ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2013Silke Mader: Einsatz für Frühgeborene

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Silke Mader: Einsatz für Frühgeborene

Dtsch Arztebl 2013; 110(47): A-2279 / B-2005 / C-1939

Klinkhammer, Gisela

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Silke Mader, Foto: picture alliance
Silke Mader, Foto: picture alliance

Silke Mader ist 25 Jahre alt, als bei ihr der Traum von Zwillingen und einer unbeschwerten Kindheit für ihren Sohn und ihre Tochter zerbricht. Denn in der 25. Schwangerschaftswoche wird das HELLP-Syndrom festgestellt. Sie und die ungeborenen Kinder schweben in Lebensgefahr. 48 Stunden kämpft sie um ihr Leben. Dann sieht sie ihre Kinder zum ersten Mal auf der Frühchenstation. Am nächsten Tag stirbt Lena an einer Hirnblutung.

Ihren Sohn Lukas dürfen Silke Mader und ihr Mann nach viereinhalb Monaten mit nach Hause nehmen. Er wog bei seiner Geburt 515 Gramm. Das Ehepaar, beide Pädagogen in der Behindertenhilfe, verzweifelt fast an den Herausforderungen. Lukas schläft nicht und muss jede halbe Stunde gefüttert werden. Zu den Sorgen um das Kind kommen finanzielle Probleme sowie die Fahrten zu den Untersuchungen ins Krankenhaus und zu Therapien. Langsam, aber stetig geht es bergauf, heute besucht der 16-jährige Lukas das Gymnasium.

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Silke Mader wollte ihre Erfahrungen anderen ersparen. Deshalb setzt die 41-Jährige sich ehrenamtlich für Frühgeborene und ihre Familien ein, unter anderem als Vorsitzende der Stiftung „European Foundation for the Care of Newborn Infants“. Sie wirbt um bessere Ausbildung des Klinikpersonals, eine familienfreundliche Therapie und Standards für Frühchenstationen. Für ihr Engagement wurde sie mit dem „Prix Courage für die Frau des Jahres“ der ZDF-Redaktion ML mona lisa und des Unternehmens Clarins ausgezeichnet. Gisela Klinkhammer

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