankenhaus Akademie GmbH (EKA) wurde den umsetzenden Bildungsträgern des Programms ein Mustercurriculum zur Verfügung gestellt, das eine qualitativ hochwertige Sprachförderung am Bedarf der Praxis sicherstellt. Das Programm berücksichtigt die Bedürfnisse der Ärzte sowie die individuellen Erfordernisse der Krankenhäuser. In zehn Modulen werden alle Bereiche des Klinikalltages behandelt. Die Vermittlung der Inhalte erfolgt durch Ärzte, Fachtrainer und Lehrer für Deutsch als Fremdsprache. Ärztliche Dozenten und medizinische Fachkräfte wiederholen und trainieren die wichtigsten medizinischen Inhalte für die klinische Tätigkeit, während Sprachlehrer die notwendigen Deutschkenntnisse und den Fachwortschatz vermitteln und einüben.

Die Inhalte des modularen Curriculums sind kein Ersatz für eine gute medizinische Ausbildung während des Medizinstudiums und können Defizite in diesem Bereich nicht ausgleichen. Vielmehr geht es um den Erwerb des notwendigen Fachwortschatzes, jedoch auch um das Kennenlernen und Erlernen der kulturspezifischen medizinischen Denk- und Verhaltensweisen und der im deutschen Gesundheitswesen üblichen Kommunikationsformen.

Die Kurse sind für das Krankenhaus und für die Teilnehmer ein kostenfreies Angebot. Eine Kofinanzierung der ESF-BAMF-Kurse erfolgt über eine Teilfreistellung des jeweiligen Krankenhauses unter Fortzahlung der Bezüge. Es sind bundesweit Informationsveranstaltungen (Regionalkonferenzen) geplant. Dabei sollen alle Krankenhäuser und ihre internationalen Ärzte über die Initiative und die Fördermöglichkeiten informiert werden. Die erste Regionalkonferenz fand am 4. November im Ge­sund­heits­mi­nis­terium Schleswig-Holstein statt. Hinweise zum ESF-BAMF-Programm gibt das BAMF (www.bamf.de/berufsbezogene-deutschfoerderung). Informationen zu den Regionalkonferenzen erteilt die EKA (www.ekaplus.de). JF

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