ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2013Myelodysplastische Syndrome

MEDIZIN: Übersichtsarbeit

Myelodysplastische Syndrome

Diagnostik, Prognoseabschätzung und Therapie

Myelodysplastic syndromes: diagnosis, prognosis and treatment

Dtsch Arztebl Int 2013; 110(46): 783-90; DOI: 10.3238/arztebl.2013.0783

Germing, Ulrich; Kobbe, Guido; Haas, Rainer; Gattermann, Norbert

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Hintergrund: Myelodysplastische Syndrome (MDS) sind maligne Stammzellerkrankungen, die meist im höheren Lebensalter anlässlich der Abklärung einer Anämie, seltener bei einer Bi- oder Panzytopenie diagnostiziert werden. Bei über 80-Jährigen liegt die Inzidenz bei > 50/100 000 Einwohner pro Jahr. Die Krankheitsverläufe sind sehr variabel. Etwa 25 % der Patienten entwickeln eine akute Leukämie. Die mediane Überlebenswahrscheinlichkeit liegt bei circa 30 Monaten.

Methoden: Es erfolgte eine selektive Recherche von Literatur und Leitlinien aus den Jahren 2000–2013 in der Datenbank PubMed mit dem Suchbegriff „myelodysplastic syndromes“.

Ergebnisse: Die Diagnostik der MDS erfolgt zytologisch unter Berücksichtigung der Ausprägung der Dysplasien und des Blastenanteils in Blut und Knochenmark und auf Basis der Zytogenetik nach den Vorschlägen der WHO-Klassifikation. Insbesondere zur Prognoseabschätzung ist eine Chromosomenanalyse erforderlich. Der revidierte Internationale Prognosescore (IPSS-R) erlaubt eine bessere Abschätzung des Krankheitsverlaufs durch Einteilung der Patienten in verschiedene Niedrig- und Hochrisikogruppen. Die medianen Überlebensraten liegen zwischen wenigen Monaten und vielen Jahren. Neben der Transfusionstherapie ist für Niedrigrisikopatienten die Eisenentleerungstherapie, für Niedrigrisikopatienten mit Deletion auf dem langen Arm von Chromosom 5 Lenalidomid und für Hochriskopatienten die Therapie mit 5-Azazytidin zugelassen. Hochrisikopatienten im Alter bis 70 Jahre ohne relevante Begleiterkrankungen sollte eine allogene Stammzelltransplantation mit kurativer Intention angeboten werden. Die Heilungsraten betragen 30–50 %. Mukositis, Blutungen, Infektionen und Graft-versus-Host-Erkrankungen zählen hier zu den häufigsten Komplikationen.

Schlussfolgerung: Die Therapie myelodysplastischer Syndrome erfolgt individuell risikoadaptiert nach exakter Diagnose und Prognoseabschätzung. Weitere Studien sind notwendig, um die stadienadaptierte Behandlung weiter zu verbessern.

LNSLNS

Die myelodysplastischen Syndrome (MDS) zählen zu den häufigsten hämatologischen malignen Erkrankungen mit einer Inzidenz von circa 4/100 000 Einwohner pro Jahr und einer Prävalenz von etwa 7/100 000 (1). Die Inzidenz der MDS steigt mit höherem Lebensalter stark an und liegt bei über 80-Jährigen bei > 50/100 000/Jahr (e1). Das mediane Erkrankungsalter liegt bei etwa 70 Jahren, nur etwa 10 % der Patienten sind jünger als 50 Jahre (2). Leitsymptome sind Zeichen der hämatopoietischen Insuffizienz, vor allem Anämiesymptomatik, weniger häufig treten Infektanfälligkeit und Blutungszeichen auf.

Die MDS sind Erkrankungen der hämatopoietischen Stammzellen. Sie sind durch Differenzierungs- und Reifungsstörungen sowie Veränderungen des Knochenmarkstromas gekennzeichnet (3, 4). Hiermit verbunden sind nicht nur verminderte Zellzahlen im Blut, sondern auch ein erhöhtes Risiko von circa 20–25 %, eine akute myeloische Leukämie (AML) zu entwickeln (4, e2). Der Krankheitsverlauf ist von Patient zu Patient sehr variabel und reicht von medianen Überlebenszeiten von wenigen Monaten bis hin zu vielen Jahren (e2). Eine möglichst genaue Abschätzung der Prognose ist besonders im Hinblick auf die Wahl der Therapie daher von großer Bedeutung. In den vergangenen Jahren wurden eine neue Klassifikation und neue Prognosescores entwickelt. Außerdem haben sich neue Substanzen als therapeutisch wirksam erwiesen und sind in die Therapie von MDS-Patienten eingeführt worden.

Die vorliegende Übersicht basiert auf einer selektiven Literaturrecherche und berücksichtigt die Leitlinien des National Comprehensive Cancer Network (5), des European Leukemia Net (6) und der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (7).

Diagnostik

An der Diagnostik der MDS (Kasten) sind meist Hausärzte und hämatologische Fachärzte beteiligt. Oftmals wird nämlich vom Hausarzt bei einer Routineuntersuchung eine Anämie entdeckt oder aber die MDS werden im Rahmen von Blutbilduntersuchungen zur Abklärung einer Anämiesymptomatik festgestellt. Nach Ausschluss häufiger Gründe für eine Anämie wie Eisenmangel, Vitamin B12- und Folsäuremangel oder Hämolyse empfiehlt sich eine weiterführende Diagnostik bei einem Hämatologen. Insbesondere das Vorliegen einer Bi- oder Panzytopenie (circa 30 %) kann ein Warnzeichen sein und auf eine Knochenmarkerkrankung hinweisen. Bei Vorliegen normaler Blutzellwerte und bei unauffälligem Differenzialblutbild ist ein MDS äußerst unwahrscheinlich. Sind in der Vergangenheit wegen einer anderen malignen oder benigen Erkrankung eine Chemotherapie, vor allem mit alkylierenden Substanzen (Cyclophosphamid, Ifosfamid, Carmustin, Dacarbazin und andere) und/oder Strahlentherapie oder eine Radiojodtherapie durchgeführt worden, ist das Risiko für das Auftreten eines MDS höher. Bei etwa 10 % der Patienten mit MDS liegt nämlich ein therapieassoziiertes MDS vor (8, 9). Auch die Berufsanamnese und gegebenenfalls eine Meldung an die Berufsgenossenschaften (10) erscheint vor dem Hintergrund einer möglichen langjährigen Benzol-Exposition wichtig, da sich hierdurch das Risiko für ein MDS erhöht. Nach Ausschluss hämatologischer und nichthämatologischer Differenzialdiagnosen (Tabelle 1) ist eine gründliche zytomorphologische Untersuchung von Blut und Knochenmark nötig, die idealerweise von einem erfahrenen Hämatologen beziehungsweise Pathologen durchgeführt werden sollte. Nicht selten gelingt es jedoch auch erfahrenen Diagnostikern nicht, eine eindeutige Diagnose zu stellen. Daher ist eine erneute Knochenmarkuntersuchung bei Persistieren der Zytopenie manchmal nötig.

Diagnostik der myelodysplastischen Syndrome
Diagnostik der myelodysplastischen Syndrome
Kasten
Diagnostik der myelodysplastischen Syndrome
Differenzialdiagnosen der myelodysplastischen Syndrome und geeignete diagnostische Verfahren zur Abgrenzung von myelodysplastischen Syndromen
Differenzialdiagnosen der myelodysplastischen Syndrome und geeignete diagnostische Verfahren zur Abgrenzung von myelodysplastischen Syndromen
Tabelle 1
Differenzialdiagnosen der myelodysplastischen Syndrome und geeignete diagnostische Verfahren zur Abgrenzung von myelodysplastischen Syndromen

Bei vielen Patienten finden sich im Differenzialblutbild Dysplasiezeichen der Granulozyten. In der Zytologie des Knochenmarks fallen meist mehrere Dysplasiezeichen auf, die mehr als 10 % des kernhaltigen Zellgutes einer oder mehrerer Zellreihen ausmachen (e3). Keines der Dysplasiezeichen ist pathognomonisch für MDS, da auch die myeloproliferativen Syndrome und AML sowie andere hämatologische und nichthämatologische Erkrankungen Dysplasien aufweisen können. eTabelle 1 zeigt die aktuelle WHO-Klassifikation der MDS und der myelodysplastisch-myeloproliferativen Neoplasien (11, 12). Wesentliche Unterscheidungskriterien sind:

WHO-Klassifikation myelodysplastischer Syndrome und myelodysplastisch/myeloproliferativer Neoplasien
WHO-Klassifikation myelodysplastischer Syndrome und myelodysplastisch/myeloproliferativer Neoplasien
eTabelle 1
WHO-Klassifikation myelodysplastischer Syndrome und myelodysplastisch/myeloproliferativer Neoplasien
  • Ausprägungsgrad der Dysplasiezeichen (nur eine Zelllinie betroffen oder mehrere),
  • Grad der Blastenvermehrung (≥ 5 %, 5–9 % beziehungsweise ≥ 10–19 %) und
  • Nachweis einer Deletion auf dem langen Arm des Chromosoms 5 (del(5q)).

Sinn der Klassifikation ist es, MDS-Typen mit unterschiedlicher Prognose zu definieren. Man unterscheidet die refraktäre Zytopenie mit Einliniendysplasien (RCUD) und die ringsideroblastische Anämie (RARS) als Entitäten, bei denen die Dysplasiezeichen auf die Erythropoiese beschränkt sind, von den refraktären Zytopenien mit multilineären Dysplasien (RCMD), bei denen 2 oder meist alle 3 Zellreihen dysplastisch sind. Diese Patienten haben mit einer medianen Überlebenswahrscheinlichkeit (mÜLZ) von circa 3 Jahren eine schlechtere Prognose und ein höheres Leukämierisiko als RCUD und RARS (mÜLZ circa 6 Jahre). Liegt in der Zytogenetik eine isolierte del(5q) ohne Blastenvermehrung vor, wird die Diagnose eines MDS mit del(5q) gestellt. Diese Entität hat eine gute Prognose, sofern es nicht zu einem Leukämieübergang kommt (13). Bei Patienten mit refraktärer Anämie mit Blastenvermehrung (RAEB I oder II) wird im Knochenmark eine maligne Zellpopulation mit einem Blastenanteil von 5–9 % beziehungsweise 10–19 % nachgewiesen. Bei diesen Patienten ist das Risiko der Entwicklung einer AML deutlich höher und die mÜLZ liegt bei circa 1–2 Jahren (e2). Die chronischen myelomonozytären Leukämien (CMML I und II) gehören zusammen mit der ringsideroblastischen Anämie mit Thrombozytose (RARS-T) zu den myelodysplastisch-myeloproliferativen Neoplasien (1214) und weisen Charakteristika von myeloproliferativen Syndromen auf, die sich bei CMML in einer Vermehrung der Monozyten und Splenomegalie (e1) und bei RARS-T durch Thrombozytose und dem häufigen Nachweis von sf3b1 und jak2-Mutationen äußern (e4, e5). Bei > 20 % Blasten im Knochenmark oder Blut liegt eine akute Leukämie vor.

Diagnostisch nötig ist die Histomorphologie einer Knochenstanze zur Abklärung einer Knochenmarkfibrosierung, da diese mit einer schlechteren Prognose assoziiert ist (15).

Unabdingbar ist eine Chromosomenanalyse von 20–25 Metaphasen (e6) der Knochenmarkzellen vor allem im Hinblick auf die Prognoseabschätzung (1618). Etwa 50–60 % der Patienten weisen zytogenetische Aberrationen auf (16). Die deutsch-österreichische MDS-Arbeitsgruppe konnte in Zusammenarbeit mit anderen internationalen Gruppen die überragende prognostische Bedeutung chromosomaler Befunde herausarbeiten und eine Neugruppierung unterschiedlicher Karyotypen vornehmen (Tabelle 2) (17). In den wenigen Fällen von punctio sicca, bei der kein Knochenmark aspiriert werden kann, kann die zytogenetische Untersuchung aus Blutzellen erfolgen. Eine Fluoreszenz-In-situ-Hybridisierung (FISH) kann ebenfalls an Blutzellen durchgeführt werden, besonders erfolgreich an CD34+ selektionierten Zellen. Diese Methode kann auch im Krankheitsverlauf zum Therapiemonitoring eingesetzt werden (e7). Zudem gibt es die Möglichkeit, eine in isotonischer Kochsalzlösung eingelegte Knochenstanze und Blut zur zytogenetischen Analyse einzuschicken.

Definition des „revised International Prognostic Scoring System“ (IPSS-R)
Definition des „revised International Prognostic Scoring System“ (IPSS-R)
Tabelle 2
Definition des „revised International Prognostic Scoring System“ (IPSS-R)

Abschätzung der Prognose

Der Krankheitsverlauf und damit die Prognose werden im Wesentlichen von krankheitsspezifischen Charakteristika wie Knochenmarkblasten, chromosomalen Aberrationen und Ausmaß der hämatopoietischen Insuffizienz bestimmt, aber auch von patientenspezifischen Parametern wie Alter, Geschlecht, Komorbiditäten und Transfusionsbedarf (19, e8e12). Prognosescores kombinieren Prognoseparameter mit dem Ziel, Niedrigrisikopatienten, bei denen ein abwartendes Verhalten gerechtfertigt erscheint, und Hochrisikopatienten, denen soweit möglich eine intensivere Therapie einschließlich einer Blutstammzelltransplantation angeboten werden sollte, zu identifizieren.

Das internationale Prognostic Scoring-System (IPSS) wird im klinischen Alltag und im Rahmen von Studien angewendet (20). Eine multinationale Arbeitsgruppe verfeinerte kürzlich den IPSS basierend auf retrospektiven Daten von über 7 000 Patienten (IPSS-R) (21). Wesentliche Neuerungen sind:

  • Neugruppierung von chromosomalen Aberrationen in fünf statt drei Risikokategorien (17),
  • Neudefinition von Risikogruppen in Abhängigkeit vom medullären Blastenanteil (< 2, 3–4, 5–9, 10–19 %) (e13)
  • Berücksichtigung des Grads der Zytopenien.

Dieser Prognosescore definiert fünf Risikogruppen (Tabelle 2), die sich hinsichtlich des medianen Überlebens und des Risikos einer AML-Entwicklung signifikant voneinander unterscheiden. Patienten der sehr hohen Risikogruppe haben eine mÜLZ von nur 0,8 Jahren, während die der Patienten der sehr niedrigen Risikogruppe bei 8,8 Jahren liegt und sich somit kaum von der Lebenserwartung der altersentsprechenden gesunden Bevölkerung unterscheidet (21). Der Score kann nach Eingabe der benötigten Parameter auch computergestützt berechnet werden (www.mds-foundation.org). Eine prospektive Validierung steht aus.

Weitere, schon früher etablierte Prognoseparameter wie Knochenmarkfibrose (15), Lactatdehydrogenase (LDH) (e14e15), β2-Mikroglogulin (e16) und Transfusionsbedarf (19) konnten bestätigt werden.

Für Patienten mit CMML ist ebenfalls ein neuer Score entwickelt worden, der einen medullären Blastenanteil von > 10 %, Leukozytenzahlen von > 13 000/µL, Transfusionsbedarf und einen ungünstigen Karyotyp als Risikoparameter zur Definition von vier Risikogruppen verwendet (22) (eTabelle 2) und validiert ist. Der MDS Comorbidity Score verwendet nur patientenassoziierte Risikofaktoren, nämlich kardiale, hepatische, renale und pulmonale Begleiterkrankungen sowie den Nachweis eines soliden Tumors (23) (eTabelle 3) und ist ebenfalls validiert. Molekulare Aberrationen finden sich bei circa 71 % der Patienten mit MDS und 93 % der Patienten mit CMML, die sich zu diagnostischen und prognostischen Zwecken im Falle des Fehlens zytogenetischer Aberrationen und ausreichender zytologischer Kriterien einsetzen lassen (2426, e17e25). Für fünf Aberrationen (tp53, insbesondere bei MDS del(5q), etv6, runx1, asxl1, ezh2) konnte ein unabhängiger, ungünstiger prognostischer Einfluss festgestellt werden. Der Nachweis einer sf3b1-Mutation ist assoziiert mit einer ringsideroblastischen Anämie und der srsf2-Mutation mit CMML. Neuere Untersuchungstechniken wie Proteomics oder Gene Array Analysen sind von hohem wissenschaftlichem Interesse, aber noch nicht Teil der Routinediagnostik (e17e25).

Definition des „chronic myelomonocytic leukemia score“ (CPSS)
Definition des „chronic myelomonocytic leukemia score“ (CPSS)
eTabelle 2
Definition des „chronic myelomonocytic leukemia score“ (CPSS)
Definition des MDS Comorbidity Score (MDS-CI Score)
Definition des MDS Comorbidity Score (MDS-CI Score)
eTabelle 3
Definition des MDS Comorbidity Score (MDS-CI Score)

Nach exakter Diagnosestellung und Abschätzung der Prognose muss unter Berücksichtigung von Alter, Allgemeinzustand, Begleiterkrankungen und des Patientenwunsches eine geeignete Therapie angeboten werden, sofern der Patient nicht nur eine milde, nicht behandlungsbedürftige Zytopenie aufweist. Eine erneute Knochenmarkdiagnostik sollte im Verlauf bei Verschlechterung der Zellwerte erfolgen.

Therapie

Empfehlungen zur Therapie basieren in erster Linie auf Leitlinien von internationalen Arbeitsgruppen und nur zu einem kleinen Teil auf Ergebnissen von Phase-III-Studien. Die Evidenzlage ist daher oft nicht hoch. Grundsätzlich steht der Erhalt beziehungsweise die Wiederherstellung der Lebensqualität für Niedrigrisikopatienten im Vordergrund, wohingegen bei Hochrisikopatienten auch die Verlängerung der zu erwartenden Lebenszeit ein wichtiges Therapieziel ist (7). Es sollte nicht erst mit einer Therapie begonnen werden, wenn sich eine Leukämie entwickelt hat, sondern sobald der Patient Beschwerden hat, die seine Lebensqualität beinträchtigen, oder ein Hochrisikoprofil vorliegt. Hauptstütze jeder Therapie sind Transfusionen von Erythrozytenkonzentraten und bei Blutungen und/oder einstelligen Thrombozytenzahlen von Thrombozytenkonzentraten. Der Einsatz von Erythrozytenkonzentraten sollte nicht in erster Linie am Hämoglobinwert festgemacht werden, sondern unter Berücksichtigung des individuellen Bedarfs gesteuert werden (7). Typisch sind Transfusionen bei Hämoglobinwerten unter 8–9 g/dL. Zu den supportiven Therapiemaßnahmen gehören auch Impfungen gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO), der frühzeitige Einsatz von Antibiotika im Fall von Fieber und bei ausgeprägter Thrombozytopenie und Blutungsneigung Tranexamsäure (57).

Niedrigrisikopatienten

Chronisch transfusionsbedürftige Patienten entwickeln eine Eisenüberladung, die zu Organschäden führen kann. Daher sollte bei Niedrigrisikopatienten, die mindestens 25 Erythrozytenkonzentrate erhalten haben und deren Serumferritin bei über 1 000 ng/mL liegt, eine Behandlung mit einem Chelatbildner erwogen werden. Ein Überlebensvorteil durch die Eisenchelation wurde in retrospektiven Analysen festgestellt, aber noch nicht durch eine prospektive randomisierte Studie bewiesen. Eine Eisenchelationstherapie führt bei etwa 15–20 % der Patienten zur Verbesserung der Blutzellzahlen (27). Da eine Eisenüberladung mit einer erhöhten Komplikationsrate bei allogener Stammzelltransplantation verbunden ist, sollten Patienten vor einer Transplantation gegebenenfalls auch mit einem zugelassenen Chelator – Deferoxamin oder bei Kontraindikationen Desferasirox – behandelt werden (28, e26, e27) (Evidenzklasse IIa).

Zwei Drittel der Niedrigrisikopatienten mit einem endogenen Erythropoietinspiegel von < 500 U/L und nur mildem Transfusionsbedarf werden mit einem hochdosierten Erythropoietin transfusionsfrei (29, 30). Die Erythropoietine sind jedoch noch nicht zur Behandlung von Patienten mit MDS zugelassen (Evidenzklasse Ib).

Etwa zwei Drittel der Patienten mit Deletion (5q) ohne Blastenvermehrung über 9 % werden durch Therapie mit Lenalidomid transfusionsfrei (31). Lenalidomid ist zur Therapie transfusionsabhängiger Patienten mit isolierter del(5q) für die Niedrig- und Intermediär-1-Risikogruppe nach IPSS zugelassen (Evidenzklasse IIa). tp53-Mutationen bei Patienten mit MDS und del(5q) sind mit einer schlechteren Prognose assoziiert (e28).

Hochrisikopatienten

Prinzipiell ist die allogene Blutstammzelltransplantation die einzige Therapiemaßnahme, die für geeignete Patienten ein kuratives Potenzial bietet (e29). Geeignet ist die Therapie für Patienten im Alter bis 70 Jahre ohne relevante Begleiterkrankungen. In Ausnahmefällen wurden auch Patienten jenseits des 70. Lebensjahres erfolgreich transplantiert (32). Der Transplantationszeitpunkt wird ganz maßgeblich von der Pathologie der Erkrankung bestimmt. Bei Patienten mit niedrigem und intermediärem Krankheitsrisiko sollte die Transplantation erst im Progress durchgeführt werden (33). Hochrisikopatienten profitierten von einer frühzeitigen Transplantation (34). In Einzelfällen können ausgeprägte Zytopenien Indikation für eine Transplantation sein (34). Transplantate von HLA-angepassten Fremdspendern sind heute denen von HLA-identischen Geschwisterspendern gleichwertig. Aktuelle Daten zeigen sogar, dass für ältere Patienten jüngere Fremdspender bessere Ergebnisse liefern als „alte“ Geschwisterspender (35). Ist die Indikation einmal gestellt und ein Spender identifiziert, sollten Hochrisikopatienten ohne Verzögerung transplantiert werden (36).

Die Intensität der Chemotherapie, die direkt vor der Transplantation appliziert wird (sogenannte Konditionierung) sollte individuell an Alter und Komorbiditäten angepasst werden. Bei älteren Patienten wird die Dosis reduziert, junge Patienten erhalten eine Hochdosistherapie, da sowohl zytotoxische, als auch immunologische Mechanismen für den Transplantationserfolg entscheidend sind (37). Besonders wichtig ist die Nachsorge nach der Transplantation, um Komplikationen und ein beginnendes Rezidiv frühzeitig zu erkennen. Hauptkomplikationen sind einerseits die direkten Folgen der Konditionierung wie Mukositis, Blutungen und Infektionen während der Zytopenie, andererseits aber auch akute und chronische Graft-versus-Host-Erkrankungen, die entweder direkt organschädigend sein können, oder aber durch die zu ihrer Therapie notwendige Immunsuppression schwere bakterielle und virale Infektionen begünstigen. Insgesamt liegt heute die Rate an therapiebedingten Todesfällen bei 15–30 %. Etwa 30–50 % der Patienten können durch eine allogene Transplantation geheilt werden, bei 30–50 % kommt es zu einem Rückfall der MDS-Erkrankung (38).

Da die hämatopoietischen Zellen bei MDS-Patienten auch epigenetische Veränderungen in Form einer pathologischen DNA-Hypermethylierung aufweisen, kommt eine Behandlung mit der demethylierenden Substanz 5-Azazytidin in Frage. Nachdem eine internationale Phase-III-Studie die Überlegenheit dieses Medikaments gegenüber anderen Therapieformen (alleinige Supportivbehandlung, niedrigdosiertes AraC, intensive Chemotherapie) gezeigt hat und die mediane Überlebenszeit um 10 Monate verlängerte (39), wurde die Substanz zur Behandlung von Patienten mit ungünstigem Risikoprofil zugelassen (Evidenzklasse Ib). Die Gesamtansprechrate beträgt circa 50 %, die Therapie ist jedoch nie kurativ (39). Hauptnebenwirkung ist die Verschlechterung der Blutzellzahlen zu Beginn der Behandlung, was nicht zum Therapieabbruch führen sollte (40). Der Erfolg einer Therapie sollte erst nach sechs Therapiezyklen beurteilt werden (40). Eine Induktionschemotherapie kann bei Hochrisikopatienten mit günstigem Karyotyp eingesetzt werden (57, e30).

Patienten mit CMML, bei denen es zu einer Leukozytose (> 20 000/µL) kommt, können auch mit oralem Hydroxyurea oder niedrig dosiertem Cytosinarabinosid behandelt werden (Evidenzklasse IIa). Die Grafiken 1 und 2 zeigen den jeweils aktuellen Therapiealgorithmus für die verschiedenen Risikogruppen.

Therapiealgorithmus bei myelodysplastischem Syndrom für Patienten mit sehr niedrigem, niedrigem und intermediärem Risiko
Therapiealgorithmus bei myelodysplastischem Syndrom für Patienten mit sehr niedrigem, niedrigem und intermediärem Risiko
Grafik 1
Therapiealgorithmus bei myelodysplastischem Syndrom für Patienten mit sehr niedrigem, niedrigem und intermediärem Risiko
Therapiealgorithmus bei myelodysplastischem Syndrom für Patienten mit intermediärem, hohem und sehr hohem Risiko
Therapiealgorithmus bei myelodysplastischem Syndrom für Patienten mit intermediärem, hohem und sehr hohem Risiko
Grafik 2
Therapiealgorithmus bei myelodysplastischem Syndrom für Patienten mit intermediärem, hohem und sehr hohem Risiko

Die dauerhafte Betreuung der Patienten bedarf der sektorenübergreifenden, klugen Zusammenarbeit zwischen Hausarzt, Hämatologen und gegebenenfalls eines beteiligten Zentrums. Die regelmäßigen, zum Beispiel monatlichen Blutbildkontrollen und die Einschätzung des Allgemeinzustands können hausärztlich erfolgen. Erforderliche Transfusionen oder medikamentöse Therapien werden fachärztlich-hämatologisch durchgeführt, und insbesondere in Ermangelung zugelassener Substanzen oder nach Verlust des Ansprechens können MDS-Zentren ihre Expertise und die Möglichkeit klinischer Studien einbringen.

Vor diesem Hintergrund bemüht sich die Deutsche MDS-Studiengruppe seit langem, meist multizentrische Studien durchzuführen, um möglichst vielen Patienten eine Therapie anbieten zu können. Es handelt sich hierbei um „investigator initiated trials“ und Studien der pharmazeutischen Industrie. Im MDS-Register mit Sitz in Düsseldorf werden diagnostische, klinische, prognostische und therapeutische Daten erfasst, die in vielen beteiligten Zentren erhoben werden, um gemeinsame wissenschaftliche Projekte zu ermöglichen. Ein Krebshilfeverbundprojekt (Sprecher: W. K. Hofmann, Mannheim) beinhaltet ein zentrales Biobanking in Düsseldorf und wissenschaftliche Teilprojekte in Mannheim, Göttingen, Hannover, Regensburg und Freiburg (www.mds-verbund.de). Eine aktuelle Übersicht über die klinischen Studien und die Ansprechpartner in den verschiedenen Zentren sowie die Publikationen der Deutschen-Österreichisch-Schweizer MDS-Gruppe ist unter www.mds-register.de einzusehen.

Interessenkonflikt
Prof. Germing bekam finanzielle Unterstützung bei der Abfassung eines Manuskript sowie Reisekostenerstattung von der Firma Celgene. Er erhielt Vortragshonorare von den Firmen Novartis, Celgene und Janssen-Cilag. Studienunterstützung (Drittmittel) wurde ihm zuteil von den Firmen Celgene, Novartis, Amgen und Janssen-Cilag.

Prof. Kobbe bekam Kongressgebühren- und Reisekostenerstattung von den Firmen Medac, Celgene und Novartis. Für Vorträge wurden ihm Honorare zuteil von den Firmen Celgene und Novartis. Er erhielt Studienunterstützung (Drittmittel) von den Firmen Celgene und Novartis.

Prof. Gattermann erhielt Honorare für Beratertätigkeit (Advisory Boards) von den Firmen Novartis und Celgene. Er bekam finanzielle Unterstützung für die Veröffentlichung von Ergebnissen klinischer MDS-Studien, die von den Firmen Novartis oder Celgene gesponsert wurden. Zudem wurden für ihn Kongressgebühren erstattet von der Firma Novartis. Reisekostenerstattung und Vortragshonorare bekam er von den Firmen Novartis und Celgene. Ferner erhielt er Studienunterstützung (Drittmittel) von den Firmen Novartis und Celgene.

Prof. Haas erklärt, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 15. 1. 2013, revidierte Fassung angenommen: 23. 7. 2013

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. Ulrich Germing
Klinik für Hämatologie, Onkologie und Klinische Immunologie
Heinrich-Heine-Universität
Moorenstraße 5, 40225 Düsseldorf
germing@med.uni-duesseldorf.de

Zitierweise
Germing U, Kobbe G, Haas R, Gattermann N: Myelodysplastic syndromes: diagnosis, prognosis and treatment. Dtsch Arztebl Int 2013; 110(46): 783–90. DOI: 10.3238/arztebl.2013.0783

@Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit4613

eTabellen:
www.aerzteblatt.de/13m0783

The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

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Therapiealgorithmus bei myelodysplastischem Syndrom für Patienten mit sehr niedrigem, niedrigem und intermediärem Risiko
Therapiealgorithmus bei myelodysplastischem Syndrom für Patienten mit sehr niedrigem, niedrigem und intermediärem Risiko
Grafik 1
Therapiealgorithmus bei myelodysplastischem Syndrom für Patienten mit sehr niedrigem, niedrigem und intermediärem Risiko
Therapiealgorithmus bei myelodysplastischem Syndrom für Patienten mit intermediärem, hohem und sehr hohem Risiko
Therapiealgorithmus bei myelodysplastischem Syndrom für Patienten mit intermediärem, hohem und sehr hohem Risiko
Grafik 2
Therapiealgorithmus bei myelodysplastischem Syndrom für Patienten mit intermediärem, hohem und sehr hohem Risiko
Diagnostik der myelodysplastischen Syndrome
Diagnostik der myelodysplastischen Syndrome
Kasten
Diagnostik der myelodysplastischen Syndrome
Differenzialdiagnosen der myelodysplastischen Syndrome und geeignete diagnostische Verfahren zur Abgrenzung von myelodysplastischen Syndromen
Differenzialdiagnosen der myelodysplastischen Syndrome und geeignete diagnostische Verfahren zur Abgrenzung von myelodysplastischen Syndromen
Tabelle 1
Differenzialdiagnosen der myelodysplastischen Syndrome und geeignete diagnostische Verfahren zur Abgrenzung von myelodysplastischen Syndromen
Definition des „revised International Prognostic Scoring System“ (IPSS-R)
Definition des „revised International Prognostic Scoring System“ (IPSS-R)
Tabelle 2
Definition des „revised International Prognostic Scoring System“ (IPSS-R)
WHO-Klassifikation myelodysplastischer Syndrome und myelodysplastisch/myeloproliferativer Neoplasien
WHO-Klassifikation myelodysplastischer Syndrome und myelodysplastisch/myeloproliferativer Neoplasien
eTabelle 1
WHO-Klassifikation myelodysplastischer Syndrome und myelodysplastisch/myeloproliferativer Neoplasien
Definition des „chronic myelomonocytic leukemia score“ (CPSS)
Definition des „chronic myelomonocytic leukemia score“ (CPSS)
eTabelle 2
Definition des „chronic myelomonocytic leukemia score“ (CPSS)
Definition des MDS Comorbidity Score (MDS-CI Score)
Definition des MDS Comorbidity Score (MDS-CI Score)
eTabelle 3
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  • Unbedingt Kupferspiegel bestimmen
    Dtsch Arztebl Int 2014; 111(7): 118; DOI: 10.3238/arztebl.2014.0118a
    Tsamaloukas, Antonis G.
  • Schlusswort
    Dtsch Arztebl Int 2014; 111(7): 118; DOI: 10.3238/arztebl.2014.0118b
    Germing, Ulrich

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