ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSSUPPLEMENT: PRAXiS 4/2013Medica 2013: Innovationen für die Medizin

SUPPLEMENT: PRAXiS

Medica 2013: Innovationen für die Medizin

Dtsch Arztebl 2013; 110(46): [3]

Krüger-Brand, Heike E.

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Foto: Messe Düsseldorf
Foto: Messe Düsseldorf

Hightech-Produkte und Neuigkeiten aus allen Bereichen der medizinischen Versorgung werden auf der Medizinmesse präsentiert – von Medizin- und Labortechnik bis zur Gesundheits-IT.

Hohe Ausstellerzahlen vermeldet die Messe Düsseldorf für die Medizinmesse Medica, die in diesem Jahr vom 20. bis 23. November 2013 auf dem Düsseldorfer Messegelände stattfindet (www.medica.de). An der Veranstaltung beteiligen sich 4 618 Aussteller aus 66 Nationen (Vorjahr: 4 594), und auch die parallel veranstaltete Compamed, die Fachmesse für den Zuliefermarkt der medizintechnischen Fertigung, erreicht in diesem Jahr einen Rekord von 677 Ausstellern (Vorjahr: 642; Laufzeit: 20. bis 22. November). Den Besucher erwartet die gesamte Bandbreite an Neuheiten für eine effiziente medizinische Versorgung in Arztpraxen und Krankenhäusern – von Medizintechnik und Elektromedizin, Labortechnik, Physiotherapieprodukten und Orthopädietechnik bis hin zu Gesundheits-IT. Die Ausstellung wird begleitet von einem Kongressprogramm und zahlreichen Konferenzen und Foren (Kasten).

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Um „Big Data“, Cloud Computing und Datenschutz geht es unter anderem beim „Health IT Forum“. Die Verarbeitung großer Datenmengen spielt nicht nur in der molekularen Grundlagenforschung eine große Rolle, sondern beispielsweise auch im Rahmen der personalisierten Medizin, die maßgeschneiderte Therapieoptionen für den einzelnen Patienten entwickeln will (siehe auch „Modeerscheinung oder Megatrend?“ in diesem Heft). Auch bei telemedizinischen Anwendungen fallen große Mengen an biometrischen Daten an, die erfasst, ausgewertet und für die medizinische Versorgung aufbereitet werden müssen.

IT-Konzerne wie Google, SAP oder IBM, Spezialisten in der Analyse großer Datenmengen, sehen im Gesundheitsbereich daher zunehmend einen interessanten Markt. IBM hat in den USA gerade ein Big-Data-Zentrum eröffnet, das sich auch mit medizinischen Anwendungen beschäftigt. Das US-amerikanische Unternehmen Qualcomm Life will sein Engagement im Mobile-Health-Bereich in Europa weiter ausbauen. Basis dafür ist das cloudbasierte System der „2net“-Plattform, das die Therapie chronischer Erkrankungen unterstützen soll (Halle 15/E4). Die Deutsche Telekom präsentiert Anwendungen ihrer „Consumer Health Cloud“ (Halle 15/E32), etwa einen Tablet-PC, der vor allem alten und mobil eingeschränkten Menschen ein selbstständiges Leben ermöglichen soll. Letzteres ist auch Gegenstand des Forschungsfeldes Ambient Assisted Living (AAL). Hier ist das Forschungszentrum Karlsruhe mit dem „Living Lab AAL“ vertreten, in dem Beispiele für die Integration innovativer Sensorik in häusliche Assistenzsysteme zu sehen sind (Halle 15/G55).

Ein wichtiges Thema ist zudem die Integration von Medizintechnik und medizinischen IT-Systemen im Krankenhaus, die derzeit im „Leuchtturmprojekt“ OR.NET bearbeitet wird (siehe „Abschied von Insellösungen“). Zu sehen sind darüber hinaus zahlreiche Innovationen, wie etwa der Prototyp eines vollimplantierbaren künstlichen Herzens (siehe „Lebensretter Kunstherz“). Heike E. Krüger-Brand

Medica-Foren

Die in die Fachmesse integrierten Foren greifen maßgebliche Trends der Messe auf. Dazu zählen unter anderem:

  • das Health IT Forum (IT-Trends, Telemedizin, Halle 15),
  • das Tech Forum (Entwicklungen auf dem Gebiet der Hightech-Medizin, Halle 12),
  • das Physio Forum (Physiotherapieverfahren, Halle 4)
  • und das im letzten Jahr erstmals von der Messe Düsseldorf und der Techniker Krankenkasse initiierte Econ Forum (Halle 15) zu Fragen der Nutzenbewertung und Finanzierung von Innovationen.

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