ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSSUPPLEMENT: PRAXiS 4/2013Kompression bei arteriellen Beingeschwüren

SUPPLEMENT: PRAXiS

Kompression bei arteriellen Beingeschwüren

Dtsch Arztebl 2013; 110(46): [37]

EB

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  • Die „intermittierende pneumatische Kompression“ (IPK) wird vor allem zur Behandlung von Beingeschwüren mit venösem Ursprung angewendet. Bei arteriellen Durchblutungsstörungen war die Kompressionstherapie bisher kontraindiziert, weil man befürchtete, dass dadurch die Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen noch stärker verhindert wird. Mit dem „VADOplex“-System der Firma OPED (www.oped.de) steht ein Gerät zur Verfügung, das die IPK für alle Formen des Ulcus cruris unterstützt – auch für das Ulcus cruris arteriosum.
Kompressions therapie am Fuß Foto: OPED
Kompressions therapie am Fuß Foto: OPED

Letzteres ist möglich, weil durch das System kein Druck auf die Arterien des Beines ausgeübt wird, da mit Fußmanschetten gearbeitet wird. Durch die Fuß-Impuls-Technologie wird der erforderliche Druck im Gerät innerhalb von 0,4 Sekunden aufgebaut. Durch den schnellen Kompressionsimpuls wird in weniger als einer Sekunde ein Wert von 130 mm Hg (Druckmessung per Quecksilbersäule) erreicht. Alle 20 Sekunden wiederholt sich dies. Bei jedem Impuls werden 20 bis 30 ml Blut bewegt.

Für die Therapie werden spezielle Pads um das erkrankte Körperteil gewickelt. Dann schaltet man das mit Strom betriebene Gerät ein. Es pumpt Luft in die Pads, woraufhin der Venenplexus stimuliert und die Durchblutung angeregt werden. Mindestens vier Stunden am Tag sollte die Behandlung durchgeführt werden. Das Gerät muss mindestens eine Stunde ununterbrochen laufen, denn erst dann kann das Stickstoffmonoxid, das über mehrere Schritte durch die Scherkräfte am Endothel ausgeschüttet wird, seine Wirkung zeigen.

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Das System kann als Hilfsmittel verordnet werden. Nach einer Einführung durch den Arzt oder die Pflegekraft kann der Patient das Gerät eigenständig zu Hause benutzen. EB

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