ArchivDeutsches Ärzteblatt19/1996Lokales Antihistaminikum Livocab®: Auch bei Kindern gute Wirksamkeit

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Lokales Antihistaminikum Livocab®: Auch bei Kindern gute Wirksamkeit

Noll, Monika

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LNSLNS Zur Zeit beginnen Blumen, Bäume und Sträucher, ihre Pollen in alle Himmelsrichtungen zu verteilen. Da je nach Wetterlage der Blühbeginn verschiedener Pflanzen stark schwanken kann, ist für den Pollenallergiker die tagesaktuelle Vorhersage von größerer Bedeutung als ein Pollenflugkalender. Die Schwankungen im Pollenflug erschweren außerdem die Untersuchung der Wirksamkeit einer Therapie.
Wie Prof. Friedrich Horak (Wien) bei einem Pressegespräch der Firma Janssen im Wetteramt Essen berichtete, schaltet die Wiener Pollenkammer diese Schwankungen aus. Die Allergiker werden dort einer gleichbleibenden Pollenkonzentration ausgesetzt. In regelmäßigen Abständen dokumentieren die Ärzte die allergene Belastung der Patienten anhand der Atmung; der Zustand der Nasenschleimhäute sowie die Rötung der Augen werden beobachtet. Neben den medikamentös behandelten Patienten werden auch solche Allergiker untersucht, die nur Plazebos erhalten. Außerdem kann die Wirkung verschiedener Medikamente verglichen werden. Dr. Mladen Deblic (Bad Lippspringe) berichtete über die Therapie mit lokalen Antihistaminika bei Kindern. Die Anwendung von Livocab® Nasenspray und Augentropfen bei Kindern zeige eine gute Wirksamkeit. Auch bei schon bestehender Symptomatik klingen die Beschwerden nach kurzer Zeit ab. Die lokale Therapie weise große Vorteile gegenüber der oralen Anwendung auf, da Nebenwirkungen ausblieben und eine sofortige Wirkung am Anwendungsort eintrete. Durch die bequeme Dosierung (zweimal täglich) sei selbst bei Kindern eine gute Compliance zu erreichen. Dr. Ralph Mösges (Aachen) wies auf die Bedeutung der Lebensqualität für die Patienten hin. Allergiker sind im beruflichen, emotionalen privaten und partnerschaftlichen Bereich stark beeinträchtigt. Die HeuschnupfenPatienten selbst beschreiben ihre Lebenssituation als stark beeinträchtigt. Nach Angaben von Prof. Johannes Ring (München) sind rund zehn bis 20 Prozent der Bevölkerung von Allergien betroffen. Er schlug vor, Richtlinien einzuführen, die zu einer Qualitätssteigerung in Diagnose und Therapie führen. Monika Noll

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