ArchivDeutsches Ärzteblatt PP11/2013Menschen mit Schizophrenie: Soziale Ausgrenzung belastet

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Menschen mit Schizophrenie: Soziale Ausgrenzung belastet

PP 12, Ausgabe November 2013, Seite 484

Hillienhof, Arne

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Arbeitslosigkeit, eine schlechte finanzielle Lage und Diskriminierung bei gesundheitlichen und sozialen Leistungen zählen zu den wichtigsten Faktoren, die zur sozialen Ausgrenzung von Menschen mit Schizophrenie beitragen. Das sind die Ergebnisse einer neuen Studie, die auf dem European Health Forum Gastein vorgestellt wurde. An der Befragung nahmen bisher 500 Menschen mit Schizophrenie aus 40 Ländern sowie deren Interessensvertreter und Therapeuten teil.

An gesellschaftlicher Teilhabe hindern Arbeitslosigkeit und finanzielle Probleme, die oft aus der Erkrankung resultieren. Foto: Fotolia/Sergej Seemann
An gesellschaftlicher Teilhabe hindern Arbeitslosigkeit und finanzielle Probleme, die oft aus der Erkrankung resultieren. Foto: Fotolia/Sergej Seemann

„Teil ihrer Gemeinschaft zu sein, ist für viele der Befragten besonders wichtig, doch kann Schizophrenie häufig eine Hürde auf dem Weg zu dieser Inklusion sein“, fasste Kevin Jones, Generalsekretär der European Federation of Associations of Families of People with Mental Illness, die Ergebnisse der neuen Studie zusammen. So gaben 64 Prozent der Menschen mit Schizophrenie an, dass die Erkrankung sie aus der Gemeinschaft ausgrenzt. Arbeitslosigkeit und finanzielle Probleme sind nach Ansicht von 59 Prozent der Befragten dabei die größten Hürden für eine Teilhabe.

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Ein wichtiger Aspekt bei der sozialen Inklusion von Menschen mit Schizophrenie ist der Studie zufolge zudem die Diskriminierung bei medizinischen und sozialen Angeboten. Eine Reduzierung der Diskriminierung hierbei sei eine Maßnahme von Regierungen oder Organisationen, die Menschen mit Schizophrenie am meisten bei der sozialen Inklusion helfen würde, so die Autoren. „Die Botschaft ist sehr klar“, sagte Jones. „Regierungen müssen mehr für die Beseitigung der Diskriminierung tun.“ hil

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