ArchivDeutsches Ärzteblatt19/1996Fünf Jahre Cephoral® in Deutschland: Eine moderne Antibiotikatherapie

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Fünf Jahre Cephoral® in Deutschland: Eine moderne Antibiotikatherapie

Leinmüller, Renate

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LNSLNS Orale Cephalosporine mit erweitertem Wirkspektrum erlauben einerseits eine effektive Sequentialtherapie und damit in der Klinik eine Einsparung an Antibiotika-Kosten, andererseits zeichnet sich bei der ambulanten Therapie mit neueren Oralcephalosporinen ab, daß eine vier- bis fünftägige Behandlung vergleichbar wirksam ist wie eine zehntägige. Entsprechende Daten zur Therapiedauer hat Professor Claus Simon (Kiel) bei einem Pressegespräch von Merck in Darmstadt vorgelegt. Bei der A-Streptokokken-Tonsillitis wurden unter einer viertägigen Cefixim-Behandlung nur in zwei Prozent klinische Versager dokumentiert, die bakterielle Versagerquote lag mit sechs Prozent genauso hoch oder niedrig wie bei zehntägiger Therapie.
"Die lange Therapiedauer bei Antibiotika ist eine Forderung aus der Steinzeit", kommentierte Professor Wolfgang Stille (Frankfurt). Cefixim wurde vor fünf Jahren als Cephoral® eingeführt – als erstes orales Breitband-Cephalosporin mit einmal täglicher Dosierung. Inzwischen wurden nach Herstellerangaben weltweit über 100 Millionen Patienten damit behandelt. Als Hauptindikationen nannte Stille neben ambulant erworbenen Atemwegs- und HNOInfektionen auch unkomplizierte Harnwegsinfekte. Das Wirkspektrum von Cephoral® umfaßt die Leitkeime – Pneu-mokokken, Streptokokken, Hämophilus influenzae und Moraxella catarrhalis –, aber auch Enterokokken wie E. coli, Klebsiellen und Proteus-Arten. Diese gramnegativen Keime treten zunehmend auf bei schwereren Atemwegsinfektionen bei älteren Menschen und speziell bei vorgeschädigter Lungenfunktion, weshalb Dr. Joachim Lorenz (Lüdenscheid) moderne Oralcephalosporine speziell bei der ambulanten Therapie unterer Atemwegsinfektionen bei Risikopatienten einsetzt. Bei akuter Exazerbation chronischer Bronchitiden bescheinigte der Pneumologe Cephoral® eine klinische Wirksamkeit von über 90 Prozent.


Vorteilhaft vor allem für Kinder
Der Pädiater Simon verwies auf die Vorteile für die kinderärztliche Praxis: Durch das breite Wirkspektrum werden mit Cephoral® auch die bei Kindern häufigen Erreger Haemophilus und Moraxella erfaßt. Bei über 3 500 Kindern mit akuten Atemwegsinfektionen habe sich eine Heilungsrate von über 90 Prozent gezeigt, die Nebenwirkungsrate lag dabei mit 1,6 Prozent sehr niedrig. Als positiv wertete Simon die – verglichen mit älteren Präparaten – niedrige Dosierung, die Einmalgabe und die Saftform, die für Kinder sehr wohlschmeckend ist. Das Wirkspektrum von Cefixim, so Simon, umfaßt nicht Chlamydien und Mycoplasmen. Im Kindesalter seien jedoch Pneumokokken und Haemophilus sp. weitaus häufiger. Deshalb empfahl der Referent, im Kindesalter zuerst ein Cephalosporin mit erweitertem Wirkspektrum zu verordnen. Wenn sich nach drei bis vier Tagen kein Erfolg einstellt, geht Simon auf Doxycyclin oder ein neueres Makrolid über. Dr. Renate Leinmüller

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