ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2013Jörg Hacker: Deutscher Vertreter in neuem UN-Beirat

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Jörg Hacker: Deutscher Vertreter in neuem UN-Beirat

Dtsch Arztebl 2013; 110(46): A-2215 / B-1947 / C-1889

Zylka-Menhorn, Vera

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Jörg Hacker, Foto: Karsten Möbius/Leopoldina
Jörg Hacker, Foto: Karsten Möbius/Leopoldina

Der Mikrobiologe Prof. Dr. rer. nat. Jörg Hacker (61) ist in den neuen wissenschaftlichen Beirat des Generalsekretärs der Vereinten Nationen berufen worden. Das Gremium wurde von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon eingerichtet. Die 26 Mitglieder aus unterschiedlichen Fachgebieten werden ihn in den Bereichen Wissenschaft, Forschung und Technologie beraten. Dabei spielen Aspekte der nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft und der Armutsbekämpfung eine besondere Rolle. Die Berufung gilt zunächst für zwei Jahre. Die Geschäftsführung des Gremiums ist bei der UNESCO angesiedelt.

„Es ist für mich eine große Herausforderung, einem so bedeutenden Gremium angehören zu dürfen“, sagte Hacker als Reaktion auf seine Berufung. Denn der Erhalt der Lebensgrundlage für künftige Generationen sei eine der wichtigsten Aufgaben der heutigen Zeit. Über sich selbst spricht Hacker weniger gern. „Ich versuche, die Dinge realistisch und unaufgeregt anzugehen“, ist eine seiner wenigen persönlichen Äußerungen. Doch hinter seiner unprätentiösen Erscheinung steckt ein vielfach ausgezeichneter Forscher und erfahrener Wissenschaftsmanager. Seit 2012 ist Hacker Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Zuvor hatte der Mikrobiologe, der von 2003 bis 2009 auch Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft war, das Robert-Koch-Institut in Berlin geleitet. Bekannt wurde der gebürtige Würzburger für das von ihm entwickelte Konzept der Pathogenitätsinseln, das für das Verständnis des Genomaufbaus bakterieller Krankheitserreger als grundlegend gilt. Vera Zylka-Menhorn

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